Wikipedia
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Wikipedia ist ein öffentlich zugängliches Medium mit großer Reichweite. Wegen dem großen Bekanntheitsgrad und der Popularität setzt sich dieser Artikel kritisch mit diesem Medium auseinander. Diese Auseinandersetzung ist notwendig, weil einerseits die Wikipedia ob ihrer Größe und Popularität Standards setzt und andererseits die Frage nach der Legitimierung von alternativen Wikis wie WikiMANNia eine Antwort verlangt.
Inhaltsverzeichnis |
Wesen
Wikipedia ist eine im Januar 2001 gegründete freie Online-Enzyklopädie, deren Artikel zu einem großen Teil von anonymen - bzw. unter Pseudonym schreibenden - Autoren erstellt und gepflegt werden. Der Name Wikipedia ist ein Kofferwort, das sich aus "Wiki" (hawaiisch für "schnell") und "Encyclopedia" (dem englischen Wort für Enzyklopädie) zusammensetzt. Die englischsprachige Wikipedia ist mit weit über drei Millionen Artikel die größte Sprachversion, gefolgt von der deutschsprachigen Wikipedia mit über einer Million Artikel.
Die Wikipedia stellt Text, Bilder und andere Medien zur Verfügung, die frei von Nutzerrechten sind. Sie können also überall frei verwendet werden.
Anspruch und Wirklichkeit
| Anspruch | Wirklichkeit | |
|---|---|---|
| Neutraler Standpunkt | Ein wichtiger Leitgedanke der Wikipedia besagt, dass Artikel von einem neutralen, möglichst wertungsfreien, Standpunkt aus formuliert werden sollen. Im Zweifel gilt als neutraler Standpunkt die Mehrheitsmeinung. | Da der Standpunkt der Mehrheit als neutral gilt, wird diesem die größte Aufmerksamkeit gewidmet. Sichtweisen von Minderheiten werden zumeist aus Gründen der Übersichtlichkeit eines Artikels weggelassen. Die Wikipedia hat nicht den Anspruch, die Plausibilität von Argumentationen nachzuprüfen. In der Praxis muss sich der Autor zudem u.U. auf die subjektiven Überzeugungen eines WP-Administrators einlassen, denn dieser besitzt mehr Macht als der Autor. Auf diese Weise wird kein neutraler Standpunkt erreicht, sondern eine Normierung auf die Positionen des WP-Admins. |
| Sekundärquellen | Ein weiterer Leitgedanke besagt, dass keine eigenen Gedanken, Meinungen und Theoriegebäude in die Wikipedia einfließen sollen. Für die Inhalte sollen deshalb ausschließlich Sekundärquellen als Wissensquelle genutzt werden. | Da Wikipedia nur Sekundärquellen auswertet, gibt es innerhalb der Wikipedia, überspitzt formuliert, ein Denkverbot. Ein Gedanke oder eine Schlussfolgerung darf in Wikipedia erst formuliert werden, wenn sie in einer anderen Quelle bereits formuliert wurde. |
| Respektvoller Umgang | Weil Wikipedia den Anspruch hat, neutral zu sein, wird stets ein respektvoller Umgang verlangt. "Intelligente Leute arbeiten nicht freiwillig in einer Atmosphäre von Missachtung und Beschimpfungen." [1] | Der Anspruch des respektvollen Umganges kann dadurch missbraucht werden, dass er als Argumentationshilfe zur Eliminierung kritischer Meinungen dient. |
| Nichtkommerzielle Inhalte | Wikipedia tritt mit dem Anspruch an, freie Inhalte ohne kommerzielle Interessen anzubieten. | "Wikipedia ent-tarnt - als geniale Erfindung von Jimmy Wales, um langfristig kostenlosen Inhalt für seine kommerziellen Seiten zu generieren und Kunden zu gewinnen - das auch noch staatlich subventioniert. Wie Lenin hat er erkannt, wie man 'nützliche Idioten' gewinnt - und hält." [2] |
Heimliches Leitmedium
Aufgrund der großen Reichweite und Bekanntheit bezeichnete die für die von Jan Philipp Reemtsma ins Leben gerufene Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur tätige Historikerin Maren Lorenz Wikipedia im Jahr 2007 als heimliches Leitmedium.[3][4]
Zitat: «Wikipedia beruht auf dem, was ich das eingebildete Orakel nenne: Man verdrängt das Wissen über die menschliche Autorschaft eines Textes, um dem Text eine übermenschliche Wertigkeit zuzusprechen. Traditionelle heilige Schriften funktionieren auf genau die gleiche Weise und werfen viele der gleichen Probleme auf. [...] Die ermüdende Behauptung der offiziellen digitalen Lehre lautet, dass Gruppen von Leuten, die umsonst arbeiten, manche Dinge besser können als altmodische Experten, die bezahlt werden. Wikipedia gilt als das Paradebeispiel.» - Jaron Lanier[5]
Internet-Pionier Jaron Lanier warnt:
- "Die weltweite Vernetzung von Intelligenz produziert nicht Über-Intelligenz, sondern Banalität." [5]
Systeme wie Wikipedia, die er dem Konzept der Schwarmintelligenz zuordnet, fänden oder verbreiteten keine Wahrheiten, sondern nur die Durchschnittsmeinung einer anonymen Masse. Die Darstellung von Wissen erfordere dagegen persönliche Kompetenz und Verantwortlichkeit.
