Väteraufbruch für Kinder
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Väteraufbruch für Kinder e.V. (kurz Väteraufbruch) ist ein seit 1989 bestehender bundesweiter gemeinnütziger Verein mit dem Ziel der Gleichstellung von Männern im Familienrecht mit Sitz in Eisenach.[1] Der Bundesverein betreibt eine umfangreiche Webseite, die Sektion Halle veranstaltet seit 2002 einen Familienkongress, die Sektion Karlsruhe veranstaltet seit 2006 Kundgebungen gegen Menschenrechtsverletzungen im deutschen Familienrecht.[2]
- "Denk ich an Deutschland in der Nacht,
bin ich um meine Kinder gebracht."- frei nach Heinrich Heine[3]
Inhaltsverzeichnis |
Bekannte Mitglieder
- Franzjörg Krieg
- "Ich bin hoch betroffener Trennungsvater (2007) im 13. Trennungsjahr von 2 Töchtern einer Mutter, mit der ich nicht ehelich, aber ehegleich, 17 Jahre zusammen lebte.
- Weil es die Hilfe, die ich ab 1994 gebraucht hätte, nicht gab, habe ich sie nach vielen Jahren des einsamen Kampfes gegen die Windmühlen der Frauenförderung ab 2001 installiert. Ich habe den VAfK Karlsruhe gegründet, dessen Sprecher ich seither bin und habe den Landesverband BW mit gegründet, dessen Erster Vorsitzender ich bin.
- Zunächst berate ich in meiner gesamten Freizeit (und das sind täglich 24 Stunden minus 6 Stunden Unterricht und 5 Stunden Schlaf) Elternteile (und das sind vorrangig Väter), für die ich die einzige Hilfe darstelle, die sie akzeptieren können. Ich schreibe Schriftsätze, gehe mit ihnen zum Jugendamt (in die Höhle der Löwinnen) und vor Gericht. Im letzten Jahr waren das neben den Altfällen 110 Neufälle. Und alles ehrenamtlich in meiner Freizeit.
- Eine Kerneinsicht unserer Arbeit: Wir haben es mit einer bandenkriminalitätsmäßig strukturierten Subkultur radikalfeministischer Prägung mit hoher Gewaltbereitschaft zu tun. Und wir erfahren täglich, dass diese Aussage nicht die semantische Konstruktion eines Schreibtischagitators ist, sondern die ungeschönte Summe einer gesellschaftlichen Analyse."[4]
- Rüdiger Meyer-Spelbrink
- Rainer Schnittka
Aktivitäten
Der Verein Väteraufbruch für Kinder (VAfK) ist in der "Europäische Väterplattform" (Platform for European Fathers, PEF) vertreten.[5]
Zitate
- Franzjörg Krieg
- Das Problem ist, dass von Müttern zu kleinen Rittern erzogene Männer, beziehungsweise opportunistische Männer, die ihr Mannsein darin erfüllt sehen, dass sie von Frauen gelobt werden, immer noch nicht das Sehen ohne Filter erlernt haben. Gesellschaftliche Realitäten können von den meisten Männern erst dann erkannt werden, wenn sie selbst davon negativ betroffen sind - beispielsweise im Rahmen einer Trennung von ihren Kindern. Dann erschlägt sie die Realität wie vom Blitz getroffen. Allen diesen Männern ist eines gemeinsam: Sie verzweifeln schlagartig an ihrem Glauben in den Rechtsstaat.[6]
Feministinnen geht es um:
- üppige Zuweisungen von Steuergeldern auf allen Ebenen zugunsten von reinen Fraueninteressen
- den Erhalt von gut dotierten attraktiven Frauenförderposten
- den Erhalt des pauschalen Opferstatus für alle Frauen
- den Erhalt der pauschalen Täterzuweisung an alle Männer
- den Erhalt der dadurch rechtswidrig auf politischer Ebene eingehandelten Bevorzugung von Frauen im Straftrecht
- den Erhalt der grundgesetzwidrig politisch erschlichenen Umgehung der Unschuldsvermutung bei Vorliegen eines Gewaltvorwurfes einer Frau gegen einen Mann
- den Erhalt der Frauenhäuser in ihrer ideologisch begründeten heutigen Form
- den Erhalt der Bevorzugung von Müttern in familiengerichtlichen Auseinandersetzungen.[6]
Interview
- Mit welchen Sorgen wenden sich Väter an Sie, die ihren Kindern nicht Papa sein können?
- Franzjörg Krieg: Meist ist es die Komplexität einer ausweglosen Situation, die dafür sorgt, dass auch Männer, die ansonsten in der Lage sind, ihre Probleme selbst zu lösen, sich nun Hilfe suchen. Ein großer Teil von Vätern wurde von der Trennung völlig überrascht und ist arglos in diese Situation getappt, weil sie sich vorher nie mit den Konsequenzen einer Vaterschaft unter den bei uns herrschenden Bedingungen auseinandergesetzt haben. Oft hat die Mutter die Trennung im Hintergrund detailliert vorbereitet und den überraschenden Auszug mit dem Kind sorgfältig geplant. Immer wieder kommen Väter abends von der Arbeit nach Hause und die Wohnung ist leer geräumt.
