Der Kampf um Wörter
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Politiker investieren viel Zeit und Aufwand in ein Unterfangen, dass sich "Begriffe besetzen" oder "Kampf um Wörter" nennt. Sie besetzen Wörter für ihre Partei, sie bewerten Wörter und sie etablieren Begriffe, die Referenzobjekte in ihrem Sinne beschreiben. Aufgrund dieser Strategie wird die CSU mit "sozialer Marktwirtschaft" und die SPD mit "sozialer Gerechtigkeit" assoziiert.
Ob ein Schlagwort als Stigmawort oder als Fahnenwort aufgefasst wird, hängt ganz von der Einstellung des Sprechers/Hörers beziehungsweise Schreibers/Lesers ab: Ein- und dasselbe Wort kann für verschiedenen Menschen das eine oder aber etwas ganz anderes bedeuten.
- Fahnenwort
- Wort vor allem der politischen Auseinandersetzung, das eine parteiische Haltung (des Sprechers/Schreibers) mit einem positiv bewerteten Ausdruck wiedergibt.
- Stigmawort
- Wort vor allem der politischen Auseinandersetzung, das eine parteiische Haltung (des Gegners) mit einem negativ bewerteten Ausdruck wiedergibt.
- Feindwort
- In der kulturellen oder politischen Auseinandersetzung verwendet, charakterisiert das Feindwort den Gegner und grenzt damit von der eigenen Position ab.
Die Schlagwörter Political correctness und Gutmensch gelten bei Linken und Grünen eindeutig als Stigmawörter.[1]
Die beliebtesten Stigmawörter, mit denen Linke und Feministen Antifeministen belegen, sind: Frauenhass, rechtsextrem, rechtsaußen, am rechten Rand, auch die Nazikeule ist beliebt.
Zu den Fahnenwörter der Linke und Feministen gehören: Geschlechterdemokratie, Geschlechtergerechtigkeit und Gleichstellung.
Einzelnachweise
- ↑ Katrin Auer: Feindbild Political Correctness, Januar 2001
Siehe auch
Weblinks
- Wikipedia: Begriffsbesetzung
