Diskussion:Frauenförderung

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Mein(e) Vorschlag / Vorlage

Begriff/Ursprung:

Frauenförderung ist ein historisch relativ junger Begriff, der durch die "Neue Frauenbewegung" http://de.wikipedia.org/wiki/Frauenbewegung#Die_zweite_Welle_der_Frauenbewegung entstanden ist mit dem Ziel, traditionell überlieferte und noch wirkende Beschränkungen im Leben von Frauen zu überwinden.

Zugrunde liegt der durch die "frühe Frauenbewegung" (erste Welle) http://de.wikipedia.org/wiki/Frauenbewegung durchgesetzte rechtliche Anspruch auf höhere Bildung (Gymnasium) auch für Mädchen.


Ziel:

Ziel sind bzw. waren einerseits die Beseitigung rechtlicher Einschränkungen, andererseits die Abwendung von klassischen Frauen-, und die Hinwendung zu typischen, bis dato verwehrten Männerberufen.


Entwicklung:

In den 1960er Jahren entstanden im Rahmen der Protestbewegungen durch die Neue Frauenbewegung http://de.wikipedia.org/wiki/Frauenbewegung#Die_zweite_Welle_der_Frauenbewegung zunächst selbstorganisierte Frauengruppen und aus diesen wiederum die ersten autonomen Frauenbildungswerke, die ab den 1980er Jahren teilweise in anerkannte Träger der Erwachsenenbildung http://de.wikipedia.org/wiki/Erwachsenenbildung umgewandelt wurden.

Da rechtlich formal die Gleichberechtigung mittlerweile gewährleistet ist, liegt der aktuelle Schwerpunkt aktuell auf Bildungs- sowie beruflicher Förderung.

Aus gewonnenen Erkenntnissen aus der Frauenbildungsarbeit und mit zunehmender Anerkennung durch die offizielle Erwachsenenbildung entstanden spezielle Angebote für Frauen mit eigener Methodik http://de.wikipedia.org/wiki/Methodik und Didaktik http://de.wikipedia.org/wiki/Didaktik .

Träger der Erwachsenenbildung sind Volkshochschulen, kirchliche Träger wie z.B. katholisches und evangelisches Bildungswerk, sowie Bildungseinrichtungen der Gewerkschaften. Die Zielgruppe ist hier sehr umfassend und reicht von Hausfrauen, Berufsrückkehrerinnen bis hin zu Führungsfrauen, wobei entsprechende Programme vermuten lassen, dass sich die Angebote hauptsächlich an Nichtakademikerinnen richten.

Es gibt aktuell lediglich eine geringe Anzahl von Bildungswerken, die sich ausschliesslich an Frauen richten. Einige davon sind wiederum der feministischen-lesbischen Szene zuzuordnen.


Zum aktuellen Stand:

Anfang der 1990er Jahre sind erstmals Förderprogramme durch Bundesländer, aber auch durch die Europäische Union http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Union aufgelegt beziehungsweise finanziert worden. Die Gelder der Europäischen Union werden über den sog. Europäischen Sozialfonds http://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ischer_Sozialfonds zur Verfügung gestellt.

Weiterhin verteilt beziehungsweise zur Verfügung gestellt - auch über den jeweiligen Haushaltsetat - werden die Gelder wiederum über die jeweils zuständigen Bundesministerien für Bildung und Forschung http://www.bmbf.de/ sowie für Familie, Senioren, Frauen und Jugend http://www.bmfsfj.de/ . Die jeweiligen Initiativen sind dort abrufbar.

Rückgreifend auf Erkenntnisse der geschlechtersensiblen Pädagogik http://de.wikipedia.org/wiki/Geschlechtssensible_P%C3%A4dagogik sowie der relativ jungen und umstrittenen Disziplin gender-studies http://de.wikipedia.org/wiki/Gender_Studies bemüht man sich mittlerweile auf Ebene der politisch Verantwortlichen sehr intensiv und umfangreich, die gewünschte Gleichstellung am Arbeitsmarkt zu erreichen.


Kritik:

Verbesserte Ausbildung und Weiterbildung hat bisher nicht zu einer wesentlichen Veränderung der Verteilung der Einkommen sowie der Verteilung von Führungspositionen geführt.

Aufgrund dieser Erkenntnis bemühen sich mittlerweile unterschiedliche Parteien, Quotenregelungen als verbindlich in der Privatwirtschaft einzuführen.

Zumindest aktuell muss das Fazit gezogen werden, dass die bisherigen Massnahmen nicht zum gewünschten Ergebnis geführt haben..

Einem Oppositionsantrag von Bündnis90/DieGrünen aus dem Jahr 2008 ist wie folgt zu entnehmen:

"Die bestehenden Gesetze führen nicht dazu, dass sich der Entgeltunterschied zwischen Frauen und Männern verringert. Auch andere Massnahmen wie die freiwillige Vereinbarung zwischen Bundesregierung und Arbeitnehmerverbänden oder der Girl's Day, der das Berufswahlspektrum von Mädchen erweitern soll, haben keine Veränderungen gebracht. Das gleiche gilt für das von der Bundesregierung geförderte Internetporttal www.frauenmachenkarriere.de oder die ebenfalls aus Bundesmitteln geförderte Etablierung der bundesweiten Gründerinnenagentur (bga)."

Daraus ergibt sich auch die Fragestellung, ob die zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel http://wikimannia.org/index.php?title=Kosten_der_Frauenf%C3%B6rderung effektiv eingesetzt wurden bzw. werden.

Durch die geschlechterpolitische Initiative MANNdat e.V. wurde im Jahr 2006 ausgearbeitet und kritisiert, dass unter der Bezeichnung "gender mainstreaming" fast ausschliesslich Programme für Mädchen und Frauen aufgelegt werden, während z.B. Jungen bei der Bildungsförderung vernachlässigt werden, obwohl Mädchen mittlerweile bessere Schulleistungen aufweisen.


Quellen:

--Gtom 15:36, 14. Mai 2009 (UTC)


Hallo Gtom,
ich glaube, mit dir hat die Wikimannia ein neues Düsentriebwerk bekommen :)
Herzlich Willkommen!
Und: Respekt vor deiner Arbeit!
--Mars 23:29, 17. Mai 2009 (UTC)


Hallo Mars,
danke für die Begrüssung und das Kompliment.
Ist natürlich etwas Neuland - danke für die anfängl. Unterstützung und bereitgestellte Infoseiten - Hab zwar noch nicht alle tricks und kniffs raus, aber das wird schon.
Auf den Geschmack gekommen.
--Gtom 09:08, 21. Mai 2009 (UTC)


Hallo Mars,
dem möchte ich mich nicht nur anschließen, sondern auch Deine Arbeit loben.
Hallo Tom,
wirklich tolle Arbeit, die Du leistest. Von Euereins bräuchten wir viel mehr.
Desweiteren muss man auch Eviathan loben, der eine wirklich gute Arbeit zum Beitrag "Orden von der weißen Feder" hingelegt hat.
Und dann gehört natürlich noch Rainer zu den lobenswerten Männern dieser Runde.
Tja...ohne Euch würde WikiMANNia wohl verkommen.
Letztens meinte jemand zu mir per Mail, WkiMANNia wäre wohl gestorben, klar wenn man nur palavert, statt aktiv zu werden.
So, das war mein Wort zum Vatertag in diesem Forum, immerhin trifft es ja 2 von Euch :-))
Liebe Grüße und einen schönen Tag - Christine
--Christine 10:37, 21. Mai 2009 (UTC)
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