Bastard
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Bastard war ursprünglich ein Begriff für uneheliche Söhne von Adligen; später wurde die Bezeichnung auf alle unehelichen Kinder übertragen (wenn das Wort auch weiterhin eher für Jungen verwendet wurde). Rechtlich gesehen hatten sie keinen Anspruch auf ein Erbe, und der Vater war nicht verpflichtet, sich um sie in irgendeiner Weise zu kümmern; moralisch standen sie in schlechtem Ruf, da die Kirche Ehebruch verurteilte und die unehelichen Kinder daher als "von der Sünde befleckt" ansah; psychologisch kam hinzu, dass sie von eventuellen Stiefvätern schlecht behandelt wurden, oder der Mutter den Partner ersetzen mussten und/oder die Mutter die Wut und den Hass auf den Vater an ihnen ausließ. Zusätzliche Probleme traten auf, wenn alleinerziehende Mütter nicht in der Lage waren, ihren Kindern selber das Gefühl der Sicherheit zu geben, wie es in einer intakten Familie der Fall gewesen wäre. In der Praxis bedeutete dies: Die "Bastarde" entwickelten oft einen begründeten Hass auf die Gesellschaft, die ihnen so übel mitgespielt hatte; sie fanden auch keinen Trost in der Kirche, die sie nur verurteilte; und ihre materielle Existenz war alles andere als gesichert. Als Folge davon wendeten sich viele von ihnen einem kriminellen Leben zu, und der Begriff "Bastard" wurde zu einem Schimpfwort mit einer Bedeutung zwischen "Mistkerl" und "Verbrecher".
Fakt ist: Für vaterlose Kinder besteht ein stark erhöhtes Risiko, drogensüchtig, kriminell, gewalttätig oder anderweitig auffällig zu werden.
