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Männer wacht auf! Frauen, wacht auf! Eine tiefe Unversöhnlichkeit ist zwischen die Geschlechter gekommen. Der Feminismus ist der Feind der Liebe und der Feind der Familie. Er nimmt den Männern die Frauen und die Kinder weg. Er nimmt den Frauen die Welt weg, in der allein sie blühen können. Der Feminismus macht die Männer schlecht. Erst in der Sprache, dann in der Wirklichkeit - als ginge es auch ohne sie. Ist das gut? Nein! Feminismus ist Apartheid. Feminismus ist ein totalitärer Umbau der Normalität. Feminismus ist ein Krieg, der verleugnet wird. Wer an den Feminismus glaubt, wird unglücklich. Frauen dürfen abtreiben und sich scheiden lassen. Männer dürfen zahlen. Oder der Staat zahlt, den auch die Männer bezahlen. Was haben Frauen und Männer davon? Nichts! Der Mann wird einsam, und die Frau wird zur "Frau ohne Welt". Bernhard Lassahn beschreibt all das heiter, gelassen, traurig, amüsiert und scharfsinnig. Lassahn sagt: "Es gibt ein Leben nach dem Feminismus. Und dieses Leben beginnt mit der Liebe. Denn mit der Liebe beginnt die Zukunft."
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Frauenwahlrecht
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Dem Frauenwahlrecht ging ein langer (sogenannter) Kampf der Frauenbewegung voraus, der bereits im 18. Jahrhundert begann. Die erste Aktivistin für das Frauenwahlrecht in der Moderne war Olympe de Gouges, die im Laufe der französischen Revolution u. a. die "Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin" verfasste und später für ein Flugblatt als vermeintliche Royalistin geköpft wurde.
Im Gegensatz zum Männerwahlrecht wurde das Frauenwahlrecht nicht an eine allgemeine Wehrpflicht gekoppelt.[1]
Inhaltsverzeichnis |
Schweiz - Wahlrecht für Frauen ohne Pflichten
In der Schweiz dürfen Frauen erst seit 1971 wählen. Das Wahlrecht war dort an die Wehrpflicht gekoppelt. Erst nachdem die Verfassung geändert wurde, durften in der Schweiz auch Menschen wählen, denen keine Wehrpflicht auferlegt wird. (Ergebnis einer Volksentscheidung durch Männer!) Esther Vilar schreibt in "Der dressierte Mann", dass "man in einem bestimmten Kanton die Frauen über die Einführung des Frauenwahlrechts selbst abstimmen [ließ] - die Mehrheit entschied sich dagegen."
Offenbar stößt das (passive) Wahlrecht bei den Frauen nur auf begrenztes Interesse. Der Tagesanzeiger meldet: Von den 804 Kandidierenden sind 274 Frauen, was einem Anteil von 34,2 Prozent entspricht. Seit dem Höchststand 2003, als der Anteil 38 Prozent betrug, hat der Frauenanteil kontinuierlich abgenommen.[2]
Pastor Max Glage: "In einer Gemeinde des Waadtlandes ist die erste Bürgerin, die an der Wahlurne erschien, nur zögernd herangekommen. Eine andere soll so bewegt gewesen sein, daß sie ihre Wählerkarte zugleich mit dem Wahlzettel in die Urne fallen ließ. Eine dritte war so verlegen, daß sie abwechselnd rot und bleich wurde." [3]
Finnland
Als erstes europäisches Land gewährte Finnland mit seiner Landtagsordnung vom 1. Juni 1906 Frauen und Männern das Wahlrecht. Alle volljährigen Bürger, Männer wie Frauen, erhielten 1906 gleichermaßen das aktive und passive Wahlrecht. Das Land hatte vorher ein eingeschränktes Wahlrecht, das Vierstände-Zensuswahlrecht, das 90 Prozent der Bevölkerung - die große Mehrheit der Landarbeiter - benachteiligte. Der grundlegende Konflikt war dabei weniger der zwischen Männern und Frauen als vielmehr der zwischen der Oberschicht und der weitgehend rechtlosen, nichtselbständigen Landbevölkerung.
