Gutmensch
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Der Gutmensch fühlt sich aufgrund eingebildeter höherer moralischer Einsichten und Lebensweise über andere Menschen erhaben. Gutmenschen halten sich für die einzig anständigen Menschen und sind sehr leicht dabei, andere Menschen, die nicht ganz ihrem moralischen und politischen Ideal entsprechen, als unmenschlich zu diffamieren. Gutmenschen sind Moralisierer, peinlich genau in jeder Äußerung und Träger der Political correctness. Ihr Maß an moralischer Gutheit und politischer Korrektheit erwarten sie auch von anderen. Charakteristisch für Gutmenschen ist die Betroffenheitsmiene und die Nazikeule. Gutmenschen sind ängstlich bedacht, auf "der richtigen Seite" zu stehen. Sie wollen das "gute Gewissen" der Nation sein. Besonders in Deutschland fühlen sie sich berufen, an die "Kollektivschuld der Deutschen" aus der Hitler-Zeit zu erinnern. Mit ihrer vorwurfsvoll moralischen Argumentation übergehen sie sachliche Einwände und legen ihr Hauptaugenmerk auf eine naive Einteilung der Welt in Gut und Böse. In dieser dualistischen Weltsicht sehen sie überall Opfer, denen geholfen werden muss, und Bösewichte, die bekämpft werden müssen.
Der Gutmensch hat maßgeblich zur Opferkultur beigetragen. Die nächste Entwicklungsstufe des Gutmenschen ist der Weltverbesserer[1], den der Traum von einer besseren Welt umtreibt.
Zitat: «Ein Gutmensch ist jemand, der sich eine ideale Welt erträumt in der er sich einredet zu leben oder leben zu können. Gutmenschen verhalten sich dabei schizophren, indem sie jeden, der nicht ihre Ansichten teilt zum Bösen in Menschengestalt erklären. Gutmenschen verhalten sich dabei wie die Gefolgsleute von Führern wie Hitler oder Stalin, nur daß sie nicht einer einzigen Person hinterherlaufen, sondern einer fixen Idee, die sie selbst im Angesicht von eindeutigen Beweisen und Argumenten nicht willens sind aufzugeben. Gutmenschen sind dabei auch durchaus pathologisch und folgen alle den Idealen ihrer fixen Idee, welche sie als ihre eigene Meinung ausgeben. Wenn Gutmenschen die Möglichkeit erhalten, sind sie gegenüber ihren Gegnern weitaus totalitärer als das, was sie vorgeben zu bekämpfen.»[2]
Der Gutmensch ist nicht im eigentlichen Sinne gut - er behauptet es nur. Er behauptet es aber mit einer derartigen Penetranz, daß ihm schon allein deswegen von nicht gefestigten, geistig unbeweglichen Menschen geglaubt wird. Damit etabliert er bewußt das Schein-Faktum, daß seine Haltung die einzig moralisch einwandfreie ist, dass seine Haltung im Sinne des Guten, Schönen und allgemein Nützlichen ist.
Hat der Gutmensch dies einmal erfolgreich etabliert, folgt der nächste Schritt: Er argumentiert nicht nur gegen alle, die nicht seiner Meinung sind, sondern er schließt diese auch aus der Diskussion komplett aus, macht sie zu Parias (oder versucht es zumindest). Nun, da er seine Haltung als allein moralisch vertretbare etabliert hat, wird er alle davon abweichenden Haltungen als amoralisch, verbrecherisch oder unanständig brandmarken und versuchen, die Träger dieser abweichenden Haltungen zu isolieren und letztlich gesellschaftlich zu vernichten. Der Mechanismus funktioniert dabei derart, daß die moralische Empörung, das moralische Geschrei jegliche sachliche Erwägung übertönt.
Zitat: «Das vorläufige Endprodukt von 200 Jahren Emanzipation ist der Gutmensch. Er ist Nietzsches blinzelnder letzter Mensch. Anders als ein Gläubiger, der sich zu seinem Glauben bewußt bekennt, ist er als Ungläubiger Sklave seines Glaubens. Seiner Ersatzreligionen sind viele: Feminismus, Pazifismus, Klimaschutz, Antispeziesismus, Konsumismus - und über allem thronend die Political Correctness.» - Thomas Fink[3]
Der Gutmensch ist also keineswegs der Jesus-Latschen tragende langhaarige Hippie aus einer vergangenen Zeit, der alle Menschen lieb hat. Der Gutmensch ist ein verschlagener, repressiver Typ, der höchst gefährlich ist.[4]
Mit ihrer Empörungsmasche (siehe auch Betroffenheitshausierer) etablieren sie ein ekelhaftes moralinsaures Klima, das schon fast totalitäre Züge annimmt und beginnt, politische Debatten zu dominieren. Der Begriff Gutmensch enttarnt ihre Moraldiktatur und wirkt ihrer Diskurs-Hegemonie entgegen.
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Der Gutmensch gehört zu der Gattung homo perfekto beneficaris. Er hat sich im Laufe der Evolution eine unglaubliche Anpassungsfähigkeit angeeignet. Sinn seines Lebens ist es, möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten und (Schein-)Toleranz zu predigen. Er pflanzt sich fort, indem er andere Menschen zum Gutmenschentum bekehrt. Erklärtes Ziel ist es, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.
