Migranten

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Migranten sind in Deutschland zu einem "Ersatz" für Bevölkerungspolitik geworden. Das Defizit an Nachwuchs (die Geburtenrate liegt in Deutschland unter 1,4 Kinder pro Frau anstatt der bestandserhaltenden 2,1 Kinder) wird durch Einwanderung ausgeglichen.

Auch die speziellen Probleme ausländischer Jungen werden von der Politik zu häufig ignoriert. So stellte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Jahr 2004 eine Studie über die Situation der Migrationskinder in Deutschland vor, die sich ausschließlich mit der Situation der weiblichen Jugendlichen beschäftigte.[1] Angesichts der Gefahren von Kriminalität, Drogen und Islamismus fordern wir, dass die Politik ihre Einseitigkeit in Bezug auf ausländische Jugendliche aufgibt.

Zitat: «In den Großstädten kippt bei den unter 40-Jährigen schon ab 2010 das Mehrheitsverhältnis Deutscher zu Zugewanderten. Integration bedeutet dann: Wie integriere ich mich als Deutscher in eine neue Mehrheitsgesellschaft aus Zugewanderten?», Herwig Birg[2]
Zitat: «Vielen (...) geht es darum, ihr Anderssein mit vollem Rechtsstatus auszuleben. Wir haben in Deutschland längst Parallelgesellschaften, die so groß sind, dass sie ohne die deutsche Gesellschaft auskommen.», Hans-Ulrich Klose (SPD)[3]

Inhaltsverzeichnis

Zwangsheiraten, Ehrenmorde

Wenn über Zwangsheiraten und Ehrenmorde unter den in Deutschland lebenden Türken berichtet wird, ist fast immer nur von weiblichen Opfern die Rede. Dass auch türkische Männer gegen ihren Willen von ihren Familien verheiratet werden, findet so gut wie nie Erwähnung. Ebenso die Tatsache, dass ein Drittel der Opfer von Ehrenmorden in Deutschland Männer sind[4], in der Türkei sogar zwei Drittel.[5] Hier fordern wir einer objektivere Berichterstattung von Politik und Medien.

Dass Männer gegen ihren Willen verheiratet werden, geschieht laut der Basler Integrationsbeauftragten Angela Bryner gleich oft wie bei Frauen.[6]

Bei dem Thema Zwangsehe gelten oft nur Frauen als Opfer. Das stimmt aber nicht immer, Männer können ebenso betroffen sein. Auch Senol musste seine Cousine heiraten.[7]

Migrantenquote

Die SPD will die Position der Migranten in den eigenen Reihen stärken. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles kündigt "mindestens 15 Prozent Migrantenanteil in allen Gremien" an.[8]

SPD-Bundesvorstand hat die Migrantenquote beschlossen.[9] Der Plan hat aber seine Tücken. Was auf dem Papier noch überzeugend aussieht, ist in Wahrheit eine ziemlich vertrackte Angelegenheit. Das fängt schon damit an, dass ja nicht ganz klar ist, was in Deutschland einen Migrationshintergrund begründet. Ob jemand Mann oder Frau ist, lässt sich noch immer relativ einfach beurteilen, auch wenn wir inzwischen viel daran setzen, die Grenzen zwischen den Geschlechtern zu verwischen.

Doch wer oder was ist ein Migrant?

Die einfachste Antwort auf die Frage, wer für die Erfüllung der Migrantenquote in Frage kommt, wäre: jemand, der nicht in Deutschland geboren ist. Aber nach diesem Kriterium wäre auch jeder Deutsche, dessen Eltern sich zufällig zum Zeitpunkt der Geburt im Ausland aufhielten, ein Anwärter auf einen der quotierten Führungsplätze, was natürlich eine unberechtigte Vorteilsnahme gegenüber den wirklichen Migranten bedeuten würde. Also jemand mit ausländischem Pass. Das klingt ebenfalls einleuchtend, würde aber alle ausschließen, die sich rechtzeitig haben einbürgern lassen oder überhaupt nie auf einer doppelten Staatsbürgerschaft bestanden haben, so wie es mit dem neuen Einbürgerungsrecht beabsichtigt war. Weil auch dies nicht praktikabel erscheint, bleibt nur der Verweis auf die Vorfahren, also die Eltern und Großeltern.

