Feminismuskritik

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Der Artikel Feminismuskritik soll die wichtigsten Kritikpunkte am Feminismus beschreiben und Material zur Feminismuskritik zusammentragen.

Zitat: «Der Feminismus führt eine neurotische Sündenbockkampagne, die zu einer latenten Hasssituation zwischen den Geschlechtern führt.»

Inhaltsverzeichnis

Probleme der Feminismuskritik

Feminismuskritikern wird gerne die Befähigung für eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Feminismus abgesprochen. Das wird gerne mit der Vielschichtigkeit der verschiedenen feministischen Strömungen begründet, die sich einander in ihren Argumentationssträngen widersprächen. Jedwede Kritik wird so zu einer unzulässigen Verallgemeinerung abgestempelt.[1] Das ist eine sehr wirkungsvolle Strategie zur Immunisierung gegen Kritik.

Wie in Ländern, in denen nicht zwischen Religion und Politik getrennt wird und somit die Politik nicht kritisiert werden kann, weil das sofort als Angriff auf die Religion gewertet würde, so wird in der westlichen Welt eine Kritik an der Politik abgewürgt, wenn damit das Ideal des Feminismus in Frage gestellt wird.[2]

Weil der Feminismus einem Glaubenssystem ähnelt, dessen Glaubensdogmen gegen Kritik immunisiert sind, ist eine faktenbasierte Kritik nicht ausreichend. Eine Widerlegung des Feminismus mit Fakten ist deshalb unmöglich, weil die feministische Überzeugungen "alle Frauen sind Opfer" und "alle Männer sind Täter" beziehungsweise "Frauen werden von Männern unterdrückt" nicht als Thesen gelten, die falsifizierbar wären, sondern als unumstößliche Axiome. Als evidentes Prinzip bedarf ein Axiom weder eines Beweises, noch ist es einem Beweis zugänglich. Somit ist Feminismus auch ein metaphysisches Problem.

Zitate

  • "Dem Feminismus ist es nicht gelungen, eine originelle Version von Weiblichkeit zu entwickeln und echte Lust an der neuen Freiheit auszuleben. Statt dessen klammert er wie eh und je am alten Feindbild vom bösen Mann. Fundamentalismus ist eine Haltung, die an unumstößliche Wahrheiten glaubt und alle die verfolgt, die diese vermeintlichen Wahrheiten in Frage stellen." - Katharina Rutschky, Marburger Express 1/1997
  • "Der Feminismus sieht überall nur Opfer. Das Opfer ist der große Held unserer Gesellschaft geworden." - Elisabeth Badinter[3]
  • "In seinem Kern verkörpert der Feminismus den Wunsch des Weibes, Männer zu kontrollieren." [4]
  • "Der Feminismus hat die ideologische Schlacht gewonnen. Er verfügt heute über eine beträchtliche moralische Macht und die Fähigkeit, Schuldgefühle zu erzeugen." - Elisabeth Badinter 2004[5]
  • "Diese systematische Viktimisierung hat natürlich auch ihre Vorteile. Zunächst einmal fühlt man sich sofort auf der richtigen Seite der Barrikade. Nicht nur, weil das Opfer immer recht hat, sondern auch, weil es im selben Maße Mitleid erweckt, wie der Täter gnadenlosen Hass auf sich zieht." - Elisabeth Badinter 2004[5]
  • "Die Benachteiligung der Frau ist nur noch ein Mythos. Gleichstellungsbüros und Frauenprotesttage dienen dazu, diesen aufrechtzuerhalten. Und das gelingt höchst erfolgreich." [5]
  • "Der Feminismus hat eine in sich geschlossene unangreifbare Argumentationsstruktur von Verschwörungstheorien."

Kritikpunkte

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Der Rechtsstaat wird zerlegt

Zitate
"Im Sozial- und Rechtsstaat ist das Familienrecht zum Auslöser und das Sozialhilferecht zum Zwischenfinanzierungsinstrument für Ehezerstörungen geworden." [6]
"Eine Regelung, durch die der Staat ein ehekonformes und ehewilliges Verhalten rechtlich stützen würde, gibt es nicht." [6]

Frauengewalt wird legitimiert

Frauenfreude über Frauengewalt

Die EMMA-Redaktion berichtete von dem terroristischen Überfall der "Roten Zora" auf den Kölner "Dr. Müllers"-Sexshop im Januar 1978, wobei ein Schaden von über 200.000 DM entstand und kommentierte dies mit: "Da überkommt mich ja klammheimliche Freude!"

