Harry Wörz
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Harry Wörz (* 1966) wurde im Januar 1998 wegen versuchten Totschlags an seiner damaligen Ehefrau, nach einem reinen Indizienprozess im Schwurgericht Karlsruhe, zu 11 Jahren Haft verurteilt.
Der Fall wurde nie ganz geklärt, aber das Mannheimer Landgericht kam beim Wiederaufnahmeverfahren zu der Überzeugung, dass es wahrscheinlich sei, dass der damalige Geliebte der Frau der Täter sei. Das führte zu einem Freispruch am 22. Oktober 2009. Erst am 15. Dezember 2010 hat der BGH den Freispruch endgültig bestätigt.
Es gibt in diesem Fall drei Opfer:
- Andrea, Harrys Frau, die seither ein Pflegefall ist und nicht reden und sich nicht mitteilen kann.
- Kai, Harrys Sohn, der bei Andrea's Eltern aufwächst, mittlerweile 14 Jahre alt ist, und seinen Vater seit Dezember 2004 nicht gesehen hat.
- Harry, der über 4 Jahre in Haft war und nicht miterleben kann, wie sein Sohn heranwächst.
Siehe auch
Weblinks
- Fall Harry Wörz
- Wikipedia: Harry Wörz
- Justizopfer: Harry Wörz bekommt 41.900 Euro Haftentschädigung, Badische Zeitung am 19. Januar 2012 (Er war 1676 Tage im Gefängnis.)
- FemokratieBlog: Der Justizirrtum an Harry Wörz wird verfilmt, 11. November 2011
-
Endgültiger Freispruch für Harry Wörz - Brisant (ARD) (16. Dezember 2010) (Länge: 4:00 Min.)
- Gisela Friedrichsen: Freispruch für Harry Wörz: Lebenslänglich Justizopfer, Spiegel am 15. Dezember 2010
-
"Polizei- und Justizskandal um Harry Wörz Thema bei Markus Lanz", Teil 1, 2 - Markus Lanz (ZDF) (28. Oktober 2009)
- Leben unter Verdacht. Der Fall Harry Wörz., Ein Film von Gunther Scholz, SWR Fernsehen am 20.12.2010 um 23.30 Uhr
- Dokumentation über Harry Wörz: Leben unter Verdacht, Interview mit dem Regisseur Gunther Scholz, SWR am 25. Juni 2010
- Dokumentarfilm am Montag: Leben unter Verdacht - der Fall Harry Wörz, Ein Film von Gunther Scholz, SWR Fernsehen am 20.12.2010 um 23.30 Uhr
