Frauen bei der Feuerwehr
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Frauen bei der Feuerwehr wird mit viel Getöse inszeniert nach dem Motto "Frauen sind besser" oder zumindest "Frauen sind genauso gut wie Männer", jedoch findet de facto, und medial wenig beachtet, ein Abbau an Leistungsstandards statt. So wurden in England, damit auch Frauen bei der Feuerwehr mitmachen können, die Anforderungen für deren Einstellung drastisch gesenkt.[1]
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Leistungsstandards
Während früher ein Bewerber etwa eine 100 Kilogramm schwere Leiter innerhalb von 20 Sekunden eigenhändig ausfahren musste, um sich zu qualifizieren, genügt es nun, ein Gewicht von 30 Kilogramm über seinen Kopf stemmen zu können. Damit sind Frauen zur Kinderrettung geeignet, nicht aber dafür 80 kg schwere Personen aus dem Gefahrenbereich zu tragen. Die Anforderung, eine 76,2 kg schwere Person 91,4 m in unter einer Minute zu tragen, wurde deshalb auch fallen gelassen. Auch der Fitness-Test, bei dem zunehmende schnelle Sprints in so genannten Beep test (Multi-stage fitness test) absolviert werden mussten, wurde eingemottet.[2][3]
Bundesweit gibt es gerade einmal 235 Berufsfeuerwehrfrauen, das sind gerade einmal 0,84 Prozent der deutschen Profi-Brandschützer. Flensburger Feuerwehr-Personalchef Rainer Blaas erklärt das so: "Die körperlichen Anforderungen bei den Berufswehren sind viel härter - sie sind oft eine unüberwindbare Hürde. Im Schnitt kommen 3,4 Frauen auf 100 Bewerbungen, bei den meisten reicht die sportliche Fitness aber nicht aus." Um die Benachteiligung der Frauen zu beheben, liegt es deshalb nahe, die Anforderungen für Frauen abzusenken und so für Chancen"gleichheit" zu sorgen.
Der Chef der Kieler Feuerwehr, Ralf Kirchhoff, berichtet: "Früher mussten die Bewerber einen sandgefüllten Schlauch hochklettern, das konnten Frauen nicht schaffen." Er strich diese Aufgabe kurzerhand, um auch Bewerberinnen eine echte Chance zu geben.[4] Na also, es geht doch!
Mit den neuen Richtlinien für den körperlichen Eignungstest, deren Entwicklung vom Deutschen Städtetag und die Vereinigung der Förderung des Deutschen Brandschutzes in Auftrag gegeben wurden, fallen weitere Übungen weg: "Klimmzüge und der Fünfer-Hop, bei dem mit fünf direkt aufeinander folgenden Sprüngen aus dem Stand insgesamt zwölf Meter überwunden werden müssen". Trotzdem macht sich Feuerwehrchef Neuhoff keine Illusionen darüber, dass auch weiterhin deutlich mehr Frauen als Männer beim Eignungstest durchfallen werden. "Bei uns hat jeder Einsatz mit Kraft und Ausdauer zu tun", betont er. Allein der Anzug, den die Wehrleute im Einsatz tragen müssen, wiegt 35 Kilogramm. 1500 männlichen Bewerbern standen gerade mal 15 Frauen gegenüber, eingestellt worden ist nicht eine von ihnen.[5] Trotzdem soll in Zukunft aber keine Bewerberin mehr "ungerechtfertigt" ausgeschlossen werden, schließlich brächten Frauen Qualifikationen wie soziale Kompetenz, Kommunikations- oder Multitaskingfähigkeit mit, die bei Männern manchmal fehlten.[5] Für die Zukunft sollte man sich wohl besser darauf einstellen, den Brand selbst zu löschen, denn mit Multitasking und Sozialkompetenz, sowie Kommunikation ist noch kein Brand gelöscht und kein Mensch aus dem Feuer gerettet worden.[6]
Männerverächtlichmachung
Mit plumper Männerverächtlichmachung wird die Minderleistung von Frauen kaschiert:
- "Die Frauen in Männerberufen sind besonders belastbar, oft stärker als ihre männlichen Kollegen. Frauen strengen sich besonders an, sind zudem meist feinfühliger und stellen sich schnell auf neue Situationen ein. [...] Sicher gibt's immer noch hartgesottene Haudegen, die das kritisch sehen, aber die halten an falschen alten Zöpfen fest." [4]
