MANNdat

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Logo von MANNdat e.V.

MANNdat e.V. - Geschlechterpolitische Initiative ist ein überregionaler Zusammenschluss von Menschen aus den unterschiedlichsten Lebensverhältnissen. Was die Mitglieder eint, ist der Wille, gesetzliche Benachteiligungen und öffentliche Diskriminierungen von Männern zu beseitigen.[1] Der 2004 gegründete deutsche Verein sieht sich als feminismuskritisch, jedoch nicht als Gegenbewegung zum Feminismus.[2]

Inhaltsverzeichnis

Bekannte Mitglieder

  • Eugen Maus[3]
  • Bruno Köhler[4]
  • Frank Langenfeld[5]
  • Andreas Krausser (MANNdat Hamburg)

Positionen

MANNdat befindet, dass eine einseitig an Fraueninteressen orientierte Geschlechterpolitik in den letzten Jahren eine ganze Reihe Ungerechtigkeiten zu Lasten von Männern hervorgebracht hat. Diese werden nach Meinung des Vereins in der Öffentlichkeit, von den Medien und von der Politik weitgehend ignoriert, sofern sie nicht gar geleugnet werden.

Zu den wichtigsten von MANNdat genannten Problemfeldern gehören:[6][7]

MANNdat will diese Missstände bekannt machen und auf ihre Beseitigung hinwirken. Dies will der Verein einerseits durch Aufklärung und Bewusstseinsänderung erreichen, andererseits durch gesetzliche und politische Initiativen.

MANNdat strebt allgemeinverbindliche Maßnahmen an. Der Verein hat kein Interesse, den Graben zwischen Männern und Frauen, der durch den Feminismus und eine überzogene Frauenpolitik geschaffen wurde, zu vertiefen. Der Verein ist weiter der Meinung, dass eine ideologische Gegnerschaft zwischen Männern und Frauen dem gesellschaftlichen Frieden nicht dienen kann.

MANNdat wendet sich aber entschieden gegen eine Vereinnahmung von Begriffen wie Gleichberechtigung, Gleichstellungspolitik oder Gender Mainstreaming durch eine rein feministische Interessenpolitik.

Aktivitäten

Der von MANNdat erstellte Jungen- und Männer-Genderindex führt relevante Bereiche auf, in denen Jungen und Männer mittlerweile deutliche Nachteile und Benachteiligungen aufweisen. Er liefert hierzu erstmalig Daten auf Länderebene, wie sie selbst bei den statistischen Ämtern von Bund und Ländern nicht zu finden sind. Die Glaubwürdigkeit von Geschlechterpolitik müsse sich daran messen lassen, inwieweit sie bereit ist, sich auch diesen Bereichen zu widmen.[8]

Der Verein bietet auf seiner Internetpräsenz ein öffentliches Diskussionsforum zum Thema "Männerrechte" und stellt Daten, Statistiken und Studien zur freien Nutzung und Verbreitung in Medien bereit. Daneben verfasst er offizielle Petitionen zu männerspezifischen Themen und führt offene Briefwechsel mit Politikern und Behörden.[9][10]

Im Dezember 2003 wurde ein erstes Forum eröffnet.[11] Nach einem Umzug zu einem neuen Provider wurde das Forum am 18. Dezember 2009 neu aufgesetzt.[12]

Spendenratgeber

Wer Spenden möchte und vermeiden will, dass seine Zuwendungen Organisationen zu Gute kommen, die sich geschlechtsspalterisch betätigen, kann sich hier Informieren.[13][14]

Kritik

MANNdat e.V. hat sich den Begriff Geschlechterdemokratie zu eigen gemacht.[15]

Zitate

  • "Die Datenlage ist ja ziemlich klar. Es kann kaum noch darum gehen, der Gegenseite etwas zu beweisen, was sie ohnehin besser weiß als wir, nämlich, dass sie uns über den Tisch zieht. Es kann auch nicht angehen, dass jeder Männeraktivist den Rest der Männer darüber aufklären will, dass sie über den Tisch gezogen werden. Das ist am Ende nur noch komisch.
    Es gibt sie ja längst, die Infobasis, in allen möglichen Internetseiten und Geschmacksrichtungen, von nüchtern bis satirisch, heftig oder lyrisch. Es gibt die Seiten von MANNdat, WikiMANNia, Arnes Blog, den "Maskulist", critical science und mindestens drei Dutzend andere.
    Wäre es nicht langsam an der Zeit, diese Erkenntnisse in politische Aktion umzumünzen?"
    - Eugen[16]
  • "Die von Rosenbrock, Gesterkamp und anderen so genannte 'rechte Männerbewegung' existiert ohnehin nur in deren zweifelhaften Expertisen, die sie sich nach der oberflächlichen Inaugenscheinnahme von ein paar Foren aus den Fingern gesaugt haben. Keiner von diesen 'Experten' hat sich jemals ernstlich mit unseren inhaltlichen Positionen beschäftigt." - Eugen[17]

MANNdat im Fernsehen

Einzelnachweise

  1. MANNdat: Was wir wollen (broken link)
  2. Tanja Krienen: "Gleichberechtigung auch für Männer! Interview mit der "Geschlechterinitiative MANNdat", Neue Rheinische Zeitung am 29. März 2007
  3. MANNdat: Jahresversammlung 2011, Eugen Maus war Vorsitzender von 2004 bis November 2011
  4. MANNdat: Jahresversammlung 2011, Bruno Köhler wurde Vorsitzender am November 2011, zuvor stellvertretender Vorsitzender
  5. MANNdat: Jahresversammlung 2011, Frank Langenfeld wurde stellvertretender Vorsitzender am November 2011, zuvor Schatzmeister
  6. Dr. Eugen Maus: "Männer in der Krise? Was ist los?", Teil 1, 2 - west.art am Sonntag (WDR) (7. März 2010)
  7. MANNdat: Leitgedanken zu unserer Initiative (broken link)
    Neue Seite: MANNdat - Was wir wollen und wofür wir stehen, 22. Februar 2012
  8. Bericht zur Situation von Jungen und Männern in Deutschland 2010
  9. MANNdat in der Reportage Jungs auf der Kippe - 3SAT (8. April 2009)
  10. MANNdat: Vorträge, Studien, Offene Briefe, Petitionen
  11. MANNdat-Forum: Gedanken zum alten Forum, zum Wechsel und zum neuen Forum, Eugen am 19. Dezember 2009 - 22:02 Uhr
  12. MANNdat-Forum: Hier ist das neue Forum von MANNdat!, Forumsverwaltung MANNdat am 18. Dezember 2009 - 19:04 Uhr
  13. MANNdat-Spendenratgeber
  14. Richtig spenden - aber wie? Eine Entscheidungshilfe - MANNdat e.V. (850kB) - 20. November 2010
  15. "Wir sind uns einig: Eine nachhaltige Geschlechterdemokratie kann es nur mit, nicht gegen Männer geben.", in: Seid fordernd, Männer!, 1. November 2010
  16. MANNdat-Forum: Chancen der Männerbewegung, Eugen am 1. September 2011 - 11:02 Uhr
  17. MANNdat-Forum: Rechte und linke Männerrechtler, was für ein Unsinn, Eugen am 12. März 2012 - 12:48 Uhr

Weblinks

Siehe auch

Persönliche Werkzeuge