Männerhaus

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In Deutschland gibt es laut Amnesty International (Stand 2008) 363 Frauenhäuser, in denen angeblich geprügelte Frauen Zuflucht vor ihren angeblich gewalttätigen Partnern finden können. Sie werden meist von Fraueninitiativen, aber auch von Wohlfahrtsverbänden betrieben und von der öffentlichen Hand finanziell gefördert. Dem stehen (Stand: April 2009) ein einziges Männerhaus in Berlin sowie in Oldenburg eine vom Verein Männerwohnhilfe gesponserte Dreizimmerwohnung gegenüber, in denen betroffene Männer Unterkunft finden können. Beide Angebote werden ehrenamtlich finanziert und müssen ohne Unterstützung öffentlicher Gelder auskommen.[1]

Inhaltsverzeichnis

Kurz und Knapp

363 Frauenhäusern (mit staatlicher Förderung) stehen einem Männerhaus (ohne Förderung) gegenüber.

Männerzimmer

Mit dem "Männerzimmer" will eine Hotelkette Herren mit Beziehungsstress beistehen - inklusive Sixpack und bereitgelegter Nummer des Scheidungsanwalts. Angebot in Berlin, München, Wien, Bonn und Nürnberg.[2]

Sonstiges

Von offizieller Seite wird mittlerweile die Gewalt gegen Männer eingeräumt. Dabei schwanken die Zahlen stark. Von der Politik hört man etwas von 10 Prozent - klar, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. In Berlin hat die Polizei Zahlenmaterial über angezeigte Fälle gesammelt: Man kam auf knapp 30 Prozent Frauenanteil unter den Schlägern. Mehrere unabhängige, wissenschaftliche Untersuchungen gehen inzwischen schon von 50 Prozent weiblichen Anteil aus. In Deutschland gibt es mehr als 400 Frauenhäuser und unzählige Zufluchtswohnungen, alle staatlich subventioniert. Wenn man von den verharmlosenden, offiziellen 10 Prozent ausgeht, sollte es wenigstens 40 Männerhäuser geben. Doch es gibt in ganz Deutschland nur zwei Stück, und dieser Zufluchtsstätte für geschundene Männer wird bis heute auch noch jegliche staatliche Unterstützung verwehrt. Für alle Frauenhäuser, Zufluchtswohnungen und psychologische Betreuung weiblicher Opfer gibt Berlin jährlich rund 6.000.000 Euro aus. Das Männerhaus als einziges Angebot in dieser Richtung würde jährlich knapp 84.000 Euro kosten. Offensichtlich zuviel für den Senat.

Das Männerhaus Berlin bekommt vom Senat keinerlei Unterstützung, so dass es aus Eigenmitteln des Betreibers und gelegentlichen Spenden finanziert werden muss. Es wird deswegen ein Projekt auf Abruf sein. Öffentliche Stellen (Berliner Abgeordnetenhaus, Ministerien für Familie, Bezirksamt-Fraktionen) sind entweder nicht zuständig, haben kein Geld oder es passt nicht in ihr Profil. Andere Einrichtungen, z. B. das Männerhaus in Oldenburg, haben dieselben Probleme. In München ist das Männer-Boarding-Haus als Träger der freien Jugendhilfe kürzlich immerhin anerkannt worden, nachdem es vor mehreren Jahren im Wettbewerb "Start sozial" eingebunden war. Im Vergleich dazu: Die Zahl der Frauenhäuser in Deutschland wird auf 360 bis 400 geschätzt. Sie können zwar nicht mit Geld um sich werfen, werden aber immerhin öffentlich gefördert und unterstützt. Selbst öffentliche Stellen räumen auf Anfrage einen erheblichen Anteil von Frauen ein, die Gewalt gegen Männer ausüben (die Berliner Polizei spricht z. B. von 28 Prozent Frauenanteil bei den Tätern). Sollte es da nicht auf der Tagesordnung der Politik stehen, verstärkt Zufluchtsmöglichkeiten für Männer zu schaffen, die Opfer von Gewalttätigkeiten ihrer Partnerinnen geworden sind? Und sollten "Gleichstellungsbeauftragte", die ja auch für die Gleichstellung von Männern zuständig sind, dieses Anliegen nicht eigentlich unterstützen?

Standorte

Ausland

Einzelnachweise

  1. MANNdat-Faktensammlung: Täter Mann, Opfer Frau? Mythen und Fakten zur häuslichen Gewalt - MANNdat, Mai 2009 (16 Seiten)
  2. Derag-Hotels: Asyl für verzweifelte Männer, Focus am 20. März 2009
  3. Deutschlands einziges Männerhaus: Von der eigenen Frau geschlagen, n-tv am 21. Juni 2010
  4. Männerhaus Berlin

Siehe auch

Weblinks

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