Entwicklung in Deutschland
1849 führte Friedrich Wilhelm IV. zur Wahl der zweiten Kammer des Preußischen Landtags, dem Abgeordnetenhaus, ein Dreiklassenwahlrecht ein, das bis 1918 in Kraft blieb. Es handelt sich dabei um eine spezielle Form des Zensuswahlrechts wobei der Name daher rührt, dass der Wähler ein nach Steuerleistung in drei Abteilungen ("Klassen") abgestuftes Stimmengewicht besaß.
1871 wurde dann mit der neuen Reichsverfassung ein Wahlrecht für den Reichstag (das gesamtdeutsche Parlament) eingeführt, wobei Militärangehörige und andere Gruppen ausgeschlossen blieben. Zu berücksichtigen ist auch, dass 1871 noch 34 Prozent der deutschen Gesamtbevölkerung jünger als 15 Jahre alt waren (1933 24 Prozent, Bundesrepublik 1980 18 Prozent).[4] Ein Wahlalter von mindestens 25 Jahren schloss also einen großen Prozentsatz der Bevölkerung aus. So kam es, dass 1871 nur 7,65 Millionen Einwohner, knapp zwanzig Prozent der Gesamtbevölkerung, wählen durften.
Am 12. November 1918 veröffentlichte in Deutschland der Rat der Volksbeauftragten einen Aufruf an das deutsche Volk, in dem diese im Zuge der Novemberrevolution an die Macht gekommene Reichsregierung "mit Gesetzeskraft" verkündete: "Alle Wahlen zu öffentlichen Körperschaften sind fortan nach dem gleichen, geheimen, direkten, allgemeinen Wahlrecht auf Grund des proportionalen Wahlsystem für alle mindestens 20 Jahre alten männlichen und weiblichen Personen zu vollziehen." [5] Kurz darauf wurde das Wahlrecht mit der Verordnung über die Wahlen zur verfassungsgebenden deutschen Nationalversammlung vom 30. November 1918 gesetzlich fixiert.[6]
Somit konnten Frauen und Männer in Deutschland bei der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung am 19. Januar 1919 erstmals auf nationaler Ebene ihr Wahlrecht nutzen.[7]
Das Wahlrecht für Frauen wurde nicht von DEN Frauen gegen DIE Männer erkämpft, sondern von DEN Männern für DIE Frauen. In BEIDEN Lagern gab es sehr viel mehr aktive Männer als Frauen, so dass das Frauenstimmrecht realiter von einer Mehrheit männlicher Politiker durchgesetzt wurde.
Frauen stritten zudem nicht geschlossen für ihr Stimmrecht, sondern sehr viele konservative Frauen lehnten das Frauenstimmrecht ab, fürchteten eine Vermännlichung der Frau, eine Beschädigung der Mutterrolle durch den Eintritt der Frau in die politische Kampfarena. Auch die unausgesprochene Gefahr, dass mit dem WahlRECHT auch die WehrPFLICHT drohe, dürfte einen Einfluss gehabt haben.
Nach der Einführung des Frauenstimmrechtes profitierten davon nicht, wie erhofft, die Linksparteien, sondern Frauen stimmten mehrheitlich für jenes Lager, dass sich am längsten gegen das Frauenstimmrecht gewehrt hatte, für das konservative.