- Wie sieht es in einem Mann aus, dem von heute auf morgen der Bezug zu den Kindern genommen wird?
- Krieg: Kindesentzug ist grausame Folter. Die Tatsache, dass die Mehrheit der obdachlosen Personen Männer sind oder dass die Suizidrate von Männern nach Trennung oder Scheidung achtmal so hoch ist wie bei Frauen nach einer Trennung, verdeutlicht die Dimensionen. Ich habe die Gewalt, die mir angetan wurde, nicht mit Selbstzerstörung gekrönt, sondern habe eine konstruktive Orientierung gefunden, indem ich mir die Veränderung der gesellschaftspolitischen Verhältnisse zur neuen Lebensaufgabe machte.
- Aus diesen Erfahrungen heraus haben Sie sich in dem 1989 gegründeten und bundesweit aktiven Verein "Väteraufbruch für Kinder" (VAfK) engagiert und im Jahr 2001 die Kreisgruppe Karlsruhe ins Leben gerufen. 240 Mitglieder hat die Gruppe mittlerweile und ist die am schnellsten wachsende. Ist das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen?
- Krieg: Es ist ein deprimierendes Zeichen, dass allein meine Gruppe in Karlsruhe während der letzten zehn Jahre über 500 Beratungstreffen mit insgesamt rund 6000 Betroffenen abgehalten hat, und dass wir mehr als 1300 Neufälle zu beraten hatten. Ein gutes Zeichen hingegen ist die Leistungsfähigkeit des Vereins, der seit Jahren einen Arbeitsaufwand von mindestens zwei Vollzeitstellen an ehrenamtlicher öffentlicher Beratungsleistung erbringt - und das bisher ohne jede Förderung aus staatlichen Mitteln.
- Welche Hilfestellungen können Sie Vätern geben, die ähnliches durchleben wie Sie?
- Krieg: Es ist nicht möglich, allein gegen Beton anrennen zu wollen oder Don Quijote zu spielen. Da es sich nicht nur um persönliche Schicksale handelt, sondern ein System struktureller Gewalt gegen Väter die Ursache der Misere ist, müssen die bestehenden Spielräume intelligent genutzt werden. Das geht in einem Bereich, in dem der Betroffene tief emotionalisiert und existenziell bedroht ist, nie allein. VAfK nimmt das Motto "Allen Kindern beide Eltern" ernst und hat Instrumente entwickelt, aus den schlechten familienrechtspraktischen Gegebenheiten das Optimum herauszuholen.
- Und zwar?
- Krieg: Wir verwirklichen im VAfK Karlsruhe das umfassendste Hilfekonzept, das innerhalb des VAfK bundesweit umgesetzt wird. Neben der Beratung in vielfältiger Form bieten wir die Begleitung bei Umgangsterminen oder zu Behörden, Hilfe bei Schriftsätzen, Coaching vor Terminen beim Jugendamt, vor Gericht oder im Rahmen eines Gutachtens, setzen mediative Vorgehensweisen um und bieten die Begleitung zu Verhandlungsterminen beim Familiengericht in Sachen Umgang und Elterlicher Sorge.
- In einer Gesellschaft, die in vielen Feldern noch als männlich dominiert wahrgenommen wird, fehlt ausgerechnet den Vätern die Lobby?
- Krieg: In Jugendämtern oder auf Richterstühlen eifern oft Männer darum, die ritterlichsten Feministen zu sein. Klare gesellschaftspolitische Analyse, politisches Bewusstsein und empathische Fürsorge ist unter Männern katastrophale Mangelware. Außerdem haben in der Politik als Folge einer gelungenen Geschlechterpolitik die Frauen bestimmte Felder belegt. Darunter befindet sich alles, was um das Thema Familie kreist. Die beiden Ministerien, die schon seit vielen Legislaturperioden von Frauen geleitet werden, sind das Bundesfamilien- und das Bundesjustizministerium. Die Belange von Vätern befinden sich genau im Schnittpunkt der Wirkungsbereiche dieser beiden Ministerien. Im Namen des "Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend" kommen Männer zwischen 18 und 65 überhaupt nicht vor. Eine Einbeziehung der Probleme von Jungen und Männern wurde erst in der letzten Koalitionsvereinbarung zum ersten Mal formuliert.
- Kürzlich hat der Bundesgerichtshof das Recht von Männern gestärkt, denen von der Mutter ein Kind untergeschoben wurde. Mütter müssen den Namen des biologischen Vaters künftig nennen. Eine Entscheidung in Ihrem Sinne?
