Sozialdemokratische Partei Deutschlands
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Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) ist eine deutsche (noch-)Volkspartei und die älteste Partei Deutschlands. Sie forderte von Anfang an die Gleichberechtigung von Männern und Frauen. So setzte sie sich während dem Kaiserreich für die Einführung des Frauenwahlrechts ein. Ironischerweise verhinderte dies einen Sieg der sozialdemokratischen Parteien bei der ersten Reichstagswahl nach dem 1. Weltkrieg, da Frauen zu dieser Zeit eher konservativ wählten.
In Bezug auf die Abtreibung forderte die SPD traditionell die Fristenlösung. Unter Willy Brandt wurde sie dann in der BRD durchgesetzt.
1988 führte sie auch eine Frauenquote von 40 % ein (obwohl nur 30 % der Mitglieder weiblich sind), wofür die damalige ASF (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen)-Vorsitzende Inge Wettig-Danielmeier mitverantwortlich war. In den letzten Jahren erlebte die SPD einen Niedergang; sie ist nicht länger mitgliederstärkste Partei in Deutschland und erhielt nur noch 23 % bei der Bundestagswahl 2009.
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Vormarsch der Feministen
Gegen den Vormarsch der Feministinnen in ihrer Partei meldete sich 2001 die Gruppe "Rote Männer" zu Wort, die seit 2006 aber nicht mehr aktiv zu sein scheint.[2]
Vereinzelte Männer haben der Partei darüber den Rücken gekehrt, wie auch der ehemalige bayerische Vorsitzende Wolfgang Hoderlein, der nach 37 Jahren Mitgliedschaft aus der SPD ausgetreten ist. Hoderlein warf der oberfränkischen SPD Dilettantismus, intrigante Patronage und weibliche Seilschaften vor, die dazu geführt hätten, dass "fünf von sechs Abgeordneten aus Oberfranken weiblich sind".[3]
Die vom Landesverband Berlin veröffentlichten Zahlen über die Mitgliedschaft von Frauen in der SPD zeigen, dass der Frauenanteil in der SPD seit Jahren bei unter einem Drittel stagniert. Bei den neu eintretenden Mitgliedern liegt er sogar deutlich darunter. Im Jahr 2011 waren gerade einmal 28 % der neu in die Partei eintretenden Mitglieder Frauen. Das Ziel der Frauenquote, den Frauenanteil in der Mitgliedschaft zu erhöhen, konnte nicht erreicht werden. 25 Jahren Frauenförderung, in deren Zentrum seit 1988 ja die Frauenquote – verankert in den Parteistatuten – steht, ist wirkungslos verpufft. Bei der SPD bestätigen sich die Erfahrungen bei der Förderung von Frauenschach, die ebenfalls weder in der Spitze noch in der Breite das Interesse von Frauen an Schach spürbar erhöhen konnten. Fördergelder werden sinnlos verpulvert und anstatt nach den Ursachen dieses Misserfolgs nachzugehen, handelt die SPD-Parteiführung in Bund und Land nach der Parole "Weiter so".[4][5]
SPD-Frauen
SPD-Frauen mischen sich in die privaten Angelegenheiten des SPD-Chefs ein. Sigmar Gabriel und seine Lebensgefährtin erwarten ein Kind. Eine Gruppe von Politikerinnen, darunter die frühere SPD-Präsidentschaftskandidatin Gesine Schwan, hat Gabriel deshalb einen offenen Brief geschrieben mit dem Inhalt:
- "Sie haben eine wunderbare Chance, als Vorsitzender der SPD das Leitbild einer partnerschaftlichen Familie öffentlich wirksam vorzuleben und ihm damit neue Wege zu bahnen. Wir würden uns freuen, wenn Sie diese Chance wahrnehmen."
Immerhin bemerkt das Björn Böhning, Chef der Berliner Senatskanzlei, noch, dass da "auf eine peinliche, moralisierende Art Privates mit Politischem verknüpft" wird.[6]
Die Partei, welche totalitäre und menschenfeindliche Sprüche wie "Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden" in ihrem Parteiprogramm stehen hat, hat zumindest einen Mann, der Rückgrat und Mut hat, gegen die Männerfeindlichkeit das Wort zu erheben:
- "Auf der einen Seite der macht- und karrieregeile Politiker, der nicht willens ist, sich Zeit für sein Kind zu nehmen. Auf der anderen Seite die sorgende und unterwürfige Mutter, die das alles schon richten wird. (...) Ich kann diese Form von Geschlechterdiskurs nicht mehr hören. Was wird uns Männern nicht alles zugeschrieben! Wir entscheiden für die Familie, wir holen das Geld ran, wir haben kein Interesse an Erziehungsarbeit. Wir gehen mit dem Kind höchstens mal in den Zoo und kümmern uns ansonsten um gar nichts. Das ist lächerlich."[7]
Der Vorwärts berichtet stolz darüber, wie man heute in der SPD rasant Karriere machen kann. Man muss eine hübsche Frau sein, gut quatschen können, Migrationshintergrund haben und Muslimin sein. Der engagierte Kampf gegen Rechts und für die Integration gehört dazu, um Jugendliche und Kinder entsprechend ausrichten zu können.[8]
Medienbeteiligungen
Die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft (dd_vg) mit Sitz in Berlin und Zweigniederlassung in Hamburg ist ein Medienbeteiligungsunternehmen der SPD. Sie ist die Steuerungsgesellschaft des SPD-Unternehmensbesitzes und zu 100 % im Eigentum der SPD. Die dd_vg kommt als Verlagsgruppe mit den ihr zuzurechnenden Tageszeitungen auf eine anteilige Gesamtauflage von rund 435.000 Exemplaren und einen Marktanteil am bundesdeutschen Tageszeitungsmarkt in Höhe von 1,9 %. Sie nimmt damit Rang 11 der führenden Verlagsgruppen im Zeitungsmarkt der Bundesrepublik nach Gesamtauflagen ein. Die SPD ist die einzige politische Partei in Deutschland, die große Medienbeteiligungen unterhält. Über ihre Medienholding dd_vg hält sie zu einem großen Teil Minderheitsanteile an über 70 Zeitungen mit einer Gesamtauflage von über 6 Mio. Exemplaren und 12 Mio. Lesern. Der Jahresüberschuss der dd_vg belief sich 2008 auf 15,5 Mio. Euro und 2007 auf 17,2 Mio. Euro, von denen 11,4 Mio. an die SPD als Gesellschafterin ausgeschüttet wurden.[9]
Zitate
- Aus dem SPD-Wahlprogramm:
- "Wenn wir gleiche Teilhabe für Frauen und Männer verwirklichen wollen, müssen wir alle Lebensbereiche umgestalten:
- Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden." [10][11]
- Wahlspruch von SPD-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt:
Grundgesetz
- Pressemitteilung der SPD vom 8. November 2010 [14]
- Unter dem Titel "Kristina Schröder macht eine Rolle rückwärts" zeigt die SPD, dass ihr elementare Kenntnisse des Grundgesetzes fehlen. In der Pressemitteilung steht, unter Anderem:
- [...] Im Gegenteil, der Staat ist laut Artikel 3, Absatz 2 dazu verpflichtet Gleichstellung zwischen Männern und Frauen durchzusetzen. Frau Schroeder muss damit schleunigst anfangen. [...]