Der Parteivorstand hat in einer gesondert vorgelegten Erklärung ausgeführt, dass als Migrant zu gelten habe, wer bis in die dritte Generation auf einen nichtautochthonen, also eindeutig fremdländischen Familienangehörigen verweisen kann. Doch was ist fremdländisch genug? Reicht eine französische Großmutter, oder muss es etwas Exotischeres sein? Auch Thilo Sarrazin hätte Anspruch auf einen der Quotenplätze, wenn man die Kriterien zu großzügig auslegt. Seine Großmutter ist eine Engländerin, die Mutter stammt aus Westpreußen, was heute Polen ist, woran sich die Frage anschließt, ob bei der Bestimmung des Migrantenstatus die Grenzen von 1937 gelten sollen oder doch lieber die von 1949 (womit automatisch alle Vertriebenen einen privilegierten Zugang zu SPD-Führungspositionen hätten).[10]

Da drängt sich die Frage auf, ob die SPD sich mit dem kleinen Nicht-Ariernachweis (zwei Generationen) zufrieden geben wird. Wenn die deutschen Sozialdemokraten das ernsthaft durchziehen wollen, werden sie tatsächlich Nachweise wie Geburtsurkunden des Bewerbers und der Eltern (evtl. Großeltern) anfordern müssen, womöglich sogar direkt im Ausland. Ob sind die Initiatoren ernsthaft über die Folgen in der Praxis Gedanken gemacht hat? Möglicherweise wird es letztlich trotz allem aber auch diesmal viele unklare Fälle geben und am Ende auf "Wer Migrant ist, bestimme ich" hinauslaufen.[11]

Hauptartikel: Migrationshintergrund und Quotenregelung

Bevölkerungsentwicklung

Am Zuwanderungsgeschehen nach Deutschland fällt der starke Anteil an humanitär begründeter Menschenaufnahme auf, wie er in den übrigen westlichen Industriestaaten, selbst den USA, unbekannt ist. 75 Prozent der Asyl- und Fluchtbewegungen auf Europa zu enden in Deutschland, das mit seiner Gesetzgebung und Praxis wie ein Magnet wirkt und Abwanderung aus immer mehr Herkunftsgebieten anzeigt. Bei dieser Zuwanderungsform, zu der die Familienzusammenführung hinzugerechnet werden muss, hat das Aufnahmeland gebundene Hände. Es kann nur über Gesetzes- und Bestimmungsänderungen den Zuzug beeinflussen. Die Zuzugsgründe sind politischer und sozialer Natur. Es wird daher nie die Frage nach den Existenzgrundlagen oder der Brauchbarkeit der Zuwanderer im Lande gefragt. So entsteht der hohe Anteil an Großfamilien, die schon über Jahre hinweg Sozialempfänger sind. Die Arbeitslosigkeit ist beim ausländischen Bevölkerungsteil doppelt so hoch als beim deutschen. Da das deutsche Abstammungsrecht sich um den nationalen Integrationsgrad der Ausländer nicht kümmert, es sei denn im Einbürgerungsfall, also ungewöhnlich tolerant ist, wird die Übersicht über eine ausländische Bevölkerung verloren. Sowie sie ein gewisses Quantum übersteigt und die im Lande Befindlichen Anlaufstation und Brückenkopf für neu ankommende Landsleute bilden. Ihr Integrationsgrad ist nicht mehr zu bestimmen. Es existiert auch kein besonderes Integrationsprogramm. Bürokratische Einordnung und Schulpflicht der Kinder ist wahrlich zu wenig, um einmal in der deutschen Gesellschaft und nicht bloß in der Subkultur der Landsleute zu existieren.[12]

