Political correctness
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Political correctness (Abkürzung: PC) meint im allgemeinen die Anbiederung des Sprachgebrauchs an die jeweilig aktuelle Ausrichtung des gerade vorherrschenden (politischen) Zeitgeistes, indem sie die Meinungshoheit ausschließlich für sich beansprucht. Die Anhänger und Nacheiferer verstehen sich selbst immer als die Vertreter einer "politisch korrekten" Sprache im Sinne der Opportunität und somit zugleich als vorgeblich moralische Instanz.
Abweichende Meinungen können mittels der PC verächtlich gemacht und gegen Andersdenkende repressiv vorgegangen werden. Kritikern kann so die berufliche und wirtschaftliche Existenz zerstört werden. Die Political correctness geht fließend in strafrechtlich relevante Meinungsverbote (Holocaust) und Zensur (so genanntes "Jugendschutzgesetz") über. Das geht soweit, dass eine falsche Meinungsäußerung härter bestraft werden kann, als eine schwere Körperverletzung oder sogar die Tötung eines Menschen.
Zitat: «Die PC ist unbarmherzig dichotomisch: Was nicht politisch korrekt ist, ist eben unkorrekt. Grauzonen des Zweifels räumt sie nicht ein, Zickzackprofile gehen über ihren Horizont: Wer das Lager der PC in einem Punkt verläßt, wird sofort in das des Feindes eingewiesen. Sie ist zudem durch und durch moralisch: Das Inkorrekte ist nicht nur falsch, es ist böse.» - Dieter E. Zimmer[2]
Manchmal wird der englische Begriff im Deutschen mit Politische Korrektheit wiedergegeben. Der Begriff "Political correctness" ist jedoch so ur-amerikanisch, dass er nicht übersetzt werden sollte.
Inhaltsverzeichnis |
Entstehung in den USA
Die Mayflower-Generation der Engländer, die Amerika kolonisieren sollte, brachte u.a. auch ihren christlichen Glauben mit zu diesem Kontinent und sie waren Puritaner. Innerhalb kleiner Gemeinschaften mit großem Druck von außen (Wildnis, feindliche Ureinwohner) entsteht immer auch ein engerer innerer Zusammenhalt der kleinen Gruppen. So galten die kirchlichen Oberhäupter gleichzeitig auch als diejenigen, die die (wie selbstverständlich anerkannten) Regeln der Bibel auslegten. Grundsätzlich wurde alles, was von der Norm abwich, also als "unnormal" erschien, als Frevel und Gefahr für die Gemeinschaft eingestuft. Die Puritaner legten und legen ungemein hohe moralische und ethische Ansprüche bei den Gemeindemitgliedern, aber auch an jeden anderen (Fremden) an. Diesen Frevel galt es dann schnell zu bekämpfen. Und es wurden in Folge in inquisitorischer Weise "Unnormale" ausgegrenzt, gefoltert, verbrannt, ermordet. Auch die Legitimation des Völkermordes an den Indianern beruht auf dieser Geisteshaltung. In unserer heutigen Gesellschaft wurde dieses Prinzip der unduldsamen Verfolgung anderer moralischer und ethischer Werte dann political correctness genannt. Es ist ganz typisch für den Neusprech, eine Begriffsbenennung zu wählen, gegen die im Grunde genommen überhaupt nichts einzuwenden ist. Der Haken liegt nicht in der Definition des Begriffes, sondern in seiner Auslegung. Die Political correctness ist die populistische Form dessen, was der "Normalbürger" als moralisch richtig erkennen soll. Jede Abweichung wird dann in ähnlicher Weise verfolgt wie vor 200 Jahren.
