Geschlechterrollen
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Eine interessante Beobachtung machte der Wuppertaler Entwicklungspsychologe Hanns Martin Trautner bei Längsschnittstudien mit anfangs auffällig streng einteilenden Kindern: Wer als Kleinkind seine Welt besonders klar in männlich/weiblich aufteilte, konnte später lockerer mit den Kategorien umgehen. Das entspricht der Alltagswahrnehmung. Männer und Frauen, die früh in eine sichere Geschlechtsrolle gefunden haben, müssen sich nicht mehr ständig ihrer sexuellen Identität durch präpotentes oder püppchenhaftes Gebaren versichern. Sie können sich auch vom Rollenklischee abweichendes Verhalten erlauben.
Die klare Vorstellung von der Geschlechterdifferenz und der eigenen Zugehörigkeit ist offenbar eine gute Basis für einen späteren freien Umgang mit Stereotypen. Man kann sich dann Interesse und sogar Freude und Spaß an der Differenz leisten. Und man kann dann auch Unterschiede ertragen.[1]
Einzelnachweise
- ↑ Woher haben sie das?, Die Zeit 27/2007
Weblinks
- Gerhard Amendt: Geschlechterrollen: Die Diskriminierung des Mannes. Über die negativen Auswirkungen des Feminismus., Fikrun wa Fann im Januar 2011