Würde den Trend der deutschen Bevölkerungsentwicklung aufhalten wollen, bräuchte man dazu eine Million jüngerer Einwanderer jährlich. Denn die ausgleichende Anzahl Babys alleine ist nicht zu importieren, es müssen Familien kommen. Sodann einen wirtschaftlichen arbeitsmarktpolitischen Zuwanderungsbedarf, wie ihn die Einwanderungsländer in Übersee im Auge haben. Der demographische Ersatz zwecks "Rektangulierung" der Altersstruktur ist von seinem Quantum her weder zu administrieren, kulturell zu integrieren, noch politisch durchzusetzen. Denn ein größeres Immigrationsreservoir findet sich nicht mehr in Europa. Das schraubt auch Hoffnungen auf ökonomisch erwünschte Einwanderung zurück. Hochtechnologie-Gesellschaften haben immer weniger Bedarf an "Unterschichtung". Qualifizierte und Experten von dort abwerben, wo sie dringender gebraucht werden und ohnehin mit Entwicklungshilfe ausgebildet wurden, nennt man seit einiger Zeit "die neue Ausplünderung der Dritten Welt".[12]

Mit dem Bau der Mauer 1961 wurde der bis dahin für die westdeutsche Wirtschaft bequeme Zustrom ostdeutscher, unmittelbar integrierter Arbeitskräfte gestoppt. Der dadurch aufgebrochene Arbeitskräftemangel wurde mit massiver "Gastarbeit" aus "Anwerbestaaten" des Mittelmeerraums gedeckt.[13]

Hauptartikel: Demographie

Migrantendeutsch

Wer die "Kiezsprache" der Migranten nicht als vollwertigen deutschen Dialekt anerkennt, der ist ein Ausländerfeind.[14] Hinter vorgehaltener Hand wird die Professorin Heike Wiese als "durchgeknallte Multikulti-Enthusiastin" gehandelt, die "falsches, verstümmeltes Deutsch" zur Weiterentwicklung unserer Muttersprache adelt und gleichzeitig die "Lebenslüge der politischen Linken" am Köcheln hält.[15]

Einzelnachweise

  1. Viele Welten leben. Lebenslagen von Mädchen und jungen Frauen mit griechischem, italienischem, jugoslawischem, türkischem und Aussiedlerhintergrund - Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 2004
  2. "In den Großstädten werden sich die Deutschen integrieren müssen", Die Welt am 2. Januar 2002 (Kopie)
  3. "Ein Paß ist genug" - Gespräch mit Hans-Ulrich Klose (MdB), in: Die Zeit am 14. Januar 1999
  4. BKA Studie 2006: Ehrenmorde in Deutschland
  5. Neue Statistik über "Ehrenmorde" in der Türkei, Deutschlandradio
  6. Mann zur Zwangsheirat nach Basel verschleppt
  7. Männliche Opfer der Zwangsehe: Der Mann an ihrer Seite
  8. Integrationsdebatte: SPD plant parteiinterne Migrantenquote, Die Zeit am 2. Mai 2011
  9. SPD: Gabriel drückt Migrantenquote durch, Spiegel am 9. Mai 2011
  10. Jan Fleischhauer: Ausländerquote bei der SPD: Vorwärts, Migranten!, Spiegel am 12. Dezember 2011
  11. WGvdL-Forum: SPD ist die Pest, Nihilator am 12. Dezember 2011 - 17:09 Uhr
  12. 12,0 12,1 Josef Schmid: Das demographische Dilemma Deutschlands - In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31. Mai 2000
  13. Josef Schmid: Die demographische Entwicklung Deutschlands - Ursachen, Folgen und politische Optionen - (Gutachten für die interministerielle Arbeitsgruppe der Bayerischen Staatsregierung zu Fragen der Zuwanderungssteuerung und Zuwanderungsbegrenzung), Teil II: Materialien zum Bericht der interministeriellen Arbeitsgruppe, München 2000
  14. Germanistikprofessorin: Kanak Sprak sei gutes Deutsch, 27. März 2012
  15. Sprache: Kiezdeutsch - Ein neuer deutscher Dialekt?, Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag am 25. März 2012

Siehe auch

Weblinks

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