- Im gesamten Grundgesetz gibt es den Begriff Gleichstellung nicht!
- Der Art. 3 Grundgesetz behandelt die Gleichberechtigung.
Dokumente
-
Beschluss der SPD-Bundestagsfraktion von Eckpunkten für ein Entgeltgleichheitsgesetz - SPD-Bundestagsfraktion, 22. März 2011 (3 Seiten)
-
SPD-Grundsatzprogramm, 28. Oktober 2007 (1,2 MB, Seite 42)
-
SPD-Parteiprogramm Kurzfassung (890 KB, Seite 11)
Einzelnachweise
- ↑ Vor dem Parteitag: Purpur - eine neue Farbe für die SPD, Der Tagesspiegel am 2. Dezember 2011
- ↑ "Rote Männer braucht das Land"
- ↑ Ehemaliger SPD-Landeschef Hoderleins bitterer Abgang, Süddeutsche Zeitung am 3. Juni 2011
- ↑ SPD-Berlin: Dienstagsbrief vom 14. Februar 2012
- ↑ Agens: Vier Irrtümer einer Frauenquote. Ein Beitrag von Klaus Funken zur SPD–Quotenpolitik., 8. März 2012
- ↑ Vätermonate: Hast du keine Frau, die sich kümmert?, Berliner Zeitung am 2. April 2012
- ↑ Böhning (SPD) von Männerfeindlichkeit genervt, 3. April 2012
- ↑ Wie man heute in der SPD Karriere macht, 3. April 2012; Porträt: Aufstieg im Sauseschritt, Vorwärts am 3. April 2012
- ↑
Geschäftsbericht 2010 Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft, 13.07.2011 (8,3 MB) - ↑
SPD-Grundsatzprogramm, 28. Oktober 2007 Beschlossen auf dem Hamburger Bundesparteitag, Seite 41 letzter Absatz; Dschinblog: Das neue alte Programm der SPD - ↑ Erhard Eppler: "Die Aussage 'Wer eine menschliche Gesellschaft will, muss die männliche Gesellschaft überwinden'. Dieser Satz stammt nicht von einer radikalen Feministin, sondern von mir. Und ihr dürft ihn getrost ins Hamburger Programm übernehmen."; Sexistinnen-Pranger: Erhard Eppler; Erhard Eppler, Ehrengast der SPD Dinkelsbühl bei der Hundertjahrfeier am 15. Februar 2008
- ↑ Leserbriefe: Rote Familienpolitik, Die Welt am 2. März 2008
- ↑
Karins Kommentar zur Änderung des Unterhaltsrecht - Karin Jäckel - ↑ SPD Pressemitteilung vom 8. November 2010: "Kristina Schroeder macht eine Rolle rueckwärts"
Siehe auch
Weblinks
- Dr. Klaus Funken: SPD: 25 Jahre Frauenquote sind genug, Cuncti - Haltbar am 2. Mai 2012
- Alexander Ulfig: Die SPD hat sich von ihren Ursprüngen weit entfernt, Cuncti - Streitbar am 18. März 2012
- Und das alles vor Franz Müntefering!, 8. März 2012 (Das ist Deutschland hier!) (Das Grauen kommt einem aber mit dem Wissen, dass dies business as usual ist, und bei den anderen Parteien auch nicht anders.) (Ein Lehrstück darüber, wie die Political Correctness die Hirne zersetzt.)
- Gerhard Amendt: Gastkommentar: Die SPD und die Menschlichkeit. Männerfeindlich., Welt am 6. November 2007
- Dr. Johannes Resch: Betreuungsgeld contra "Moderne Gesellschaft", 27. Oktober 2011 (Parteistellungnahmen)
- Frauenhäuser brauchen Planungssicherheit, 19. Juni 2009
- Prüfauftrag für Bundesgesetz zur Finanzierung von Frauenhäusern, 1. Juni 2009
- SPD: Mehr Quote für weniger Mitglieder, FAZ am 6. Dezember 2011
- Nach der Parteireform ist das Führungsgremium der SPD ein Multi-Quoten-Organ. Doch die 26 Plätze reichen gar nicht aus, um alle sozialdemokratischen DIN-Werte abzudecken.

