Frauenquote

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Leistung statt Quote!

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Frauenquote ist im Paragraphen 8 des Bundesgleichstellungsgesetzes festgelegt, wonach Frauen bevorzugt eingestellt und befördert werden dürfen, wenn sie in einzelnen Bereichen unterrepräsentiert sind. Eine entsprechende Quotenregelung für Männer gibt es nicht. Laut Urteil des Europäischen Gerichtshofs (Aktenzeichen C-407/98 Abrahamsson und Anderson) ist sogar der Passus "... von gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung (Qualifikation) ..." nicht länger mit dem EU-Recht vereinbar. Eine Frau hat auch dann eine Chance, den gewünschten Job zu bekommen, wenn sie schlechter qualifiziert ist als ein männlicher Mitbewerber, solange dieser Unterschied nicht so groß ist, dass er gegen das Erfordernis der Sachgerechtigkeit bei der Einstellung verstößt. Wir fordern: Diese Ungerechtigkeit muss sowohl auf europäischer Ebene als auch in Deutschland beseitigt werden. Chancengleichheit heißt gleiche Startbedingungen, nicht gleicher Zieleinlauf! (s. Gleichstellung)

Wir brauchen Titten!

Selbst in Bereichen des öffentlichen Dienstes, in denen Frauen bereits massiv überrepräsentiert sind, verlangt das Gesetz nach wie vor die vorrangige Einstellung von Frauen. Diese Regelung entbehrt mittlerweile jeglicher Grundlage. Deshalb fordern wir, dass ab einem Frauenanteil von 50 % jegliche Frauenförderung eingestellt wird. Statt dessen sollte überall dort, wo Frauen überwiegen, eine gezielte Einstellung von Männern gefördert werden.

Quotenregelungen im öffentlichen Dienst: Sind bisher lediglich eine einseitige Bevorzugungen von Frauen, in Bereichen in denen Frauen die Beschäftigungsmehrheit stellen gibt es keine ensprechende Regelung zugunsten von Männern (z. B. bei Pflegeberufen, Grundschullehrern, Kindergärtnern, ...)

Gerne wird der Blick auf einen Sektor (Führungsschicht) gerichtet, der so wenige Prozent der Jobs ausmacht. Seltsamerweise schlagen Frauen, die bestimmte Stellen dort angeboten bekommen, diese ab, weil sie 13 Stunden am Tag arbeiten müssten. Dann gibt es die Jobs, in denen es keine Frauenquote gibt: "24 der 25 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) so bezeichneten 'Todesberufe' werden fast ausschließlich von Männern ausgeübt." Minenräumdienste, Quecksilberminen, Baugewerbe ...

In die Berufe von Kanalarbeitern, der Müllabfuhr und dem Klärwerk drängen auch keine Feministinnen.

Frauen, die einen guten Posten in Politik oder Wirtschaft allen Anzeichen nach nicht durch ihre Qualifikation, sondern allein durch die Quote bekommen haben, werden als Quotenfrauen bezeichnet.

Headhunter betonen immer wieder, dass Frauen sehr gefragt seien, dass die Firmen noch so gerne mehr Frauen im Verwaltungsrat oder in der Geschäftsleitung sähen, sich aber kaum welche finden liessen - trotz unzähliger Mentor- und Förderprogramme.[1]

Frauen zuerst, Verstand zuletzt! Typisch Männer!

Inhaltsverzeichnis

Beispiele

Baden-Württemberg

In den Kommunalverwaltung Baden-Württembergs betrug der Anteil der weiblichen Beschäftigten schon im Jahr 2000 über 60 %. Trotzdem wird das Gleichstellungsgesetz weiter zum Nachteil von Männern aufrecht erhalten. Demnach müssen Frauenförderpläne und Frauenvertretungen sogar in völlig frauendominierten Berufen erstellt werden, so z. B. im Erziehungswesen. Eine absurde Idee, die niemandem nützt - außer denjenigen, die auf diese Weise vom Staat einen unkündbaren Arbeitsplatz erhalten, um diese Pläne umzusetzen.