- "Die deutsche Wikipedia ist mehr politisch korrekter Abladeplatz für Ideologiemüll der Sozialismen der letzten 50 Jahre als sachlich informierendes Lexikon." [6]
Unterwanderung
Feminismus-Lobby
- Kritik von Schwarze Feder in Wikipedia am Artikel Maskulismus.[7]
Gender-Lobby
Vertreter des Genderismus haben in der Wikipedia ein Paralleluniversum mit Begriffen aus der Gender-Ideologie geschaffen. Da die Pseudowissenschaft Gender Studies von der Regierung an den Universitäten mit immensen Geldmitteln gefördert wird, ist inzwischen eine große Zahl von pseudowissenschaftlichen Werken entstanden, die in der Wikipedia fleißig zitiert werden. Die Kritik am Genderismus findet nicht oder nur am Rande statt.
Schwulen- und Lesben-Lobby
Schwule und Lesben breiten in der Wikipedia ihren Anspruch einer Leitkultur aus. Jeder Artikel mit Bezug auf Menschen, Frau, Mann oder Familie und Ehe wird "erobert" und mit homosexuellen Sichtweisen "angereichert". Die klassische Familie und die normale Ehe werden damit zum "Sonderfall" einer "genderkonformen" Lebensgemeinschaft, die aus einer beliebigen Kombination aus Normal-Frau, Normal-Mann, lesbische Frau, schwuler Mann, bisexuelle Frau, bisexueller Mann, transsexuelle Frau, transsexueller Mann gebildet wird.
Klima- und Treibhaus-Lobby
William Connolley ist einer der privilegierten Wikipedia-Administratoren in der Wikipedia. Neben Al Gore ist er vielleicht die einflussreichste Person der Welt in der Treibhauseffektdebatte. Connolley arbeitete einst als Klimamodellierer und seine Meinung zählte bei Wikipedia sehr viel. Dann kam heraus, dass er alle Artikel im Bereich Klima einseitig manipuliert hat. Dabei geht es um die These, es gäbe eine globale Erwärmung, die schlecht für die Erde und vom Menschen verursacht sei.
Connolley war ein großer Wurf für Wikipedia: ein Administrator mit außergewöhnlicher redaktioneller Schlagkraft. Diese Schlagkraft benutzt er bisher dazu, den AGW-Konsens widersprechende Wissenschaftler und Kritiker zu demontieren. Nun ist ein besonders schwerwiegender Fall eines manipulierten Meinungskrieges offenbar geworden: Mittels einer breit angelegten Kampagne wurden, nicht nur im Online-Lexikon, ausgewählte meteorologische Fakten dazu benutzt, der Bevölkerung eine bevorstehende Klimakatastrophe zu suggerieren.