Im Jahr 1994 rechtfertigte Alice Schwarzer die Gewalt einer Frau, die ihrem Ehemann im Schlaf den Penis abgeschnitten hatte, in der EMMA mit den Worten:

"Sie hat ihren Mann entwaffnet. [...] Eine hat es getan. Jetzt könnte es jede tun. Der Damm ist gebrochen, Gewalt ist für Frauen kein Tabu mehr. Es kann zurückgeschlagen werden. Oder gestochen. Amerikanische Hausfrauen denken beim Anblick eines Küchenmessers nicht mehr nur ans Petersilie-Hacken. [...] Es bleibt den Opfern gar nichts anderes übrig, als selbst zu handeln. Und da muss ja Frauenfreude aufkommen, wenn eine zurückschlägt. Endlich!" [7]

Berufswahl

Die Gleichstellung von Männern und Frauen in der Arbeitswelt ist seit langer Zeit ein Thema der Frauenpolitik. Dabei gilt das besondere Engagement dem Zugang von Frauen zu Männerberufen. Mit bundesweiten, jährlich stattfindenden "Girls' Day"-Programmen sollten Mädchen für klassische Männerberufe interessiert, für eine Ausbildung im technischen Bereich motiviert werden. Im Gegenzug sollen männlicher Schüler für Sozial-, Pflege- und Erziehungs-, aber auch für Dienstleistungsberufe geweckt werden. Eigenartig ist hierbei jedoch, dass dieselben Berufe, die man den Mädchen seit elf Jahren nicht mehr empfehlen möchte, weil sie schlecht bezahlt sind und zu geringe Karriereaussichten bieten, den Jungen jetzt nahe gelegt werden.[8]

Feminismus als Sekte

Nach feministischer Weltsicht, besteht die eine Hälfte der Menschheit aus potentiellen Vergewaltigern und die andere aus potentiellen Opfern. Die männliche Hälfte der Menschheit (Patriarchat) unterdrückt und benachteiligt ständig die andere Hälfte der Menschheit (das Kollektiv der Frauen). Dieses Bewusstsein ist in feministischen Zirkeln vorherrschend und duldet keinen Widerspruch. Zu den weitere Parallelen zu Sekten gehört auch der missionarische Eifer, also der Wille und die Tat, den eigenen Glauben in der Welt verbreiten zu wollen. Der Feminismus ist dabei ein wichtiges Exportgut der westlichen Welt geworden. Traditionell religiöse Sekten senden gerne die Botschaft "Du kommst in die Hölle, es sei denn Du reihst dich bei mir ein". Der Feminismus hat die Botschaft modifiziert. An den Mann gerichtet heißt sie nun: "Du bist ein Schwein, es sei denn, Du reihst dich bei uns [als Lila Pudel] ein", an die Frau: "Du bist unfrei und dumm, es sei denn, Du reihst dich bei uns [als Opfer] ein".[9]

Feminismus als Männerbenachteiligung

Auf die feministische Behauptung:

Zitat: «Der Feminismus möchte uns Männern nichts wegnehmen. [...] Ein umgesetzter Feminismus wäre eine Bereicherung für die gesamte Gesellschaft.»

die Antwort:

Zitat: «Schon mal in einem Scheidungs-, Sorgerechts- oder Umgangsgerichtsprozess verwickelt gewesen?
Richterin: Frau, Beisitzerin: Frau, Jugendamtsvertreterin: Frau, Rechtsanwälte: 2x Frau. Ergebnis: Nach 9 Jahren Ehe und nachweislich und anerkannt hälftiger Erziehung der Kinder darf ich die alle zwei Monate für sechs Stunden sehen. Grund: Die Kinder haben wenig Zeit, weil sie für's Gymnasium so viel lernen müssen.»
[10]
Zitat: «Feminismus ist eine totalitäre Ideologie, die 1. die Macht ergreifen will, 2. sodann sich selbst und ihre Helferindustrie mit Geld, Einfluss und Posten versorgen will und 3. dabei konsequent ihren Hass gegen Männer auslebt und entsprechend gegen sie vor geht.»[10]

Der Pakt mit den Homosexuellen

Der Feminismus ist ein strategisches Bündnis mit der Homo-Lobby geschlossen und hat die feministische Ideologie mit der Lesbenbewegung und Queer-Theorie verschmolzen und zum Genderismus weiterentwickelt. Schon in den 1970er Jahren war die lesbische Fraktion in der Frauenbewegung sehr stark, die Frauen gerne lebische Lebensweisen aufgenötigt hätte. Jetzt hat die Soziologin Eva Illouz Frauen ostentativ dazu aufgefordert, sich an Homosexuellen zu orientieren:

Zitat: «Den Frauen möchte ich sagen: Macht euren Kinderwunsch nicht abhängig vom Wunsch nach romantischer Liebe. Wenn ihr Kinder wollt, bekommt sie allein - oder in einer Gemeinschaft mit anderen Frauen, die ebenfalls Kinder wollen. Oder mit Männern, die Kinder wollen, aber nicht eure Partner sind. Es braucht keine traditionelle Familienstruktur, um Kindern aufzuziehen. Ich glaube wirklich, dass Homosexuelle in vielem die Avantgarde der Gesellschaftsentwicklung bilden, etwa bei der Frage der Trennung von Elternschaft und sexuell-romantischen Beziehungen.»[11]

Finanzierung

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Mythen des Feminismus

Fünf Mythen des Feminismus:

  1. Die Politik der Gleichberechtigung sei gescheitert
  2. Der Zugang von Frauen in die Universitäten und familienfreundliche Arbeitsplätze seien die Antwort
  3. Männer und Frauen hätten die gleiche Einstellung zu Karriere und Familie
  4. Familienfreundlichkeit mache Firmen profitabler
  5. Frauen hätten einen "sanfteren" Managerstil [12]
  6. Der Mythos vom "historischen Matriarchat" [13]

Zu den Mythen des Feminismus gehört die Überzeugung, dass Opfer ausschließlich Frauen seien und Gewalt ein männliches Prinzip sei. Die Gewaltfrage ist der Schlüssel zum Fortbestand feministischer Deutungshoheit.[14]

Feminismuskritiker

Hauptartikel: Frauen gegen Feminismus

Literatur

Einzelnachweise

  1. "Die hier verwendete antifeministische Ideologie beruht nicht auf einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Feminismus. Diese würde eine gewisse Kenntnis der feministischen Ideen und der verschiedenen, sich teilweise widersprechenden Argumentationsstränge im Feminismus voraussetzen. Auf dieser Basis könnte dann gezielte Kritik geübt werden. In der antifeministischen Männerrechtsbewegung fehlt jedoch eine sachliche und auch nur minimal kenntnisreiche Auseinandersetzung mit dem Feminismus und seiner historischen Entwicklung. Letztendlich basiert der Antifeminismus auf einer polarisierenden Verallgemeinerung, die den Feminismus im Ganzen als männerhassend, allmächtig und nur auf weibliche Vorteile bedacht darstellt.", zitiert aus Hinrich Rosenbrock: Die antifeministische Männerrechtsbewegung - Denkweisen, Netzwerke und Online-Mobilisierung, ISBN 3-86928-073-5, Januar 2012, Seite 154
  2. Bernhard Lassahn, in: Alle Griechen leben in Athen, der Feminismus hat immer Recht, 29. Juni 2011
  3. Die Weltwoche 13/04
  4. Original: "At its heart, feminism represents women's desire to control men." The Principles of Social Competence - Manhood Academy (S. 9)
  5. 5,0 5,1 5,2 zitiert in: Sieg der Frauen, Weltwoche 24/2011
  6. 6,0 6,1 Vom Rechtsstaat zum Faustrechts-Staat: Eine empirische Studie zur sozialethischen und ordnungspolitischen Bedeutung des Scheidungs-, Scheidungsfolgen- und Sorgerechts, Oder: Über die staatlich verursachte Paralyse von Rechtshandeln und Rechtsbewußtsein in der Bundesrepublik Deutschland, 1985
  7. EMMA Nr. 2/1994, S. 34f; gemeint ist die US-Amerikanerin Lorena Bobbitt
  8. Gleichstellungspolitik und Gender Mainstreaming, Gießener Zeitung am 8. April 2011
  9. Das "besondere Verbrechen". Tilt., Romans Roter Mann am 2. Juni 2011
  10. 10,0 10,1 Politik-Blog: achja? am 23. Mai 2011 um 07:48 Uhr
  11. "Macht euren Kinderwunsch nicht von Liebe abhängig!", Der Spiegel am 11. Oktober 2011, Teil 2
  12. Five feminist 'myths' from the gender equality debate, The Telegraph am 4. Januar 2011
  13. Wikipedia: The Myth of Matriarchal Prehistory
  14. Mythen des Feminismus, Freie Welt am 23. Mai 2011 (Warum der Feminismus tradierte Verhältnisse zementiert, statt sie aufzulösen)

Siehe auch

Weblinks

"Viele meinen, es gäbe heute keine Feministen mehr. Diese Bewegung sei ausgestorben. Hier irren sie. In den Amtsstuben, in der Wissenschaft sind sie auf dem Durchmarsch, regeln die Sprache, sorgen für Quoten und für gesetzlich geregelte Kinderversorgung. Sie treten nach außen sanfter auf, nennen ihre neue, verquaste Ideologie Gender Mainstreaming. Die Familie, so wie sie in den seelischen Strukturen angelegt ist, hat in der Ideologie der Feministen abzutreten.
Der Feminismus erntet die gestreute Saat: Kälte und Schuldgefühle sind in Kinderstuben und Restfamilien eingezogen. Weiblich- und Mütterlichkeit sind vielerorts verdorrt. Das Bild der Mutter und der Familie ist vernebelt, verschüttet, immer weniger existent unter jungen Leuten. Der feministische Geist, der weite Teile des öffentlichen Seins durchzogen hat, trägt schleichend zur Zerrüttung des Selbst und der Familie bei."
"Unter dem nebulösen Anglizismus 'Gender Mainstreaming' ist die ideologische Fortsetzung des Feminismus zu verstehen. Diese Ideologie propagiert, Frauen seien die besten Männer, die es je gab. Männer seien gute Mütter, alles nur eine Frage der Sozialisation. Was entsteht, sind massiv identitätsgestörte, junge Menschen. Von Familie und Kindern ist keine Rede (mehr). Sie haben einen Lebensabschnittspartner, einen Hund und eine Katze. Aber keine Kinder."
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2004
"Der neue Feminismus will nicht der alte sein, weil das Opferkleid schlecht zur konservativen Diskursmode passt."
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