Norwegen

In der deutschen Diskussion wird nämlich häufig vergessen, dass die Quotenregelung in Norwegen nur für allgemeine Aktiengesellschaften, kurz ASA, gilt. Diese Gesellschaftsform entspricht der deutschen AG. Die Mehrheit der norwegischen Unternehmen ist allerdings wie eine deutsche GmbH organisiert - und daher von der Regelung gar nicht betroffen. Bevor die Quote in Norwegen gesetzlich verankert wurde, drohte der zuständige Minister den Konzernen bereits mit ernsten Sanktionen: Wer die Quote nicht erfülle, könne im Zweifelsfall seine Börsenzulassung verlieren. Dass er die Unternehmen damit auf eine Idee brachte, wird er nicht geahnt haben.

Am Institut für Sozialforschung in Oslo wurde die Auswirkung der Frauenquote auf die norwegische Unternehmenslandschaft analysiert. Als das Gesetz im Jahr 2003 bekannt gegeben wurde, waren 554 Unternehmen an der Börse notiert. 2009 waren es nur noch 362. Als die beiden Wissenschaftlerinnen nach den Gründen für den Rückzug von der Börse fragten, nannte jedes dritte Unternehmen die Einführung der Frauenquote. Mit anderen Worten: Viele norwegische Konzerne verabschiedeten sich von der Börse, um sich vor der Quote zu drücken.

Bei den verbleibenden Unternehmen führte die Quote dagegen zu einer Art Cousinenwirtschaft. Deren Mitglieder sind die sogenannten "Goldröcke". So haben die Norweger jene Managerinnen getauft, die die wichtigen Posten unter sich aufteilen. In Norwegen besetzen inzwischen rund 70 Frauen etwa 300 Aufsichtsratsplätze.[2]

Politik

In Deutschland haben die Grünen (die hier Vorreiter waren), die SPD und die Linke Frauenquoten eingeführt (40 % bei der SPD, 50 % bei den beiden anderen). In der CDU wurde 1996 ein sog. "Frauenquorum" eingeführt - das Ziel, den Frauenanteil bei den wichtigen Posten zu erhöhen, allerdings ohne Zwangsmaßnahmen. 2010 führte auch die CSU eine Frauenquote ein, vorerst aber nur auf der Führungsebene, wegen Mangel an potentiellen Kandidatinnen.[3]

Die vom Landesverband Berlin veröffentlichten Zahlen über die Mitgliedschaft von Frauen in der SPD zeigen, dass der Frauenanteil in der SPD seit Jahren bei unter einem Drittel stagniert. Bei den neu eintretenden Mitgliedern liegt er sogar deutlich darunter. Im Jahr 2011 waren gerade einmal 28 % der neu in die Partei eintretenden Mitglieder Frauen. Das Ziel der Frauenquote, den Frauenanteil in der Mitgliedschaft zu erhöhen, konnte nicht erreicht werden. 25 Jahren Frauenförderung, in deren Zentrum seit 1988 ja die Frauenquote – verankert in den Parteistatuten – steht, ist wirkungslos verpufft. Bei der SPD bestätigen sich die Erfahrungen bei der Förderung von Frauenschach, die ebenfalls weder in der Spitze noch in der Breite das Interesse von Frauen an Schach spürbar erhöhen konnten. Fördergelder werden sinnlos verpulvert und anstatt nach den Ursachen dieses Misserfolgs nachzugehen, handelt die SPD-Parteiführung in Bund und Land nach der Parole "Weiter so".[4][5]

In der Schweiz hat die SP (Sozialdemokraten) eine Frauenquote von 40 % für alle Wahllisten und in den Parteigremien. Die Grünen der Schweiz haben wie die deutschen Grünen eine Frauenquote von 50 %.

In Indien sollen in Zukunft 33 Prozent der Sitze in den Parlamenten in Neu-Delhi und in den Bundesstaaten für weibliche Abgeordnete reserviert sein.[6][7]

Wirtschaft

In Norwegen hat die Regierung im Dezember 2003 eine Frauenquote von mindestens 40 Prozent für Sitze in allen Verwaltungsräten der 600 börsennotierten Unternehmen beschlossen. Diese sollte bis zum 1. September 2005 umgesetzt werden, sonst erfolgten Zwangsmittel. Der Anteil der Frauen betrug im Jahre 2003 sieben Prozent.

