Systemagent

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Systemagent bezeichnet ein Individuum oder ein Gremium, welches sich in wichtigen systemtypischen Interaktionen unkritisch in den Dienst eines sozialen Systems stellt. Die Systemagenten werden niemals, wenn sie das System exekutieren, sich auch nur im geringsten um moralische Normen kümmern. Sie fordern Menschen zum systemkonformen Verhalten auf, über die das System Herrschaft ausübt.

Systemagenten haben die Strukturen eines oder mehrerer Systeme in der Regel introjisiert und sich damit psychisch so zu eigen gemacht, dass sie ihre Fremdsteuerung kaum mehr bemerken. Ihre individuellen Interessen, Orientierungen, Bedürfnisse, Emotionen stellen sie in den Dienst der kollektivierten Lebenswelt, so dass sie gleichsam "ein Leben aus zweiter Hand" leben, ohne das wahrzunehmen.

Besondere Aufmerksamkeit verdient die "versteckte Heteronomie", die sich ausbildet, wenn sich Strukturen von Institutionen im Innen der Vernunft einnisten. Sie bestimmen dann im Systeminteresse, was vernünftig ist und was nicht.[1]

Inhaltsverzeichnis

Literatur

Einzelnachweise

  1. Wörterbuch Redlichkeit für Führungskräfte (N-T), abgelesen am 1. August 2011
  2. Online auf Scripd.com: Die Macht der Moral

Siehe auch

Weblinks

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