Arne Hoffmann

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Arne Hoffmann (* 1969 in Wiesbaden) ist ein deutscher Medienwissenschaftler, Journalist und Buchautor aus Heidenrod.

Arne Hoffmann ist Mitbegründer des Agens e.V.

Inhaltsverzeichnis

Leben und publizistisches Werk

Hoffmann studierte Literatur- und Medienwissenschaften und erlangte 1996 sein Examen mit einer Arbeit über die Politische Korrektheit in Deutschland. Das darin behandelte Problem, wie man Diffamierungen von Einzelnen oder Gruppen verhindert, ohne eine Sprachzensur einzuführen, findet sich bis heute in Hoffmanns Texten.

2001 veröffentlichte Hoffmann sein Buch Sind Frauen bessere Menschen?, dem im Jahr 2007 das Buch Männerbeben zum selben Thema folgte. In diesen Werken und seinem Blog Genderama weist Hoffmann auf die gesellschaftliche Benachteiligung von Männern und einen männerfeindlichen Zeitgeist hin. Mit seinem journalistischen Schaffen und seiner politischen Unterstützung von Gruppen wie MANNdat wurde Hoffmann einer der bekanntesten Vertreter der Männerrechtsbewegung in Deutschland. Die Zeitschrift Focus berichtete über sein Engagement im Jahr 2003 mit einer Titelgeschichte[1] und griff diese Berichterstattung im Jahr 2008 wieder auf.[2]

Auch andere Buchveröffentlichungen Hoffmanns zeichnen sich durch einen männerfreundlichen Grundton aus. So widmet sich sein Ratgeber Nummer Sicher als erstes deutsches Buch ausführlich auch Männern als Opfer von sexueller Gewalt. In seinem Buch Unberührt brachte Hoffmann das Problem von Menschen ohne sexuelle und Partnerschafts-Erfahrung erstmals einer großen Öffentlichkeit nahe.[3] Sein Buch Rettet unsere Söhne behandelt die sogenannte Jungenkrise in unserer Gesellschaft. Arne Hoffmann wirkt neben Professor Gerhard Amendt, Professor Klaus Hurrelmann und anderen Autoren auch an dem Fachbuch Befreiungsbewegung für Männer mit.

In Publikationen wie dem liberalen Politik-Magazin Novo und der Psychologen-Fachzeitschrift Psychoscope veröffentlichte Hoffmann Artikel, in denen er sich unter anderem mit Themen wie häuslicher Gewalt gegen Männer und sexuellem Missbrauch durch Frauen beschäftigte.

Hoffmann veröffentlichte auch mehrere erotische Erzählungen sowie Ratgeber zu verschiedenen Bereichen der Sexualität, die bei Droemer Knaur, Marterpfahl und anderen Verlagen erschienen sind.

In den medienwissenschaftlichen Analysen Warum Hohmann geht und Friedman bleibt. Antisemitismusdebatten in Deutschland von Möllemann bis Walser sowie Der Fall Eva Herman untersucht Hoffmann, inwiefern Journalisten den Vorwurf einer Nähe zu rechtsradikalem Denken benutzen, um Personen des öffentlichen Lebens zu demontieren und die Meinungsfreiheit auszuhebeln. Er deutet diesen Mechanismus als Skandalisierung nach einem von dem Noelle-Neumann-Schüler Hans Mathias Kepplinger skizzierten Ablaufschema. Zu solchen öffentlichen Vorverurteilungen äußerte sich Hoffmann auch in der Wochenzeitung Junge Freiheit.[4]

Hoffmann positioniert sich selbst als linksliberal.[5] Er ist Redaktionsmitglied des libertären Magazins eigentümlich frei, wo er männerfeindliche Texte und Gesetze ebenso wie fremdenfeindliche Vorurteile kritisiert.[6][7] Als Autor der Zeitschrift Die Brücke [8][9] sowie in Blogeinträgen, Artikeln und Interviews kritisiert Hoffmann "islamophobe" Äußerungen, die er als ebenso bedenklich wie antisemitische Ressentiments bezeichnet.[10]

Nach fünf Jahren intensiver, kontinuierlicher Aufklärungs- und Informationsarbeit stellte Arne Hoffmann im September 2009 unter dem Motto "Wenn es am schönsten ist, soll man aufhören" seinen Newsblog Genderama mit der Begründung ein, dass die zeitlichen Anforderungen seiner beruflichen Tätigkeit als Autor stark gewachsen seien.

