Sexualität
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Mythos immer kontrollierte Erektion
Viele in unserer Gesellschaft, darunter sogar Männer, glauben fälschlicherweise, dass eine Erektion zwangsläufig immer mit sexuellen, lustvollen Wünschen, bzw. Phantasien zusammenhängen muss. Mit aus diesem Grund wird davon ausgegangen, dass eine Frau einen Mann nie zum Geschlechtsakt zwingen kann, erzwungener Sexualverkehr durch die Frau somit nicht stattfinden kann.
"Neben vor allem in der Pubertät mehrmals täglich auftretenden Spontanerektionen sind auch vereinzelt Erektionen in Angst- oder Stresssituationen belegt. Hinreichend dokumentiert sind mögliche Erektionen bei männlichen Opfern während eines sexuellen Missbrauchs." [1]
In Arne Hoffmanns "Sind Frauen bessere Menschen":
- Morgendliche Erektionen sind eine bekannte Art der "unwillkürlichen Erektion".
- "Gerade bei jüngeren Männern kommt es ab und an auch tagsüber zu unwillkürlichen Erektionen, ohne dass sie dabei ein bewusstes sexuelles Verlangen verspüren. Dieses Eigenleben des Penis führt mitunter zu ausgesprochen peinlichen Momenten. Zilbergeld beschreibt auch Erektionen während des konzentrierten Schulunterrichtes bzw. in Situationen, in denen Männern im Normalfall keinerlei sexuell gefärbte Gedanken durch den Kopf gehen. So sind auch in gewissen Angstsituationen Erektionen möglich." [2]
Männliche Sexualität - gesellschaftliche Darstellung
"Und wieso der Sex von Familienvätern "schmieriger" sein soll als derjenige von anderen Menschen, verstehe ich, ein alt gewordenes Kind von Marx, Freud und Coca-Cola, schon mal überhaupt nicht. Hat nicht Madonna, in diesen Dingen doch unbezweifelbar eine Autorität hohen Ranges, jüngst sozusagen ex cathedra klargestellt, Sex sei überhaupt nur schmutzig, wenn man vorher nicht duscht? "Schmierig" scheint der an sich stinknormale und seit Jahrzehnten ok-e gute alte Sexualtrieb heutzutage offenbar nur, wenn er sich a.) an Männern zu erkennen gibt, die b.) über 45 sind. Und c.) sich auf jüngere Frauen richtet." [3]
Kontrolle der männlichen Sexualität
Esther Vilar: "Die Frau kontrolliert ihren Sex, weil sie für Sex all das bekommt, was ihr noch wichtiger ist als Sex." Sie kann sich dem Mann verweigern und ihn damit unter Druck setzen, wenn der das mit sich machen lässt. Die Frau bestimmt nicht selten in einer Partnerschaft, wie oft es zum Geschlechtsverkehr kommt. Auf der anderen Seite lebt ein Mann, der von seiner Frau sexuell unabhängig bleibt, selbstbestimmt. Um seinen sexuellen Druck eigenständig entladen zu können, gibt es für ihn z. B. folgende Möglichkeiten:
- Selbstbefriedigung
- Pornografie
- Bordellbesuch
- Fremdgehen
Interessanterweise hat jede diese Methoden einen negativen Beigeschmack. Die öffentliche Meinung arbeitet somit für die Frau. Wenn ein Mann sich aber von der Gesellschaft und seiner Partnerin davon jede verbieten lässt, dann ist seine Sexualität von der Willkür der Frau abhängig. Wenn sich die Frau nicht um die Befriedigung des Mannes kümmert, dann muss der Mann das eben selbst in die Hand nehmen!
Einzelnachweise
- ↑ Ungewollte Erektion (ehemals war dieser Artikel in der Wikipedia abrufbar, wurde dort aber gelöscht)
- ↑ Morgendliche Erektion
- ↑ Attraktive ältere Herren - Debatte, Die Welt
Siehe auch
- Beschneidung
- Pornografie
- Vergewaltigung
- Verhütung
- Pädophilie
- Prostitution
- Pick Up
- Heterosexualität
- Homosexualität