Das Zweite Gebot war das allererste Sprachverbot:
Zitat: «Du sollst den Namen des Herrn nicht missbrauchen.» - Exodus 20:7[3]
Etablierung in deutschen Medien
Die Political correctness wurde in den 1960ern von den Linken in Amerika entdeckt und für ihre politischen Ziele verwendet. Am 27. Oktober 1990 erschien in der "New York Times" mit Richard Bernsteins Artikel "The Rising Hegemony of the Politically Correct" eine erste publizistische Besetzung des Begriffs von konservativer Seite. In den 1990er Jahren begann der Begriff sich auch in Deutschland zu etablieren. In einem der ersten Artikel kommentierte am 6. März 1991 Jörg v. Uthmann in der FAZ negativ über Sprachregelungen und Menschenrechtsbestrebungen an US-Unis: "Das Smith College ist nicht die einzige amerikanische Hochschule, die die Frauen und die Schwarzen, die Hässlichen und die Dummen unter ihre Fittiche nimmt ... Mag der Marxismus in Osteuropa auch ausgedient haben, an den amerikanischen Hochschulen erfreut er sich ungebrochenen Respekts." Der Artikel war recht anekdotenhaft. Am 12. Juni 1991 folgte ein zweiter Artikel von Jeffrey Herf, der erstmals durchgehend die deutsche Form politisch korrekt verwendete und auch erstmals einen deutschen Bezug herstellte. Ohne Namen zu nennen, berichtete er zunächst von Professoren in den USA, die keine Stelle mehr bekämen. Die "Politische Korrektheit" habe sich ein "ausgefeiltes begriffliches Instrumentarium" angeeignet, um "Intoleranz zu rechtfertigen". Mit dieser Feststellung leitet er auf Deutschland über und spielte auf den Historikerstreit an. Das "Klima der Intoleranz und des Konformismus" grenze hier an diktatorische Zustände: "Die Wahrheitssuche wird preisgegeben, wenn aus Furcht vor politischer Rache und Verweigerung der Anstellung Kontroversen unterbleiben."
Der Spiegel reagiert auf das Thema erst 1993. Dort schrieb Matthias Matussek: "Die politisch Korrekten, eine Sprach- und Denkpolizei radikaler Minderheiten, kontrollieren nicht nur Vorlesungsverzeichnisse oder Feuilletons."[4] Dieter E. Zimmer erklärt am 22. Oktober 1993 in der "Zeit", dass das amerikanische Phänomen auch in Deutschland Fuß fasse, aber hier schwerer zu greifen sei. "Dass es dergleichen überhaupt gibt, lässt sich darum nicht schwarz auf weiß beweisen, jeder darf es für pure Einbildung halten. Nach fast zwanzig Jahren persönlicher Erfahrung - als einschlägig Vorbestrafter sozusagen - möchte ich demgegenüber behaupten: Es existiert."[5] Kurz darauf wirft Zimmer der "neuen Tugenddiktatur" vor, "in erster Linie ein diffuses Gefühl" zu sein.
Zitat: «Das vorläufige Endprodukt von 200 Jahren Emanzipation ist der Gutmensch. Er ist Nietzsches blinzelnder letzter Mensch. Anders als ein Gläubiger, der sich zu seinem Glauben bewußt bekennt, ist er als Ungläubiger Sklave seines Glaubens. Seiner Ersatzreligionen sind viele: Feminismus, Pazifismus, Klimaschutz, Antispeziesismus, Konsumismus - und über allem thronend die Political Correctness.» - Thomas Fink[6]
Kritik
Political correctness ist eine Art Tugenddiktatur und hat von ihrer Wurzel her einen Hang zu Unduldsamkeit, Intoleranz und Gleichmacherei. Gesagt, und am besten auch gedacht, werden darf nur, was im orwellschen Sinne erlaubt, eben "politisch korrekt" ist. In diesem Sinne geht Political correctness mit Rede- und Denkgeboten einher. Gegen Verstöße kann moralisch (Kirche) oder politisch (Staatsräson) vorgegangen werden.
Der Begriff Political correctness ist in beide Richtungen instrumentalisierbar. Ursprünglich wurde bei den Puritanern definiert, was im moralischen und religiösen Sinne "korrekt" war. Abweichler und Andersglaubende konnten so ausgegrenzt und die Einheit der Gemeinschaft erzwungen werden. Adoptiert wurde das Konzept dann von den Linken, definierend, was im sozialistischen Sinne der Gleichmacherei "korrekt" war. Es wurde zum Kampfbegriff gegen Andersdenkende, welche den linken Ideologien kritisch oder ablehnend gegenüberstanden. Analog wurde der Begriff vom Feminismus übernommen und gegen das "männliche Patriarchat" gewendet.