Spanien folgte 2007, als der sozialistische Ministerpräsident Zapatero ("Ich bin Feminist") Wirtschaft und Politik seines Landes eine Frauenquote von 40 Prozent verordnete.[8]

Die Niederlande wollen Unternehmen dazu verpflichten, Vorstände und Aufsichtsräte zu mindestens 30 Prozent mit Frauen zu besetzen. Die Frauenquote ist in Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern geplant. Bis Ende 2015 sollen die Unternehmen aber zunächst freiwillig mehr Frauen in Spitzenpositionen berufen. Erst wenn sich auf diesem Weg der Frauenanteil nicht erhöhe, solle eine gesetzliche Quote vorgeschrieben werden.[9]

In Belgien hat die christlich-demokratische Senatorin Sabine de Bethune 2010 nach einigen parlamentarischen Anhörungen einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet. Er sieht einen Frauenanteil von mindestens 30 Prozent in börsennotierten Unternehmen vor. Derzeit sind von 258 Vorstandsmitgliedern der 20 größten belgischen Unternehmen nur 23 weiblich.[10] 2011 wurde das Gesetz umgesetzt. Es geht so weit, dass jeder frei werdende Posten mit einer Frau besetzt werden muss, solange die Quote nicht erreicht ist; Firmen, die sich nicht daran halten, können staatliche Begünstigungen verlieren.[11]

Eine ähnliche Quote forderte der damalige SPD-Vorsitzende Müntefering am 17. März 2009. In allen Aufsichtsräten deutscher Aktiengesellschaften sollten nach seinem Willen ab 2013 (also innerhalb von nur vier Jahren!) mindestens 40 Prozent Frauen sitzen.

In Frankreich hat am 20. Januar 2010 der Fraktionsvorsitzende der Mehrheitspartei UMP, Jean-François Copé, einen Gesetzentwurf ins Parlament eingebracht, der vorsieht, den Frauenanteil in den Kontrollgremien börsennotierter Unternehmen bis 2016 auf 40 Prozent zu erhöhen.[12]


Die Firmen suchen händeringend nach Frauen, die die Erfahrung mitbringen, um einen Chemiekonzern zu führen, oder sich in der Welt der Automobilentwicklung auskennen. Von allen akademischen Berufsanfängerinnen in den großen Aktienunternehmen sind im Durchschnitt nur 20 Prozent weiblich. Und trotz aller feministischer Beschwörungen wollen von diesen nachweislich nur 20 Prozent ohne Wenn und Aber Karriere machen. So ergibt sich aus mathematischen Gründen, dass nur vier Prozent der Frauen in den Vorständen ankommen. (...) Ein Unternehmen, das lieber einen geistig leichtgewichtigen Kerl einstellt oder befördert als eine kluge und kompetente Frau, wird dies früher oder später in den Bilanzen büßen. Dummheit bestraft der Markt. Die Vorstellung aber, der Staat könne durch gesetzliche Vorgaben eine Gleichheit herstellen, die es in der Natur nicht gibt, ist eine Überheblichkeit, die an Dummheit grenzt.[13]

Jugendheim Karlshof

Es ist heute politisch korrekt, Führungspositionen bevorzugt mit Menschen weiblichen Geschlechts zu besetzen. Es kommt oftmals nicht mehr auf die fachliche oder persönliche Qualifikation an, sondern auf das Geschlecht. Aus dem Druck der Political correctness entsteht eine Tendenz, Positionen mit nicht geeigneten Personen zu besetzen, die der vorgesehenen Aufgabe nicht gewachsen sind. Um dem politisch korrekten Willen zu genügen, werden so Stellen bevorzugt mit Frauen besetzt. Im Ergebnis kann dieses politisch korrekte Handeln im Herunterwirtschaften des Betriebes enden.[14]