Auch die NSDAP hatte ungewöhnlich viele weibliche Anhänger: 1930, bei den Wahlen, bei denen die NSDAP den Durchbruch schaffte, waren 44 % der NS-Wähler Frauen. Man weiß nicht, ob irgendeine deutsche Partei zu dieser Zeit einen höheren Frauenstimmanteil hatte, denn die Wahlbeteiligung der Frauen lag damals unter der der Männer. Fest steht jedenfalls, dass einer der Gründer der NSDAP-Vorläuferin DAP (sinngemäß) sagte dass "wir einen Anführer brauchen, der bei den Weibern ankommt"; dass Adolf Hitler selbst in "Mein Kampf" die Masse der Wähler, die er verführen wollte, mit "dem Weibe" verglich, "das einen starken Herrn braucht"; und dass Hitler zahlreiche weibliche Fans hatte, die sich danach sehnten, sein Kind auszutragen, und ihm massenweise Liebesbriefe schrieben, von denen einige noch in den Archiven erhalten sind.[8]
Großbritannien
In Großbritannien kam es über die Frage des Frauenwahlrechts zu einer Massenbewegung. Während die große Mehrheit gemäßigt eingestellt war, wurde eine kleine Minderheit radikal: Sie griffen Abgeordnete an, warfen Fensterscheiben ein und legten Brände. Auf ihre Verhaftung reagierte ein Teil mit Hungerstreik. Und im Jahr 1913 stürzte sich Emily Davison aus Protest vor das Pferd Georgs V. und starb wenige Tage später. Die radikalen Demonstrantinnen für das Frauenwahlrecht wurden Suffragetten genannt, was ursprünglich ein Schimpfwort war, aber später von den Feministinnen als Eigenbezeichnung angenommen wurde (ähnlich wie mit dem Wort "schwul" in der Schwulenbewegung).
Durch den kriegsbedingten Arbeitskräftemangel kam es sowohl in den USA als auch in Großbritannien zu einer stärkeren Verankerung der Frauen in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens, was letztlich auch zur allgemeinen Akzeptanz des Frauenwahlrechts führte. Mit der Umsetzung des Frauenwahlrechts in den USA in den Jahren 1919 und 1920 (19. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten) und in Großbritannien ab dem 2. Juli 1928 hat die Bewegung ihre Ziele erreicht.
Ein kleines Detail am Rande
- Obwohl Feministinnen (und nicht nur die radikalsten) das Frauenwahlrecht für die wichtigste Errungenschaft der Frauen in der Weltgeschichte ansehen würden, fand der Moderator der amerikanischen Comedy-Sendung "The Man Show" auf einem Campus heraus, dass viele Frauen bereitwillig für dessen Abschaffung unterschreiben würde. (Obwohl dies eher ein Beispiel für weibliches Unwissen ist.)
Zitat: «Männer mussten sich Rechtsstaatlichkeit und Wahlrecht mit Blut erkaufen, Frauen erhielten es praktisch geschenkt.» - Romans Roter Mann[9]
Einzelnachweise
- ↑ Die Söhne von Perseus: Weibliche Emanzipation abgeblasen, 7. August 2011
- ↑ 800 wollen Zürcher Nationalrat werden, Tagesanzeiger am 19. August 2011
- ↑ "Das Weib schweige in der Gemeinde!", Pastor Max Glage, Druckerei des Rauhen Hauses, Hamburg 1915, S. 43
- ↑ Peter Marschalck: Bevölkerungsgeschichte Deutschlands im 19. und 20. Jahrhundert, Frankfurt am Main 1984, S. 173.
- ↑ Aufruf des Rates der Volksbeauftragten an das deutsche Volk (dokumentarchiv.de)
- ↑ Verordnung über die Wahlen zur verfassunggebenden deutschen Nationalversammlung vom 30. November 1918 (dokumentarchiv.de)
- ↑ Wahlrechtslexikon von Wahlrecht.de zum Frauenwahlrecht
- ↑ Lexikon 88 - Meyers - Band 1 - Seite 1.377
- ↑ Rotz und Rechtsstaat, Romans Roter Mann am 19. Juli 2011 (broken)
Siehe auch
Weblinks
- 21. Rang ergab am 6.2.2012 die Google-Suche nach "Frauenwahlrecht" für diesen Artikel.
- Der lange Weg zum Frauenstimmrecht (Der Hinweis auf die Asymmetrie, das Fehlen der Waffenpflicht für Frauen, fehlt hier wieder!)