- Wer die sinkenden Standards bedenklich findet - etwa weil es bei dem Job um die Rettung von Menschenleben geht - muss sich Vorwürfte gefallen lassen, er sei ein "Dinosaurier", "sehr chauvinistisch" und solle gefälligst "mit dem Programm mitziehen". "Es ist 2011, Frauen sind Feuerwehrleute, werdet fertig damit." [2]
Idealisierung weiblicher Minderleistung
Senkung der Leistungsstandards, Kaschierung weiblicher Minderleistung, das steckt dahinter, wenn etwa Ursula von der Leyen lobt, dass "sich Frauen und Mädchen auch bislang männliches Terrain nach und nach erobern". Oft sei es für Frauen schwierig, Veränderungen in der Organisation durchzusetzen. Die Strukturen seien oft starr hierarchisch, die Ausbildung beschränkt auf das Fachliche, während Kommunikation und die Entwicklung sozialer Fähigkeiten unberücksichtigt blieben. "Wenn sich Frauen mit ihren weiblichen Kompetenzen bei der Feuerwehr durchsetzen können, profitieren am Ende alle davon", sagte die Bundesfrauenministerin. Mit üppig Frauenfördergeldern wurde die Praxisstudie "Mädchen und Frauen bei der Feuerwehr" vom Deutschen Feuerwehrverband umgesetzt.[7]
Vergleiche
Die Senkung der Leistungsstandards finden sich ebenso bei der Bundeswehr und Military-Reiten, sobald dort Frauen Zugang gewährt wird. Auch bei der Marine wurde erst Frauen der Zugang zur Gorch Fock gewährt und als sich herausstellt, dass Frauen den Anforderungen nicht gewachsen sind, müssen die Anderungen eben den Frauen angepasst werden und die Gorch Fock an die Kette gelegt werden.
So wie schon im "World Trade Center" es Feuerwehrmänner waren, die sich zur Rettung von Bürofrauen todesmutig in die einstürzenden Zwillingstürme stürzten, so werden nun wieder bei den Rettungsarbeiten bei der Atomkatastrophe in Fukushima nur Männer eingesetzt.[8] Das war vor 25 Jahren in Tschernobyl nicht anders. Auch dort waren die Liquidatoren genannten Katastrophenhelfern auch nur Männer.[9] Immer wo es gefährlich ist, also außerhalb der Kaffeeautomatenreichweite, sind keine "starken Frauen" zu sehen. Deswegen werden Männer darauf getrimmt Helden sein zu wollen, die anderen landen im Gefängnis oder werden erschossen.[10]
Einzelnachweise
- ↑ "Dort, wo die ohnehin wenigen Anwärterinnen für die Berufsfeuerwehr immer wieder am körperlichen Eignungstest gescheitert sind, ist gestern ein neuer Test vorgestellt worden, der zukünftige Feuerwehrfrauen hoffen lässt.": Neuer Test: Fitte Frauen für die Feuerwehr gesucht, Kölnische Rundschau am 30. September 2011
- ↑ 2,0 2,1 Fire brigade relaxes strength and fitness test to make entry easier for women, Daily Mail Online am 11. April 2011
- ↑ Leichtere Stärke- und Fitnesstests bei Feuerwehr, damit auch Frauen mitmachen können, Arne Hoffmann am 11. April 2011
- ↑ 4,0 4,1 Feuerwehr: Frauen erobern Männerdomäne, Focus am 9. Oktober 2008
- ↑ 5,0 5,1 Neuer Test: Fitte Frauen für die Feuerwehr gesucht, Kölnische Rundschau am 30. September 2011
- ↑ WGvdL-Forum: Krankenschwester am 30. September 2011 - 16:27 Uhr
- ↑ Frauenministerium: Praxisstudie: Frauen erobern die Männerwelt Feuerwehr
- ↑ Atomkatastrophe: 50 Mann sollen Japan retten, Spiegel am 15. März 2011
- ↑ Sowjetische Liquidatoren: Helden von Tschernobyl bereuen ihren Einsatz nicht, Welt am 17. März 2011
- ↑ Tschernobyl: Das Leiden der Helfer "Wir wollten Helden sein", Süddeutsche am 17. März 2011
Weblinks
- 6. Rang ergab am 8.1.2012 die Google-Suche nach "Frauen bei der Feuerwehr" für diesen Artikel.
- Netzwerk Feuerwehrfrauen: Sport und Fitness im Feuerwehrdienst
- Stadt Köln: Chancengleichheit von Frauen bei der Feuerwehr
- Frauenministerium: Mädchen und Frauen bei der Freiwilligen Feuerwehr
- Frauen in der Feuerwehr, Frankenpost
