Frauen gegen Feminismus

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Frauen gegen Feminismus

Es gibt viele Gründe für Frauen gegen Feminismus zu sein.

  • Feminismus ist antiemanzipatorisch, weil die "Frau-als-Opfer"-Haltung gefördert wird. Von einem Opfer wird kein emanzipatorisches Verhalten, etwa die Übernahme von Verantwortung für eigenes Handeln, erwartet.
  • Feminismus ist männerfeindlich, weil die "Mann-als-Täter"-Haltung gefördert wird. Die Kriminalisierung und Rechtslosstellung des Mannes untergräbt den Rechtsstaat.
  • Feminismus ist frauenfeindlich. Es ist bevormundend, wenn allen Frauen die feministische Weltsicht aufgenötigt wird.
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Inhaltsverzeichnis

IGAF Schweiz

Unter den knapp 4.000 Mitgliedern der Interessengemeinschaft Antifeminismus (IGAF Schweiz) sind rund 18,2 % Frauen eingeschrieben. Als Grund geben sie an:

  • Familienmütter und Hausfrauen werden staatlich benachteiligt. Der Staat anerkennt ihre Leistungen nicht.
  • Kinder haben ist nahezu eine Schande.
  • Frauen welche sich für das traditionelle Rollenbild entscheiden werden ausgelacht und nicht für voll genommen.
  • Den Frauen wird ein Rollenbild eingeredet (Frauen in die Chefetagen, Karriere, Kinder in die Krippe), welches die Frauen gar nicht wollen.
  • Quotendiskussionen: Frauen wollen anhand ihrer Leistungen gemessen werden und nicht anhand von Quoten.
  • Der Staat zerstört Hierarchien und Verantwortlichkeiten.
  • Es werden feminisierte Softies herangezogen, welche die Frauen gar nicht wollen, denn sie wollen ein Gegenüber, mit welchem sie sich auseinandersetzen können.[1]

Alleinvertretungsanspruch der Feministen

Feministinnen beanspruchen jedoch für alle Frauen zu sprechen. Auf die Frage, warum sogar Frauen gegen Feminismus sind, kommt als Antwort:

"Weil sie auf die antifeministischen Stereotype reinfallen." [2]

Damit ist das feministische Opfer-Täter-Schema wieder hergestellt: Frauen sind (wieder einmal) auf Männer reingefallen, die sie reingelegt haben.

