EMMA

Aus WikiMANNia

Wechseln zu: Navigation, Suche

HauptseiteFrauFeminismus → EMMA


Die EMMA ist eine zweimonatlich erscheinende deutschsprachige Frauenzeitschrift. Sie wurde Mitte der 1970er Jahre von der deutschen Frauenrechtlerin Alice Schwarzer gegründet. Der Name wurde wegen seiner Griffigkeit und als Wortspiel auf "Emanzipation" gewählt; es könnte kein Zufall sein, dass "Emma" gleichzeitig ein Mädchenname ist, da die EMMA für Alice Schwarzer einen Kindesersatz darzustellen scheint.

Die erste EMMA erschien am 26. Januar 1977 und gilt seit der ersten Ausgabe als Leitblatt der so genannten Frauenbewegung in Deutschland und im deutschsprachigen Raum. Sie will sich ausdrücklich politisch und wirtschaftlich unabhängig positionieren, weshalb sie laut eigenen Aussagen alleine vom Kioskverkauf und den Abonnementsgebühren existieren kann und nicht auf Anzeigen angewiesen ist.

Anfang Dezember 2007 gab Schwarzer bekannt, die Chefredaktion von EMMA spätestens im Frühjahr 2008 an die Fernsehjournalistin und Kolumnistin Lisa Ortgies zu übergeben. Schwarzer erklärte, weiterhin als Verlegerin, Herausgeberin und als Autorin mitzuwirken. Ortgies trat ihre neue Stelle Anfang April 2008 an und stellte dafür ihre bisherige Tätigkeit als Moderatorin von "Frau TV" ein. Zum 30. Juni 2008, nur wenige Monate nach ihrem Antritt, hat Ortgies die Zeitschrift jedoch wieder verlassen.

Danach nahm Schwarzer die Position wieder selbst ein. Dies sollte zunächst eine vorübergehende Lösung sein. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" unterstrich die Vermutung, Alice Schwarzer habe weiterhin das Tagesgeschäft dominiert und so einen Generationswechsel zum Scheitern gebracht.

Kritik von Feministen

Die schärfste Kritik bekam und bekommt EMMA immer wieder aus den Reihen der Frauenbewegung. Es wird ihr vorgeworfen, ohne entsprechende Legitimation als "Sprachrohr" für die Frauenbewegung fungieren zu wollen und auf diese Weise die öffentliche Aufmerksamkeit für Frauenthemen einseitig zu monopolisieren.

Insbesondere die Tatsache, dass die "schwarzersche Linie" der Frauenbewegung in der deutschsprachigen Öffentlichkeit als "die Frauenbewegung" wahrgenommen wird, stößt vielen sowohl radikalen als auch differenzialistischen Feministinnen sauer auf.

Kritik wird aber auch einzelnen Sparten der Zeitschrift geübt. So wird den in EMMA abgedruckten Witzen Sexismus gegen Männer vorgeworfen.

Weiterhin werfen viele ehemalige EMMA-Mitarbeiterinnen Alice Schwarzer einen tyrannischen Führungsstil vor.

Siehe auch

Weblinks

Persönliche Werkzeuge
In anderen Sprachen