- Krieg: Seit etwa zwei Jahren erhalten wir Väter aus der Politik zunehmend positive Lösungen in Teilaspekten. Es fallen Zinnen in den Mauerkronen der einseitigen Bevorzugung von Müttern in der Familienrechtspraxis. Es ist einfach eine Ungehörigkeit, wenn eine Mutter als einzelne Staatsbürgerin völlig subjektiv das Ausmaß an Recht definieren darf, das ein Vater als weiterer Bürger desselben Staates zugewiesen bekommt.[7]
Literatur
-
Erste Information für Interessenten und Beratungssuchende - Herausgeber: Väteraufbruch für Kinder Karlsruhe (4 Seiten, 211 KB)
-
1. Hilfe für von Scheidung und Trennung betroffene Männer und Väter - Herausgeber: Väteraufbruch für Kinder Schwaben (26 Seiten, 312 KB)
-
Vorsicht Ehe! - Ein Ratgeber für heiratswillige Männer - Herausgeber: Väteraufbruch für Kinder Schwaben (24 Seiten, 584 KB) - HTML-Dokument
-
Frauenhauslüge - Ein Ratgeber für Männer und Väter - Herausgeber: Väteraufbruch für Kinder Schwaben (24 Seiten, 918 KB) - HTML-Dokument
-
Männergesundheit in Deutschland - Herausgeber: Väteraufbruch für Kinder Schwaben (18 Seiten, 395 KB)
-
Genitale Verstümmelung bei Jungen und Mädchen - Herausgeber: Väteraufbruch für Kinder Schwaben (64 Seiten, 747 KB)
-
Fragen an Politik und Justiz - Herausgeber: Väteraufbruch für Kinder Schwaben (8 Seiten, 277 KB)
-
Discrimination Sells? Mit mir nicht! Männerfeindliche Werbung - und was Sie dagegen tun können. - Herausgeber: Väteraufbruch für Kinder Schwaben (12 Seiten, 961 KB)
-
Frau gleich Opfer, Mann gleich Täter - Herausgeber: Väteraufbruch für Kinder
Weitere PDF-Dokumente von Väteraufbruch für Kinder Schwaben (hinterlegt auf dfuiz-Download)
- Frauen im Beruf - Opfer des Patriarchats? (404 KB) - Väteraufbruch für Kinder Schwaben, 2004
- Gehirnwäsche: Wurde ich beeinflusst, einen Elternteil zu hassen oder zu fürchten? Informationen für Kinder und Jugendliche getrennt lebender oder geschiedener Eltern. (176 KB) - Väteraufbruch für Kinder Schwaben, 2003
- Gewalt gegen Männer hat viele Gesichter (668 KB) - Väteraufbruch für Kinder Schwaben, 2002
- Mama's Baby - Papa's Maybe. Plädoyer für den Vaterschaftstest. (188 KB) - Väteraufbruch für Kinder Schwaben, 2002
- Münchhausen by Proxy Syndrom (MBPS) Körperliche Kindesmisshandlung (400 KB) - Väteraufbruch für Kinder Schwaben, 2003
- Prof. Albrecht Goeschel: Geschiedene Männer in Deutschland und der internationale Heiratsmarkt (188 KB) - Gesundheitskongress Männerleben 2006, Esslingen am 18. März 2006
- Hetzkampagne gegen Väter! "Die blauen Augen hat sie von ihrem Vater!" (88 KB) - Väteraufbruch für Kinder Schwaben
Vorträge
- Familienhilfe, Vortrag von Franzjörg Krieg auf der Kundgebung am 5. Dezember 2010 in Karlsruhe
-
Edith Schwab erhält Bundesverdienstkreuz - Fransjörg Krieg, 2010 (4 Seiten)
Einzelnachweise
- ↑ Impressum VafK
- ↑ Grußwort von Franzjörg Krieg auf der Kundgebung 2010 in Karlsruhe
- ↑ Ein Vater gibt auf
- ↑ WGvdL-Forum: Männerforum Karlsruhe, Franzjörg Krieg am 20. April 2007 - 16:49 Uhr
- ↑ Väterpolitik: Europäische Väterplattform gegründet, 27. Oktober 2011
- ↑ 6,0 6,1 Franzjörg Krieg: Die "Schlacht um Goslar"
- ↑ Interview (gekürzt) aus: Badisches Tagblatt vom 23. Dezember 2011
Siehe auch
Weblinks
- Webpräsenz: vaeteraufbruch.de, vafk.de
- Wikipedia führt einen Artikel über Väteraufbruch für Kinder
- Franzjörg Krieg: Prozessbetrug über Pfändungspraxis im Unterhaltsrecht
- WGvdL-Forum: Männerforum Karlsruhe, Franzjörg Krieg am 20. April 2007 - 16:49 Uhr
- Papatour 2011 / Die "1.350 Kilometer-Demo" für Trennungskinder!, Finanznachrichten am 17. Juni 2011