Leider führte jahrelanges Gutmenschentum und falsche Toleranz zu einem politischen Stillstand und dem Anstieg der Kriminalität. Das Gewiefte am Gutmenschen ist, dass er durch selbst verursachte Probleme neuen Grund zur Kritik hat. Das ist der ewige natürlich Kreislauf, der es schwierig bis unmöglich macht, die Gutmenschen zu bekämpfen. Besonders unterwandert sind die USA, Brutstätte und Mekka der Gattung Gutmensch. Von hier werden die Kriege geführt, die den Menschen Wohlstand, Demokratie und westliche Werte bringen sollen. Als Waffe verwendet der deutsche Gutmensch bevorzugt die Nazikeule.
Ironie des Schicksals hierbei ist, dass ein unbekannter Nazi kurz nach der Entstehung des Begriffes, und zu den Klängen von "Also sprach Zarathustra", seinen Baseballschläger fallen ließ und im Urin kniend eine göttliche Vision erfuhr. Dies war die Geburtsstunde der Gutmenschenkeule. Nach seinem Tod wurde das Licht dieser rhetorischen Erleuchtung von Generation zu Generation weiter gegeben, auf dass es niemals erlöschen und die Dunkelheit der Vernunft nie vollständig die Oberhand gewinnen möge. Der unbekannte Held wird von seinen Anhängern auf einer Stufe mit Prometheus gesehen.
Beliebte Phrasen
- Jeder soll tun und lassen, was er will.
- Das finde ich nicht richtig.
- Alle sind gleich.
- Jeder hat Gutes an sich (Anzeichen für sein Bestreben jeden zu einem Gutmenschen zu machen).
- Also ICH lasse jeden seine eigene Meinung haben.
- Du denkst nur an dich.
- Wir MÜSSEN helfen.
- Warum hilft denn keiner? Ihr seht doch, dass er sich übergeben muss!
- Alles wird besser.
- Warum?
- Denkt doch mal an die armen Kinder in Afrika
- Wann werden die Menschen endlich verstehen?
- Weltfrieden
- Atomkraft? Nein danke!
In der Literatur
- Bertolt Brecht
- Der gute Mensch von Sezuan (Religions- und Kapitalismuskritik sowie eine Infragestellung der bürgerlichen Aufklärung sind bestimmende Aspekte des Stücks.)
- Max Stirner
- Bereits im 19. Jahrhundert bezeichnete er die "Pfaffen, Eltern und guten Menschen [...] als die wahren Jugendverführer und Jugendverderber, die das Unkraut der Selbstverachtung und Gottesverehrung emsig aussäen, die jungen Herzen verschlämmen und die jungen Köpfe verdummen."[5]
Zitate
- "Die Gutmenschen trauern um jede erschlagene Robbe.
Im Mutterleib getöte Kinder sind ihnen aber egal." [6] - "Viele Asylbewerber sind abgeklärt und haben Freunde (Gutmenschen), die denen erklären, wie man Gesetzeslücken auszunutzen hat." [7]
Einzelnachweise
- ↑ Vom Gutmensch zum Weltverbesserer, Die Spaziergängerin vom 1. Juli 2010
- ↑ The Liberal Mind: The Psychological Causes of Political Madness. (Das Liberale Gemüt: Die Psychologischen Ursachen für Politischen Wahnsinn) Amerikanischer Psychiater: "Gutmenschen klinisch geisteskrank", 16. September 2009
- ↑ Thomas Fink: Der Gutmensch, die Inkarnation des Übels, ef-magazin am 26. August 2008
- ↑ Blog CDU-Politik.de: Gekaperte Begriffe - Gutmensch, Nusquam am 6. Mai 2011
- ↑ Max Stirner: "Der Einzige und sein Eigentum" (1844), Reclam 1972, ISBN 3-15-003057-9, S. 179
- ↑ Deutschland: Meisner nennt Abtreibung "Super-Gau", Junge Freiheit am 30. Juni 2011; Kommentar am 6. Juli 2011 um 18:07 Uhr
- ↑ Asylbewerber am Sozialamt, 10. Dezember 2011
Siehe auch
Weblinks
- 7. Rang ergab am 9.3.2012 die Google-Suche nach "Gutmensch" für diesen Artikel.
- 1. Rang ergab am 21.6.2011 die Google-Suche nach "Gutmensch" für die Seite Wikipedia: Gutmensch.
- 2. Rang ergab am 21.6.2011 die Google-Suche nach "Gutmensch" für die Seite Stupidedia: Gutmensch.
- 11. Rang ergab am 9.1.2012 die Google-Suche nach "Gutmensch" für die Seite Metapedia: Gutmensch.
- Kritische Wissenschaft – critical science:
- Beta-Blocker gegen Hysterie - Zur Möglichkeit, Gutmenschen und Staatsfeministen ruhig zu stellen, 8. März 2012 (Eine Analyse von Dr. habil. Heike Diefenbach und Michael Klein)
- Unsinn der Woche: Leclerc Gutmensch, 7. Januar 2012
- Ein Tag im Leben eines politisch korrekten Gutmenschen, wahrheiten.org am 14. September 2010
- Der Gutmensch - Versuch einer Erklärung, PI-News am 10. April 2011
- Pappkamerad Gutmensch, Cicero am 10. Dezember 2010
- Volker Pispers über linke Gutmenschen:
Chez Henri
- Volker Pispers über linke Gutmenschen:
Chez Henri
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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Gutmensch (18. Oktober 2010) aus der freien Enzyklopädie Stupidedia. Der Stupidedia-Artikel steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Stupidedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |
