Emanzipation

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Die Emanzipation - ein Irrtum! Peter Mersch (2007)

Emanzipation bedeutete (von lateinisch "emancipatio") ursprünglich soviel wie die "Freilassung eines Sklaven" oder einen erwachsenen Sohn in die Eigenständigkeit entlassen. Lange Zeit wurde der Begriff in diesem Sinn gebraucht, so auch nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg, der zur Freilassung/Emanzipation der schwarzen Sklaven führte.[1]

Inhaltsverzeichnis

Femininistischer Emanzipationsbegriff

Durch die Frauenbewegung bekam Emanzipation später eine neue Bedeutung, die heute die alte überdeckt hat. Auch als Folge der Sklavenbefreiung, forderten Frauen (wohl auch motiviert von Eifersucht) das Wahlrecht für sich (schwarze Männer hatten in den USA nach dem Bürgerkrieg das Wahlrecht, weiße Frauen noch nicht) und schreckten in diesem Zusammenhang auch vor Rassismus nicht zurück. Das Wort der "Emanzipation der Frau" verbreitete sich, egal wie ungerechtfertigt man den Vergleich der Situation der schwarzen Baumwollpflücker mit der von weißen Frauen der Ober- und Mittelschicht finden mochte. Die Folgen sind bekannt ...

Unter Einwirkung des Feminismus verstehen Frauen heute unter Emanzipation die "Verwirklichung der Selbstbestimmung". Mit "Erwachsenwerden" und "Eigenständigkeit" hat der weibliche Emanzipationsbegriff allerdings nichts zu tun, auch wenn der Feminismus rhetorisch gerne den Begriff Emanzipation der Frau zusammen mit Frauenbefreiung verwendet. Statt Emanzipation als eine Übernahme von Eigenverantwortung und Selbstbefreiung aus eigenen Stücken und ohne fremde Krücken zu begreifen, verstehen viele Frauen und ihre Lila Pudel unter Emanzipation die Befreiung der Frau von Mühsal und lästigen Pflichten, Verantwortung und Zugzwang.[2]

Emanzipation als Väterentsorgung

Emanzipation bedeutete in der römischen Gesellschaft, dass die väterliche Erziehung abgeschlossen war und beschrieb die "Entlassung des Kindes aus der väterlichen Gewalt". Heute heißt Emanzipation schlicht: "Entlassung des Vaters". Und die wurde nicht nur kulturell, sondern auch institutionell und rechtlich abgesichert, besonders mit dem Scheidungsrecht von 1977, das ausgerechnet auch von frauenbewegten Männern verabschiedet wurde. Nun sollte jede Frau jederzeit in der Lage sein, den Unterdrückermann zu verlassen, den Unterdrückervater der Kinder zu verstoßen - und zwar unter Mitnahme der Kinder und der Hälfte seiner Einkünfte über Jahre hinweg.[3]

Hauptartikel: Väterentsorgung

Emanzipation der Frau

Es ist eine zentrale Forderung der Frauenbewegung. Frauen sollen arbeiten, Karriere machen, Beruf und Familie vereinbaren. Der Mann soll Abstand nehmen vom Alleinernährermodell. Doch viele Familien-Ernährerinnen sind keine Karrierefrauen, die freiwillig viel arbeiten.[4]

Frauenemanzipation und Sondermaßnahmen

Das Endziel aller Frauenpolitik, die "rechtliche und faktische Gleichstellung der Frau", wie es kokett heißt, kann ja gar nicht erfolgen, ohne dass sie aus den eigenen vitalen und moralischen Ressourcen der Frauen selbst herstellbar wäre.

Doch daran scheinen Frauen noch weniger zu glauben als Feminismuskritiker. Obwohl längst freie Bürger mit gleichen Rechten, betrachten sie ihre weitere Emanzipation als etwas zu ihrer Selbstbestimmung, über die sie bereits durchaus verfügen, Zusätzliches. Sie stellte sich nicht mit der längst erfüllten "Gleichberechtigung" unweigerlich ein. Frauen emanzipieren sich auch im gängigen politischen Verständnis nicht - nicht von selbst. Sie sollen emanzipiert gemacht werden. Der Staat ist als tragende Instanz angehalten, durch das abenteuerlichste Zusammenfädeln unzähliger judikativer und anderer Maßnahmen und Instrumentarien alle faktischen oder "gefühlten", alle sichtbaren oder "gläsernen" Hindernisse aus dem Weg der Emanzipation zu räumen und nicht nur das. Am besten soll er gleich Frauen per Anordnung da hinaufhieven, wo sie sich emanzipationstheoretisch hätten befinden sollen.