Connolley filterte jahrelang Informationen aus Wikipedia-Artikeln, die der Theorie der vom Mensch gemachten Klimaerwärmung widersprechen könnten. Darüberhinaus editierte er auch die Biographien von Forschern, die anderer Meinung waren, um deren Glaubwürdigkeit zu mindern. So wurde Wikipedia zu einer verlässlichen Hauptquelle für die Klimahetze.[8]
Gleichheitsideologen
Der innere Zirkel der Autoren und Administratoren der deutschsprachigen Wikipedia funktioniert wie ein geschlossener Jakobinischer Klub. Man setzt sich über jede selbstgesetzte und eigentlich verbindliche Regel hinweg, wenn es einen Verfasser betrifft, der gegen die gemeinsame Linie der Gleichheitsideologie verstößt.[9]
Arbeitsklima
Endlosdebatten und Regelungswut frustrieren Neulinge. Die Zeiten von Nachsicht und Milde sind, wie es scheint, vorbei. Ein harter Kern von Aktivisten zeigt sich zunehmend unduldsam - nicht nur gegen die Unzahl der Vandalen und Schmierer, sondern auch gegen das unbeholfene Volk, das einfach einträgt, wofür es sich interessiert. Kein Wunder, wenn die Leute allmählich die Lust verlieren. Das Klima in der Wikipedia wird feindseliger, viele Leute fühlen sich zunehmend ausgebrannt, wenn sie über den Inhalt bestimmter Artikel wieder und wieder diskutieren müssen. Vor allem die endlosen Debatten um Löschungen können den stärksten Optimisten zerrütten. Aktive klagen, sie kämen vor lauter Wartungsarbeit kaum mehr zum Schreiben.[10]
Einzelnachweise
- ↑ Jimmy Wales im Interview mit SPIEGEL ONLINE vom 7. Januar 2005
- ↑ Michel Voss: Schlußsatz zu meiner beendeten Mitarbeit bei Wikipedia, 30. Oktober 2010 um 15:18 Uhr
- ↑ Jurablogs: Historikerin Lorenz: Wikipedia ist ein heimliches Leitmedium, Deutschlandradio Kultur am 11. Mai 2007
- ↑ Maren Lorenz: "Wikipedia. Zum Verhältnis von Struktur und Wirkungsmacht eines heimlichen Leitmediums", in: Werkstatt Geschichte, 2006, 43, S. 84-95
- ↑ 5,0 5,1 Jaron Lanier: Netzkultur: Warum die Zukunft uns noch braucht, FAZ am 17. Januar 2010
- ↑ WGvdL-Forum: Roslin am 26. Dezember 2011 - 15:32 Uhr
- ↑ Wikipedia: Kommentar von Schwarze Feder in der Löschdiskussion zum Artikel Maskulismus, 31. Dezember 2008;
dazu: Ursprungskritik am Wikipedia Beitrag, Zirkel des Perseus - ↑ Andreas Unterbergers Tagebuch: Wikipedia: Die Meinungsmanipulatoren, 4. November 2010;
Readers Edition: Atom- und Klimakrieg bei Google und Wikipedia, 16. November 2009, Klimawandel-Manipulationen auf Wikipedia aufgeflogen, 27. Oktober 2010 - ↑ Knol: Der Totalitätsanspruch der Gleichheitsideologie in der Wikipedia: Der exemplarische Fall Andreas Kemper alias Schwarze Feder, Volkmar Weiss am 22. Mai 2009 (Zuletzt bearbeitet: 5. März 2011, 10:01 Uhr)
- ↑ Zukunft von Wikipedia: Lustverlust in der Lexikon-Maschine, Spiegel am 1. Dezember 2009
Siehe auch
Weblinks
- Wikipedia über sich
- Wissen ist Macht: Ein Klassenkämpfer plustert im Online-Lexikon sein Gefieder auf - Der Fall Schwarze Feder, Junge Freiheit am 12. Juni 2009
- Genderama: Wikipedia immer durchgeknallter, 18. Januar 2006, "Maskulinisten" in der Wikipedia?, 19. Mai 2008, Wikipedia: Löschantrag für Stichwort "Maskulismus" gestellt, 28. Dezember 2008, Wikipedia bleibt problematisch, 20. Januar 2009, Wikipedia: Wer steckt hinter "schwarze feder"?, 14. Juni 2009
- Maren Lorenz: Historikerin Lorenz: Wikipedia ist ein heimliches Leitmedium, Deutschlandradio am 11. Mai 2007
- Wikipedia-Linke manipulieren die Fakten, BIW-Blog am 2. Dezember 2011
- Wikipedia: Lexikon sucht Frau – und einfacheren Zugang für Autoren, Heise am 22. November 2011 (Sue Gardner: "Das Projekt ist ein Männerverein" und "Wikipedia soll weiblicher werden". Wichtige Erkenntnis: "Forschungsergebnisse zeigen, dass Männer sich auch ohne besondere Einladung engagieren. Frauen tendieren dazu, dass sie eingeladen werden wollen.")
englisch
- Conservapedia führt einen Artikel über Wikipedia
- Conservapedia führt einen Artikel über Examples of Bias in Wikipedia