Im März 2012 reaktivierte er seinen Blog, diesmal mit dem Untertitel "Genderama ist das Blog des linken Flügels der Männerbewegung"[11] und veröffentlich seitdem eine Serie an Interviews mit linken Männerrechtlern sowohl auf Genderama als auch einer neuen Plattform Cuncti.[12]

Zitate

Zitat: «Die aktuelle Männerbewegung steht vor der schwierigen Herausforderung, die Benachteiligung von Männern nicht nur zu bekämpfen, sondern überhaupt erst zum Thema zu machen.»[13]

Kritik

  • "Hoffmann lässt selten eine Gelegenheit aus, um zu betonen, dass es auch gemäßigte Feministinnen gäbe. Bei einer Ideologie, die seit knapp 50 Jahren direkt oder indirekt zur Zerstörung zahlloser (männlicher) Existenzen geführt hat und gegen die die Männerrechtsbewegung zurecht ankämpft, wird plötzlich zwischen guten und schlechten Vertreterinnen unterschieden. Dies erstaunt, denn der Feminismus ist auch in seinen 'gemäßigteren' Formen nicht selten von einer triefenden Verachtung oder zumindest Gleichgültigkeit gegenüber Männern geprägt - analog zu dem, was Hoffmann die ganze Zeit der Islamkritik in Form von Menschenfeindlichkeit vorwirft.
    Diese Art von Differenziertheit lässt Hoffmann allerdings bei 'Rechtspopulisten' und Islamkritikern nicht gelten - die sind alle aus Prinzip schlecht und müssten in ihrer Meinungsfreiheit eingeschränkt werden (er strebt dabei einen zynischen 'Mittelweg' zwischen Zensur (!) und medialer Aufmerksamkeit an, selbstverständlich genau von ihm festgelegt ...). Seiner Meinung nach kann es keine gemäßigten, friedlichen und somit unschuldigen Islamkritiker geben - sonst würde er nicht alle von ihnen jetzt in der Verantwortung sehen und ihnen eine Mitschuld am Breivik-Massaker andichten:"
    [14]
    "Dann übernehmt jetzt gefälligst auch die Verantwortung für die Konsequenzen eurer Hetze – statt euch zu allem Übel auch noch als arme, missverstandene Opfer zu inszenieren." [15]

Drei Widersprüche Hoffmanns:

  1. "Hoffmann sympathisiert mit Moslems, kritisert Rechtsextreme und übersieht dabei, dass Moslems in Deutschland die Nummer Eins Quelle für Antisemitismus sind (hat sogar Cem Özdemir von den Grünen zugegeben) (generell interessieren ihn muslimische Übergriffe auf Juden wie z. B. im schwedischen Malmö oder jetzt in Toulouse nicht die Bohne - würde es ihm wirklich um die Bekämpfung von Antisemitismus gehen, würde er auch dagegen schreiben und nicht nur, wenn man es unbequemen Andersdenkenden in die Schuhe schieben kann)."
  2. "Hoffmann ist bei der totalitären, menschenverachtenden Ideologie des Feminismus gerne bereit, zwischen gemäßigten und radikalen Feministen zu unterscheiden, während es für ihn im politisch rechten Spektrum keine gemäßigten Rechte geben kann (siehe dazu auch den treffenden Kommentar von Michael Klein)."
  3. "Während Hoffmann die feministische Deutungsmacht in den Medien beklagt und in der Hinsicht einer regelrechten Zensur von Männerrechtsthemen jahrelang kritisiert hat, möchte er nun plötzlich in der Männerrechtsbewegung Leute mundtot machen und ihnen den Mund verbieten (offenbar ist Zensur nur dann schlecht, wenn es einen gerade nicht nützt)." [16]

Werke (Auswahl)

Bücher
Artikel
Interviews
Rezensionen

Einzelnachweise

  1. FOCUS-Titelgeschichte über Arne Hoffmann aus dem Jahr 2003
  2. FOCUS-Artikel über Arne Hoffmann und andere Männerrechtler aus dem Jahr 2008
  3. Spiegel-Online-Artikel zu Arne Hoffmanns Forschung über Menschen ohne Beziehungserfahrung (Link Broken)
  4. Arne Hoffmann im Interview mit der "Jungen Freiheit", 28. April 2006
  5. Der Fall Eva Herman. Hexenjagd in den Medien., Lichtschlag 2007, S. 6
  6. Arne Hoffmann kritisiert bei "eigentümlich frei" Vorurteile und Ressentiments gegen Muslime, 6. September 2007
  7. Hoffmann veröffentlicht bei eigentümlich frei eine Parodie auf fremdenfeindliche Rhetorik, in der er auch radikale Christen kritisiert, 30. August 2008
  8. "Die Brücke - Forum für antirassistische Politik und Kultur" führt Arne Hoffmann im Inhaltsverzeichnis auf.
  9. "Die Brücke - Forum für antirassistische Politik und Kultur" führt Arne Hoffmann erneut im Inhaltsverzeichnis auf.
  10. Arne Hoffmann im Interview mit dem orientalischen Onlinemagazin KISMET
  11. Warum ich wieder blogge, 11. März 2012
  12. cuncti.net - Leitbild
  13. FOCUS-Titelthema Männerdiskriminierung, 7. April 2003
  14. Die Söhne von Perseus: Die Osloer Katastrophe als Schmiermittel für die politisch korrekte Verleumdungsmaschinerie, 3. August 2011
  15. Arne Hoffmann: Irrlichter und kluge Köpfe: Die Debatte über das Massaker geht weiter, 27. Juli 2011
  16. WGvdL-Forum: Wie gewünscht: 3 Widersprüche Hoffmanns, Manifold am 22. März 2012 - 16:19 Uhr

Siehe auch

Weblinks

Persönliche Werkzeuge