Kritische Feministinnen

Christina Hoff Sommers
Widerlegte in ihrem Buch "Who Stole Feminism?" etliche bis dahin in den US-amerikanischen Medien weithin akzeptierten, weil unüberprüft übernommenen feministischen Legenden, insbesondere 90 Prozent von Susan Faludis "Backlash". Ihr Buch wurde nicht ins Deutsche übersetzt.
Cathy Young
US-amerikanische Journalistin ("Washington Post") und Vizepräsidentin des "Women's Freedom Network". Tritt unter anderem für eine Abkehr vom Täter-Opfer-Schema der Frauenbewegung und für eine sachlichere Informationspolitik ein. Ihr Buch "Ceasefire" wurde nicht ins Deutsche übersetzt.
Daphne Patai
Wandte sich vor allem gegen totalitäres Denken in den US-amerikanischen Frauenstudien sowie gegen die von ihr so bezeichnete "Sexuelle-Belästigungs-Industrie". Ihr Buch "Heterophobia" über die in der feministischen Bewegung wachsende Diffamierung von Sex zwischen Männern und Frauen wurde leider nicht ins Deutsche übersetzt.
Patricia Pearson
Auf das Thema Kriminalität spezialisierte US-amerikanische Journalistin. Zerstörte in ihrem Buch "When She was Bad" den Mythos von der gewaltlosen Frau, die zu Brutalitäten nicht in der Lage wäre. Machte dabei auch auf die immense Bevorzugung von Frauen im Justizsystem aufmerksam. Das Buch wurde nicht ins Deutsche übersetzt.
Nadine Strossen
Jura-Professorin, als Präsidentin der "American Civil Liberties Union" und Sprecherin der "Feminists for Free Expression" engagierte Gegnerin von Zensur. Ihr Buch "Zur Verteidigung der Pornographie. Für die Freiheit des Wortes, Sex und die Rechte der Frauen" wurde für einen Schweizer Verlag tatsächlich ins Deutsche übersetzt. Allerdings würde man sich wünschen, dass es mehr gelesen wird. Gerade von Politikerinnen.
Katharina Rutschky
Kritische deutsche Feministin. Expertin zum Thema Sexueller Missbrauch. Seit sie etwas zu kritisch wurde, von der "EMMA" als Antifeministin gebrandmarkt.[3]
Suzanne Venker
The Flipside Of Feminism. What Conservative Women Know - and Men Can't Say., WND Books 2011, ISBN 1-935071-27-0 [4][5][6]
Camille Paglia
Kritisierte viele Feministinnen wie Judith Butler, Marilyn French, Hillary Clinton, Kate Millett, Naomi Wolf, Gloria Steinem, Catharine MacKinnon, Rosie O'Donnell und die National Organization for Women. Insbesondere kritisierte sie deren Sexfeindlichkeit und ihr totalitäres, stalinistisches Verhalten. Auch kritisierte sie die Verschreibung von Ritalin, mit dem Jungen "ruhiggestellt" werden.
Zitat: «Als vor zehn Jahren das Buch der Autorin Ute Kätzel über die Achtundsechzigerinnen in Berlin vorgestellt wurde, war der Saal der Heinrich-Böll-Stiftung voller Frauen, die meisten jenseits der fünfzig. Gegen Ende der Veranstaltung fragte die Moderatorin, was die Emanzipation ihnen denn nun gebracht habe.
"Lauter alleinstehende Frauen", rief eine Dame aus dem Publikum. Der Saal bebte vor Lachen.»
[7]
Zitat: «Es werden nicht nur Männer unterdrückt durch die Diktatur des Gender-Mainstream.
Auch ich als Frau habe einem feministischen Ideal zu entsprechen. Ich soll die Doppelbelastung schultern, mein schlechtes Gewissen gegenüber meinem Kind ignorieren, es am besten sofort nach der Geburt fremdbetreuen lassen, WEIL entfalten kann ich mich ja nur im Beruf (auch als Kassiererin, Fabrikarbeiterin, Putzfrau etc.). Außerdem werden mir von diesen "Feministinnen" auch noch Tipps gegeben, wie ich meine Kleidergröße 36 behalte, wie ich mich zu kleiden habe und welche Statussymbole ich mir erarbeiten soll (in der EMMA gibt es tatsächlich Diättipps!).
Wer als Frau solche "Frauenrechtlerinnen" hat, der braucht sonst keine Feinde mehr.
Wer dem feministischen Ideal nicht entspricht, der wird gnadenlos als Heimchen am Herd diffamiert, denn als Mutter ist man ja generell völlig unfähig, sein eigenes Kind zu erziehen. Das Baby gibt man am besten sofort nach der Geburt in die nächste Krippe, damit das Kind im Sinne des Konsumwahns und der Karrieregeilheit geformt werden kann und sich gleich mal auskennt, welche Werte im Leben wirklich zählen (das Signal lautet: ich bin meinen Eltern nicht wichtig, wichtig ist es, Geld zu verdienen, damit man sich Dinge leisten kann, die man eigentlich nicht braucht).
Ich habe es so satt, mir von diesem Emanzenpack mein Leben vorschreiben zu lassen! Leider merken viele Linke nicht, dass sie genau im Sinne der Wirtschaft instrumentalisiert werden, es geht um die totale Verwertbarkeit von der Wiege bis zur Bahre! Warum schießt die FDP denn so gegen das (im Übrigen völlig lächerlich niedrige) Betreuungsgeld? Weil man am besten alle Lebensbereiche so gestaltet will, dass sich damit Geld verdienen lässt! Eine Mutter, die bei ihrem Kind im Alter von 0-3 Jahren (um die geht es nämlich beim Betreuungsgeld – nicht um Kindergartenkinder) zuhause bleibt, die trägt nichts bei zum Bruttosozialprodukt, die stillt vielleicht sogar (und kauft kein Milupa, Alete usw.). Das ist doch im Sinne der Industrie ein völlig unhaltbarer Zustand!
Sage mir, wer dich "emanzipieren" will und ich sage Dir, wo Du falsch liegst!»
[8]

Einzelnachweise

  1. IG Antifeminismus Schweiz: Frauen gegen Feminismus
  2. "Sie sehen gar nicht wie eine Feministin aus", Kulturaustausch IV/2007, Interview mit Jessica Valenti
  3. Arne Hoffmann: Sind Frauen bessere Menschen? Plädoyer für einen selbstbewussten Mann. Schwarzkopf & Schwarzkopf 2001, ISBN 3-896-023-829
  4. MANNdat-Forum: Buchempfehlung: Flipside of Feminism, mannbar am 3. März 2012 - 16:47 Uhr
  5. The Flipside of Feminism: What Conservative Women Know - and Men Can't Say (Länge: 6:37 Min.)
  6. Suzanne Venker: Feminism Doesn't Liberate Women, Radio Boston am 18. März 2011
  7. Debatte über Kinderbetreuung: Sie nennen es Glück, FAZ am 28. April 2012
  8. Andrea am 18. April 2012 um 16:38 Uhr

Siehe auch

Weblinks

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