Der Begriff Political correctness ist aber auch in die andere Richtung instrumentalisierbar. Mit der Unterstellung, dass die "politisch Korrekten" eine Meinungsdiktatur begründen wollen, lässt sich die eigene Ansicht als befreiend und mutig verkaufen, wohingegen Einwände als unterdrückerisch gebrandmarkt werden. In dieser Art von "Neusprech" wird der gute Mensch zum schlechten, der Antifaschismus faschistisch und der Totalitäre zum Befreier. Hier werden "Gutmensch" und "politisch korrekt" als Ad-hominem-Angriff, der jede sachliche Debatte zunichtemacht. Eine differenzierte Sicht auf komplexe Sachverhalte lässt sich mit einem knackigen "politisch korrekt" disqualifizierend vom Tisch wischen.[7]
Auf diese Weise kann man auch aus einer argumentativ schwachen Position heraus sein Stück die Diskurshoheit zurückgewinnen und sich als verschworene Elite wider den Mainstream fühlen. Mitunter werden auch volksverhetzende Äußerungen unter dem Deckmäntelchen der "political incorrectness" verbreitet, beispielsweise im Blog "Politically Incorrect".[8] Als Kampfbegriff kann der Begriff gleichsam als Allzweckwaffe zur Immunisierung der eigenen Position verwendet werden, zur Abwehr von Argumenten und zur Vermeidung einer Debatte, ohne auf eine konkrete gegnerische Position inhaltlich eingehen zu müssen.
Manche PC-Kritiker verwenden eine Rhetorik, die einer PC-Verschwörungstheorie gleichkommt und die sich sich strukturell wenig etwa von islamistischer Hassrede oder Nazipropaganda unterscheidet.
Political correctness im feministischen Kontext neigt dazu, die gesamte westliche Kultur als bloßen Ausdruck weißer männlicher heterosexueller Machtinteressen zu verstehen, geschaffen, um Frauen zu diskriminieren, und daraus zu folgern, die Rolle der Wissenschaft könne heute nur noch darin bestehen, diesen ihren inhärent frauenfeindlichen und sexistischen Charakter zu entlarven, um ein "männliches Patriarchat" zu überwinden. Diese radikalfeministische Folgerung stellt die Wissenschaft auf den Kopf, indem sie etwa in den Pseudowissenschaften Women studies und Gender studies ganz für den politischen Kampf instrumentalisiert und zu diesem Zweck von ihrer Objektivitätspflicht entbunden werden. Wo es aber nicht (mehr) um objektive Wahrheit geht, sondern nur noch um voreingenommene Meinungen weiblicher Benachteiligungsphantasien, muss alle herkömmliche Wissenschaft abdanken. In diesem Sinne hat der Feminismus der letzten 40 Jahre die Gesellschaft mit einer neuen Intoleranz mit neuen Wahrnehmungs- und Denkverboten überzogen.
Der frühere sowjetische Regimekritiker Wladimir Bukowski:
- "Die politische Mitte und der politische Konservatismus brechen derzeit überall zusammen. Trotz des Ausgangs des Kalten Krieges verzeichnen wir seltsamerweise einen Linksrutsch statt einer Verschiebung nach rechts. Die Ideologie der Bolschewisten ist gescheitert, aber schon nimmt eine neue Art von Utopisten deren Platz ein, die Politisch Korrekten. Sie übernehmen die Extremposition im politischen Spektrum, die bisher von den Bolschewisten besetzt war. Die politisch Korrekten gehen genau gleich vor wie früher die Kommunisten. Sie steuern die Linke - Sozialisten und Sozialdemokraten - und setzen so ihr Programm durch. Sie sind in der Tat eine große Bedrohung für unsere Demokratien und unsere Grundrechte. Unglücklicherweise besitzt unsere heutige Welt keine Kraft mehr. Als die Sowjetunion noch existierte, war die Bedrohung sichtbar. Und diese Bedrohung mobilisierte Widerstandskräfte in den westlichen Gesellschaften. Heute gibt es keinen Widerstand. Es ist fast wie bei AIDS, wir haben kein Abwehrsystem mehr. Die Menschen sind apathisch. Sie haben alle Hoffnung aufgegeben und schauen solchen Eingriffen in ihre Grundrechte verzweifelt zu. Aber sie nehmen die Political correctness nicht als eine schwere Bedrohung wahr. Es ist eine vordringliche Aufgabe, die political correctness als eine schwere Bedrohung unserer Freiheit zu entlarven und Kräfte dagegen zu mobilisieren."
Michael Paulwitz:
- "Vergeßt das Schreckgespenst vom germanischen Herrenmenschen in Uniform und Knobelbechern, der halb Europa unterjochen will. Jetzt kommt der deutsche Oberlehrer. Er ist grün, links und gut und weiß genau, was politisch korrekt ist. Rassisten, Nazis, Klimasünder, Sexisten, Homo- und Islamophobe kriegen von ihm unbarmherzig eins mit der Moralkeule auf die Mütze. Heute, da kuscht schon Deutschland, und morgen die ganze Welt."[9]
Zitat: «Im politischen Diskurs die Unterdrückung von Argumenten durch Tabuisierung. Das Prinzip funktioniert identisch in nichtpolitischen Diskussionen. Mißliebigen Themenbereichen wird die rationale Erörterung versagt, indem von Vornherein ein unausgesprochener Konsens darüber hergestellt wird, daß jeder Diskutant, der sich ihrer annimmt, von den anderen Diskutanten ausgegrenzt wird. Prof. Dr. Wolfgang Marx schreibt dazu:
"An dieser Stelle muß man auf die Ideologie der 'politischen Korrektheit' zu sprechen kommen, die uns mit sanftem, aber, wenn es denn sein muß, auch sehr unsanftem Nachdruck dazu veranlassen will, die Realität, wenn schon nicht anders zu sehen, so doch wenigstens anders zu beschreiben, als wir das bisher getan haben. So müßte man in dem bekannten Märchen von Andersen den Kindern geradezu verbieten zu sagen, der Kaiser sei nackt. Es wäre höchst inkorrekt, ihn derart zu kränken und zu blamieren. Korrekt verhalten sich die Höflinge und die erwachsenen Untertanen, die so tun, als ob sie es nicht sähen. Das nämlich ist der Grundgedanke der politischen Korrektheit: So tun, als ob nichts wäre, auch, oder gerade, wenn etwas ist. Die Richtigkeit einer Aussage schützt sie nicht davor, inkriminiert zu werden; und Wahrheit ist im Diskurs der politischen Korrektheit kein zentraler Wert. Von Bedeutung ist allein das Kränkungspotential einer Feststellung, und damit geht es gar nicht mehr um objektive, es geht allein noch um subjektive Tatbestände." (FAZ, 19. Juli 2002)» - Geiers Notizen[10]
Kurioses
- Protest gegen Kleiderständer
- Hakenkreuze beim Discounter
- Sie stehen [...] in jeder Stadt, in der das Unternehmen "Kik Textilien und Non-Food GmbH" [...] eine Filiale unterhält: Kleiderständer in der Form von Hakenkreuzen. "Ich war wie vor den Kopf gestoßen, als es mir aufgefallen ist", sagt Jens-Uwe Nickel (64) aus Hanerau-Hademarschen (Kreis Rendsburg-Eckernförde). Der Sozialpädagoge im Ruhestand hat sofort zahllose Geschäfte des Textil-Discounters aufgesucht. "Überall bot sich mir das gleiche Bild: Hakenkreuz-Kleiderständer in Reih und Glied." [...][11]
- Protest gegen die Ächtung des Wortes Zigeuner
- Jahrzehntelang hat die Sprachpolizei den Bürgern eingebleut, das Wort Zigeuner sei eine "beleidigende Fremdbezeichnung der Dominanzgesellschaft", mit "rassistischen Zuschreibungen", die sich "über Jahrhunderte reproduziert, zu einem geschlossenen und aggressiven Feindbild verdichtet haben". Völlig irrigiert waren deshalb politisch korrekte Ethnologen, als sie in Rumänien zu hören bekamen "Wir sind keine Roma. Wir sind Tzigani" oder ungarnstämmige Sippen kennenlernen, die darauf bestanden "Cigány" genannt zu werden. Während Hüter diskriminierungsfreier Terminologie meinen, ihre "Sinti und Roma" vor jedweder Beleidigung schützen zu müssen, machten Musiker wie die Gipsy Kings ihren Namen zur weltweiten Marke. Und der spanische Flamenco-Sänger Camarón de la Isla sang "Soy gitano", trotzig und stolz: "Ich bin Zigeuner!"[12][13]
Zitate
- Doris Lessing: "Political correctness ist die natürliche Fortsetzung der Parteilinie. Hier sehen wir wieder einmal, wie eine selbsternannte Gruppe von Wächtern ihre Ansichten anderen aufzwingt. Es ist ein Erbe des Kommunismus, aber sie scheinen es nicht zu sehen." [14]
- Camille Paglia: "Political correctness hat faschistische Sprachcodes und eine puritanische Sexualmoral." [15]
- Drachenwut Politikblog: "Politische Korrektheit ist [...] eine Worthülse um Lüge, Meinungsmache, Maulkorberlasse, faktische Verdrehungen, Verfälschung und Meinungs-Monopolismus zu verschleiern." [16]
- Theodore Dalrymple: "Political correctness ist kommunistische Propaganda im Kleinen. Während meiner Studien kommunistischer Gesellschaften bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass es nicht der Zweck kommunistischer Propaganda war, zu überzeugen oder zu überreden oder gar zu informieren, sondern zu demütigen; und deshalb war sie umso besser, je weiter sie von der Realität entfernt war. Wenn Menschen gezwungen sind, zu schweigen, wenn ihnen die offensichtlichsten Lügen erzählt werden, oder - schlimmer noch - wenn sie gezwungen sind, diese Lügen auch noch selber zu wiederholen, dann verlieren sie ein für alle Mal ihren Sinn für Redlichkeit. Sich mit offensichtlichen Lügen einverstanden zu zeigen, bedeutet, dass man mit der Schlechtigkeit kooperiert und ein gewisse Art auch selber schlecht wird. Die Kraft, sich irgendetwas zu widersetzen, bröckelt dadurch oder wird sogar ganz zerstört. Eine Gesellschaft von kastrierten Lügnern ist leicht zu kontrollieren. Ich denke, wenn man die Political correctness untersucht, wird man feststellen, dass sie den gleichen Effekt hat, und das ist auch beabsichtigt." [17]
- Martin van Creveld: "Die Political Correctness versucht zudem die Unterschiede zwischen Objektivität und Subjektivität, zwischen Feigheit und Mut und sogar zwischen Gut und Böse aufzulösen. Um es mit Friedrich Nietzsche zu sagen: Die Political Correctness ist die Manifestation einer Sklavenmoral. Sie ist ein Kennzeichen einer niedergehenden Gesellschaft, die sich selbst in ihrem Niedergang für ihre Rechtschaffenheit, Freiheit und ihre angebliche Toleranz preist." [18]
- Politische Korrektheit ist der Tod der Komödie. Das zumindest glauben Bruce Willis und Tracy Morgan. "Da sind ein paar Leute, die Dir sagen wollen, was Du zu denken hast und worüber man lachen darf und worüber nicht", sagt Willis und sein Schauspielerkollege Morgan ergänzt: "Heute ist alles politisch korrekt, es ist furchtbar." [19]
Begriffe
Literatur
- Jörg Schönbohm: "Politische Korrektheit: Das Schlachtfeld der Tugendwächter", Manuscriptum 2009, ISBN 3-937801-56-1
Einzelnachweise
- ↑ Daniel Kuhn: Nachhilfe: Was ist "politisch inkorrekt"?, PI-News am 15. November 2011
- ↑ PC oder: Da hört die Gemütlichkeit auf, Die Zeit am 22. Oktober 1993
- ↑ Political Correctness: Neusprech und Gutdenk, Die Zeit am 17. April 2010
- ↑ Matthias Matussek: Kunst als Schauprozess, Der Spiegel 15/1993
- ↑ Dieter Eduard Zimmer: PC oder: Da hört die Gemütlichkeit auf, Die Zeit am 22. Oktober 1993
PC oder: Da hört die Gemütlichkeit auf - Dieter Eduard Zimmer, 22. Oktober 1993 - ↑ Thomas Fink: Der Gutmensch, die Inkarnation des Übels, ef-magazin am 26. August 2008
- ↑ Politische Korrektheit: Ein Gespenst geht um, Rheinischer Merkur 49/2009
- ↑ Blog: Politically Incorrect
- ↑ Michael Paulwitz: Politik: Der Zwang zum Glück, Junge Freiheit am 11. Februar 2012
- ↑ Geiers Notizen: Glossar: political correctness (Politische Korrektheit), 16. Februar 2010
- ↑ Hakenkreuze beim Discounter?, Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag am 10. Dezember 2008
- ↑ WGvdL-Forum: Wir sind Zigeuner! Plädoyer für einen zu Unrecht entehrten Begriff, Manhood am 13. Januar 2012 - 10:12 Uhr
- ↑ Rumänien: Regierung für "Zigeuner" statt "Roma", Die Presse am 3. Dezember 2010
- ↑ The Sunday Times, 10. Mai 1992
- ↑ Camille Paglia on Political Correctness (Vamps & Tramps, S. 118)
- ↑ Drachenwut Politikblog: Europas erneuter Aufbruch in den Totalitarismus: Die Europäische Union und der "Real existierende Feminismus"
- ↑ Fjordman: Political Correctness - die Rache des Marxismus, 14. Juni 2006
- ↑ "Privilegierte Frauen", Deutsche Militärzeitschrift (DMZ) am 2. September 2011
- ↑ Film: Bruce Willis über Gags und politische Korrektheit, Focus am 15. April 2010
Siehe auch
- Inge M. Thürkauf: Die Geschichte des Genderismus
- Die Geschichte der Politischen Korrektheit
- Arne Hoffmann erlangte 1996 sein Examen mit einer Arbeit über die Political correctness in Deutschland. Das darin behandelte Problem, wie man Diffamierungen von Einzelnen oder Gruppen verhindert, ohne eine Sprachzensur einzuführen, findet sich bis heute in Hoffmanns Texten.
- Sexual correctness (Unterkategorie der P.C.)
- Der Kampf um Wörter
Weblinks
- 11. Rang ergab am 10.12.2011 die Google-Suche nach "Political correctness" für diesen Artikel.
- 36. Rang ergab am 26.1.2012 die Google-Suche nach "Politische Korrektheit" für diesen Artikel.
- Schon 1957 nahm der US-Komiker Stan Freberg in Radiosketch die Political correctness auf die Schippe. Political Correctness – ein alter Hut, Liberales Institut am 20. Februar 2012
-
Prof. Norbert Bolz über Thilo Sarrazin und linke Medien (Linke Meinungsführerschaft, Politische Korrektheit und die Tabuisierung von Themen.)
- Hans Ulrich Gumbrecht: Deutschland - Hochburg der "Political Correctness"?, Deutschlandradio am 23. Juni 2009
- Thomas Paulwitz: Sprachpolizisten ins Taka-Tuka-Land!, Junge Freiheit am 10. Juli 2010 (Pippi Langstrumpf darf ihren Vater nicht mehr Negerkönig nennen.)
- Paul-Hermann Gruner: Merke: Grundgesetz, Artikel 3, Absatz 3. Vom nötigen Ende der Bevorzugungspolitik für Frauen - auch in Hochschulen und Universitäten.
- Free Congress Foundation:
"Die Geschichte der Political Correctness", Teil 1, 2, 3 (27. Januar 2010) (Deutsche Textversion)
"Political Correctness" - A Short History of an Ideology - William S. Lind, Free Congress Foundation, November 2004 (70 Seiten, 1,26 MB)
-
Politische Korrektheit - Ein Instrument der Manipulation und Einschüchterung
- Die politische Korrektheit ist politisch nicht korrekt (Gastkommentar), Die Presse am 9. Juni 2008
- Political Correctness: Was man nicht sagen darf, Die Presse am 1. August 2009
- Political Correctness: Neusprech und Gutdenk, Die Zeit am 17. April 2010
- Political Correctness. Die "korrigierte" Sprache und ihre Folgen
Political Correctness. Die "korrigierte" Sprache und ihre Folgen - Andrea Wirthgen, 1999 (33)
- Die BBC - Feigheitskultur und Political Correctness, Kopp-Verlag am 25. Februar 2011
- Political Correctness - Chronik einer geplanten Wahrnehmungsverzerrung, 18. Juli 2011
- Fjordman: Christlicher Hintergrund der Political Correctness, 24. April 2007
- Fjordman: Political Correctness - die Rache des Marxismus, 14. Juni 2006
- Originaltitel: Political Correctness - The Revenge of Marxism; erschienen am 14. Juni 2006 in Gates of Vienna
- Matthias Matussek: Der neue Kulturkampf, Spiegel am 21. September 2011
| | Dieser Artikel wurde am 2. Dezember 2010 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen. |