Die vier Irrtümer einer obligatorischen Frauenquote

  1. Es ist ein Irrtum anzunehmen, dass aus der unbestreitbaren Tatsache, dass Frauen die Hälfte der Bevölkerung stellen, die Forderung abgeleitet werden könne, Spitzenpositionen in Organisationen und Unternehmen entsprechend hälftig zu besetzen. Dies gilt ganz besonders für Parteien, die verfassungsrechtlich angehalten sind, ihre Spitzenfunktionäre einer demokratischen Legitimation zu unterwerfen. Die obligatorische, zwischenzeitlich sogar unbefristete Quotenregelung kann als Indiz für den Niedergang der innerparteilichen Demokratie angesehen werden.
  2. Es ist ein Irrtum anzunehmen, dass eine obligatorische Besserstellung von Frauen in den Statuten einer Partei ohne zeitliche Befristung rechtlich zulässig ist. Weil eine Quotenregelung gegen Art. 3 Abs. 3 S. 1 Grundgesetzes (niemand darf "wegen seines Geschlechts ... benachteiligt oder bevorzugt werden") verstößt, ist zumindest die zeitliche Befristung einer solchen Regelung zwingend. Die Aufhebung der zeitlichen Befristung der Quotenregelung auf dem Parteitag der SPD in Bochum 2003 war und ist deshalb verfassungsrechtlich höchst riskant.
  3. Es ist ein Irrtum anzunehmen, dass die Auswahl von Führungspersonen einer Partei nach anderen Kriterien als Persönlichkeit, persönliche Ausstrahlung, Qualifizierung, Wählbarkeit, Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit erfolgen kann. Die Quotenregelung als Instrument einer verteilungsgerechten Zwangsbewirtschaftung von Führungspositionen muss die Attraktivität einer Partei auf Dauer schädigen. Die SPD ist dafür das beste Beispiel.
  4. Es ist ein Irrtum anzunehmen, dass Frauen begeistert sind, als Quotenfrau in Amt und Würden zu gelangen. Das ist verständlich und leicht nachvollziehbar. Die Quotenregelung zugunsten von Frauen ist ja nichts anderes als das Eingeständnis, dass Frauen im innerparteilichen Wettkampf um Posten und Ämter mit den Männern nicht mithalten können. Diese altväterliche Sichtweise, wie sie die Erfinder der Quotenregelung - Egon Bahr und Willy Brandt - in den siebziger Jahren eingenommen hatten, heute noch anzunehmen, ist schlicht anachronistisch und auch ziemlich lachhaft. Im Übrigen passt das Bild der "Quotenfrauen" so gar nicht ins Bild der "Starken Frauen", das in den Medien zur Schau gestellt wird.[15]