Solange es aber Sondermaßnahmen sind, die Frauen gleichstellen sollen, wird auch die Stellung der Frauen eine Sonderstellung bleiben.[5]

Zitate

  • "Die Emanzipation zählt zusammen mit der Mondlandung und Bielefeld zu den drei großen Mythen unserer Zeit." - Stupidedia[6]
  • "Die Mündigkeit der Frau wurde wieder einmal nicht erreicht. Denn die Befreiung der Frau wäre die Befreiung der Frau von ihren Privilegien - doch dafür, daß das nicht passieren konnte, sorgte ausgerechnet Women's Lib." - Esther Vilar[7]
  • "Die emanzipierte Frau ist genauso dumm wie die anderen, aber sie möchte nicht für dumm gehalten werden." - Esther Vilar[8]
  • "Wenn ich über einen Soldatenfriedhof gehe, und da stehen auf den Kreuzen gleich viel weibliche wie männliche Vornamen, erst dann glaube ich an Emanzipation." - DschinDschin[9]
  • "Es ist eine nicht zu unterschätzende Erkenntnis, dass die feministische Emanzipation in sektenartigen Esoterik-Karrieren endet." - Mike[10]
  • "Die Kirche [...] mobilisierte stets nur ihr Potential an Anpassungsenergien mit dem Ziel der Erhaltung bzw. Erweiterung der eigenen Macht unter revolutionär veränderten Bedingungen, niemals übernimmt sie echt emanzipatorische Führungsrollen." - Hubertus Mynarek[11]
  • "Frau ist als notwendige Mitverdienerin der Familie unverzichtbarer Teil der Konsumgesellschaft geworden, Freiheit und wahre Emanzipation jedoch gibt es in den seltensten Fällen." - Eva Herman[12]
  • "Dreißig Jahre Frauenbewegung haben nicht die Emanzipation gefördert, sondern weithin in eine schmollende Infantilisierung geführt." - Matthias Matussek[13]
  • "Feminismus existiert nur, um hässliche Frauen in die Gesellschaft zu integrieren." - Charles Bukowski über Emanzipation[14]
  • "Die steigende Präsenz von Frauen beim Militär hat nichts mit der Emanzipation zu tun, sondern sie ist ein klares Zeichen dafür, daß man das Militär dort eigentlich gar nicht mehr braucht." - Martin van Creveld[15]
  • "Der Feminismus hat hier eine Entwicklung in's Rollen gebracht, die sich alleinig am Egoismus der jeweiligen Frau orientiert. [...] Die beteiligten Kinder zahlen für diese Emanzipation den höchsten Preis in ihrem Leben." - Kerstin Tietze[16]
  • "Hinter dem Versprechen der Emanzipation steht nur noch die Vorteilsgewinnung, deshalb auch die Verkürzung jeder Diskussion auf die Quote. Gleichstellungspolitik funktioniert hier folgerichtig als Patronage der eigenen Anhängerschaft."[17]

Trivia

Der Begriff Emanzipation hat auch den Titel der EMMA inspiriert.

Einzelnachweise

  1. Vergleiche auch Wikipedia: Emanzipations-Proklamation
  2. Die Söhne von Perseus: Weibliche Emanzipation abgeblasen, 7. August 2011
  3. Matthias Matussek: "Die vaterlose Gesellschaft - Überfällig Anmerkungen zum Geschlechterkampf", Rowohlt 1998, S. 62
  4. Frauen als Alleinverdienerinnen: Unfreiwillige Emanzipation, Die Zeit am 20. Juli 2010
  5. Feminismus: Das Kreuz mit der Gleichstellung. Der pittoresk-charakteristische Wurf echter Frauenpolitik., April 2008, ef-magazin Nr. 81, S. 18-19
  6. Stupidedia: Emanzipation
  7. Esther Vilar: "Der dressierte Mann", Women's Liberation, S. 123
  8. Esther Vilar: "Der dressierte Mann", ISBN 3-423-34134-3, S. 109
  9. WGvdL-Forum: DschinDschin am 22. August 2011
  10. WGvdL-Forum: Mike am 18. September 2011
  11. Hubertus Mynarek: "Gedanken zur Logik der Macht", aus: "Aufklärung und Kritik" 1/1998, S. 27 ff.
  12. Eva Herman: Die Emanzipation - ein Irrtum?, Cicero Magazin im Mai 2006
  13. Matthias Matussek: "Die Frauen sind schuld", SPIEGEL special 5/1998
  14. Uncyclopedia: Emanzipation
  15. "Privilegierte Frauen", Deutsche Militärzeitschrift (DMZ) am 2. September 2011
  16. WGvdL-Forum: Emanzipation ist zum übergroßen Anteil reiner Egoismus, Kerstin Tietze am 3. November 2011 - 09:17 Uhr
  17. Jan Fleischhauer: S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal: Wer hat Angst vor Alice Schwarzer?, Spiegel Online am 6. Februar 2012

Literatur

  • Peter Mersch: "Die Emanzipation - ein Irrtum! Warum die Angleichung der Geschlechter unsere Gesellschaft restlos ruinieren wird.", Books on Demand 2009, ISBN 3-83700088-5

Weblinks

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