Nadine Lantzsch
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Nadine Lantzsch 2009[1]
Nadine Lantzsch (* 10. August 1985 in Hoyerswerda) lebt und studiert derzeit in Berlin. Sie arbeitete drei Jahre lang für die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck und volontierte beim Tagesspiegel.
Seit 2010 schreibt sie für das feministische Gemeinschaftsblog "Mädchenmannschaft" und ist in verschiedenen emanzipatorischen Projekten aktiv. In ihren privaten Blog "Medienelite" schreibt sie "Notizen aus Alltag und Gesellschaft".[2]
Zitat: «Zwischen Leistungsdruck und Hedonismus groß geworden. Hat sich später für Hedonismus entschieden. Lebt seitdem mit Zigaretten und Tastatur für wundervolle Texte.»[3]
Zitat: «Immerhin kann man mich gut in die Opferecke stellen, zudem studiere ich bald den Opferstudiengang schlechthin (Gender). Ich habe außerdem kurze Haare, eine androgyne Attitüde, ziehe keine Röcke an und mag große Brüste nicht. Meine Freundin ist sehr viel hübscher als ich ...»[1]
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Zitate
Zitat: «Es geht darum [...] sich bewusst zu machen, dass beide Prinzipien (Rechtsstaatlichkeit und Unschuldsvermutung) in einer liberalen Gesellschaft, die formale Gleichheit für alle Individuen als Maxime setzt, soziale Ungleichheit und Machtverhältnisse nur unzureichend berücksichtigen können.
Wer Recht das Potenzial gesellschaftlicher Signalwirkungen abspricht und sich auf Rechtssprechung als letztgültigen Wahrheitsfinder verlässt, verhilft Machtverhältnissen zum Status Quo und imaginiert alle Individuen als Gleiche. Letztendlich kommt damit nicht nur bei den Rechtsgläubigen zum Ausdruck, dass die nachhaltige Bekämpfung von sexualisierter Gewalt und sexistischen Strukturen nicht erwünscht ist.»[4]
Zitat: «Die aktuellen Vergewaltigungsfälle werden medial begleitet von Geschlechterstereotypen und Verharmlosungen sexistischer Verhältnisse. Was ja am Ende [...] dazu führt, dass [beschuldigte Männer] trotz relativ eindeutiger Beweislage wohl am Ende freigesprochen werden. Begründet wird das dann gern mit dem Rechtsstaatlichkeitsprinzip, der Aufklärung und all dem Rotz, der von weißen europäischen Männern in mächtigen Positionen erfunden wurde, um ihren Besitzstand zu wahren und universale Menschenrechte für ihren eigenen Vorteil zu instrumentalisieren.»[5]
Zitat: «Frauen als Täterinnen und Unterstützerinnen eines patriarchal organisierten Gewaltsystems.»[6]
Einzelnachweise
- ↑ 1,0 1,1 Solokarpfen: Gesellschaft: Nervöse Zuckungen, 14. August 2009
- ↑ Nadine Lantzsch: Vita
- ↑ Solokarpfen: Nadine Lantzsch
- ↑ Vergewaltigung ist mit Objektivität nicht beizukommen, Nadine Lantzsch am 2. Juni 2011
- ↑ Medienelite: Temporär hassen und langfristig dagegen sein, Nadine Lantzsch am 6. Juli 2011
- ↑ Frauen als Täterinnen und die Kategorie Gender als Gewaltakt, Nadine Lantzsch am 30. September 2010
Weblinks
- Webpräsenz: Nadine Lantzsch
- Blog: Medienelite
- Gendercamp 2011: Wissen, Macht und geschützte Räume, 16. Mai 2011 (Gendercamp in Hüll, ein queerfeministisches Barcamp, das themen- und ergebnisoffen durchgeführt wird.)
- Mädchenmannschaft: Nadine
- Girls can blog: Portrait von Nadine Lantzsch auf englisch, 10 April 2010
Feministischer Diskurs zur Rechtsstaatlichkeit
- Vergewaltigung ist mit Objektivität nicht beizukommen, Nadine Lantzsch am 2. Juni 2011
- Medienelite: Temporär hassen und langfristig dagegen sein, Nadine Lantzsch am 6. Juli 2011
- LawBlog: Der Rotz, der unser Leben lebenswert macht, Udo Vetter am 12. Juli 2011
- Einige Gedanken zum Prinzip der Rechtsstaatlichkeit, Antje Schrupp am 15. Juli 2011
- Schwarzbarts BordLog: Gegenwartsunfähig, rechtsstaatsfeindlich: Der Feminismus hat fertig, Der Freitag am 16. Juli 2011
