Internet
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Knappheit durch Störerhaftung
Nutzungskonkurrenz von Gütern, die in ihrer Verwendung nicht teilbar sind, erzeugt Knappheit. Ein häufig nicht vermeidbares Problem unseres irdischen Daseins. Wohlstand und Wachstum sind nichts anderes als die geistige und technologische Überwindung der Güterknappheit. Doch auch dort wo Nutzungskonkurrenz kaum auftritt, nämlich bei drahtlosen Internetverbindungen hoher Übertragungskapazität, machen wir uns zunehmend durch unser rückwärtsgewandtes Urheberrecht das Leben schwer und erzeugen künstliche Knappheit. Die so genannte Störerhaftung, nach denen ein Besitzer eines W-Lan-Routers für die gesetzwidrige Nutzung der von ihm zur Verfügung gestellten Internetverbindung haftet, auch wenn dies durch einen anderen Nutzer geschieht, verschreckt mehr und mehr Anbieter offener Internetzugänge. Nichts weniger als die Freiheit des Internets steht auf dem Spiel, zumal der Grund für die zunehmende Beschränkung der individuellen Freiheit, ein antiquiertes Urheberrecht, eine Rechtskonstruktion mit großem Fragezeichen ist.[1]
Frauen im Internet
Feministinnen bemerken, dass Frauen auch im Internet nichts gebacken kriegen. "Jeder und jede InternetbenutzerIn kann Wikipedia-Artikel ehrenamtlich erweitern und verbessern." Trotzdem: "87 Prozent der Wiki-AutorInnen sind Männer."[2]
Wenig überraschend hat die EMMA-Redaktion wieder die Männer als die Schuldigen ausgemacht:
- "Bisher ist es nur einer Handvoll wackerer AutorInnen zu verdanken, dass die Frauenhasser bei Wikipedia nicht die Oberhand bekommen haben. Sie könnten Unterstützung gebrauchen. 'Schwarze Feder' - vom Autor 'Kalfatermann' als 'Held der Wikipedia in Gold für hervorragende Artikelarbeit' ausgezeichnet - arbeitet derzeit schwerpunktmäßig an Aufbau und Wartung des WikiProjekts 'Diskriminierungsfreie Wikipedia'. Denn als Gemeinschaftsprojekt sei Wikipedia 'genauso anfällig gegen Diskriminierungen und Privilegierungen von gesellschaftlichen Gruppen wie jedes andere Projekt oder Organsation'. Daher gelte es, gegen jede Form von Diskriminierung anzugehen, die sich in Inhalten, einer ausgewogenen Sprache und auch der Sozialstruktur der AutorInnen äußere."[2]
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Einzelnachweise
- ↑ Steffen Hentrich: Künstliche Knappheit durch Störerhaftung, 20. März 2012
- ↑ 2,0 2,1 Susanne Patzelt: Internet: Nichts wie rein in die Welt des Wissens!, EMMA, Frühjahr 2010
Siehe auch
Weblinks
- Meinung im Internet: Vom Elend der Nutzerkommentare, Süddeutsche Zeitung am 22. September 2011