Kritik

Zitat: «Letztlich dient die Frauenquote dem männlichen Konkurrenzkampf, denn damit können ernsthafte männliche Mitbewerber weggebissen und durch vollkommen ungefährliche und unfähige Quotentanten ersetzt werden - die sich dann aber in ihrer lächerlichen weiblichen Hybris (von wegen 'Augenhöhe') richtig gut finden.» - Wolfgang A. Gogolin[16]
  • Die stellvertretende Chefredakteurin der WELT Andrea Seibel hat in einen bemerkenswertem Artikel die Thematik in nur wenigen Sätzen auf den Punkt gebracht. Sie schreibt, dass die wenigstens Frauen eine Quote wollen, dass die EU-Kommissarin Viviane Reding dieses Thema anscheinend als ihr Lebensziel auserkoren hat und dass die Regelungswut der freien Wirtschaft schadet. Letztendlich benennt sie die Quote als das, was sie ist – eine Diskriminierung.[17][18]
  • Klaus-Peter Müller, Chef des Commerzbank-Aufsichtsrats sieht bei der Frauenquote "gewaltigen politischen Populismus" am Werk.[19]
  • Die Frauenquote tut so, als ob es die tatsächlichen Machtverhältnisse in jedem Haushalt, das ständige Damoklesschwert, dass Väter im Scheidungsfall meist ihre Kinder verlieren, nicht gäbe. Und als ob in Firmen die "faktische Macht durch Wissen und Fleiß" keine Rolle spielen würde.[20]
  • Jobst-Hubertus Bauer, Arbeitsrechtler: "Wenn etwa in der Begründung zu einem Gesetzentwurf der Grünen zur Quote in Aufsichtsräten nahegelegt wird, die Wirtschaftskrise sei auch Folge mangelnder Kontrolle durch homogen männlich besetzte Aufsichtsräte, halte ich dies für eine diskriminierende und spekulative Argumentation, die als Grundlage für die rechtliche Diskussion völlig ungeeignet ist."[21]
  • "Eine Frauenquote unterstellt Frauen nicht nur Quotenfrauen zu sein, es sind schlicht Quotenfrauen."[22]
  • "Warum nicht eine Statistik über die Menschen in der BRD erstellen und dann befehlen, dass jeder Betrieb die Gesellschaftsstruktur exakt abbilden muss. Schwarze-Weiße, Dunkelhaarige-Hellharige, Männer-Frauen, Transsexuelle-Schwule-Lesben, Große-Kleine, Dicke-Dünne, Alte-Junge ... usw. Alles andere ist doch nur eine halbe Sache."[23]
  • In den Mainstream-Medien wird in der Regel völlig unreflektiert und unkritisch die Frauenquote gefordert. Es werden gebetsmühlenartig immer wieder dieselben Parolen und Phrasen geäußert.[24]
  • Der Bonner Verfassungsrechtler Fritz Ossenbühl kommt in einem aktuellen Gutachten für das Familienministerium zu folgendem Ergebnis: "Starre Quoten, die nicht 'auf die Herstellung der Chancengleichheit, sondern der Ergebnisgleichheit' gerichtet sind, seien mit dem Grundgesetz unvereinbar. Lediglich eine von den Unternehmen selbstbestimmte Quote verstoße weder gegen die Eigentumsgarantie noch gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes.".[25]
  • Der Druck auf Wirtschaft und Politik zur Einführung einer gesetzlichen Frauenquote wächst. Dabei wird gerne übersehen, dass starre Regelungen das andere Geschlecht benachteiligen – und gegen das Diskriminierungsverbot verstoßen.[26]
  • Auf einer Veranstaltung über die Frauenquote hat der Aufsichtsratschef der Deutschen Börse einen Kontrapunkt gesetzt und eine beginnende Männerdiskriminierung beklagt: "Man gibt immer einer Frau den Vorzug vor einem Mann, der gleichermaßen qualifiziert ist".[27][28]
  • Immer heftiger wird über das Für und Wider einer gesetzlich oktroyierten Frauenquote für Aufsichtsräte und Vorstände börsennotierter Unternehmen diskutiert. Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hält einen solchen staatlichen Eingriff in die Personalpolitik der Unternehmen mit einer freien Gesellschaft und einer Sozialen Marktwirtschaft für nicht vereinbar.[29]
  • Kritisch zu der von der CDU/FDP-Bundesregierung geplanten Einführung einer Frauenquote in der Wirtschaft hat sich jetzt der Lüneburger Vorsitzende der CDU-Mittelstandsvereinigung MIT geäußert. Peter Luths geht auf Gegenkurs zu seiner Bundespartei und sagt, der Staat solle sich nicht in die Personalpolitik von Unternehmen einmischen. Der Weg der Bundesregierung zu mehr Frauen in Führungspositionen nennt Luths "verfehlt". Der Jurist sagt: "Die Personalauswahl ist Aufgabe des jeweiligen Unternehmens, der Staat sollte sich aus der Personalpolitik eines Betriebes heraushalten und von einer Einschränkung der unternehmerischen Freiheit absehen." Die Mittelständler der CDU lehnen laut Luths sowohl eine verpflichtende als auch eine freiwillige gesetzliche Quotenregelung ab.[30]
  • "Die geplante Einführung einer Frauenquote dient vor allem dem Zweck, die Deutschen wieder daran zu gewöhnen, dass der Staat Menschen nach Geschlecht oder sonstigen ererbten Merkmalen klassifiziert und bestimmten Menschengruppen damit mehr Rechte zuweist als anderen. [...] Die Frauenquote dient [...] als Dammbruch. Sie markiert den endgültigen Abschied von den Idealen von 1949. Ist dieser Damm einmal gebrochen - und er wird brechen, dafür werden unsere Staats- und Parteiführer schon sorgen - ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch [...] Gastarbeiterverbände auf das Beispiel der Frauenquote verweisen werden, um sich mittels eigener Quote ebenfalls [...] Sonderrechte zu verschaffen. Im Ergebnis werden wir genau den Staat bekommen, vor dem uns das Grundgesetz eigentlich schützen soll: einen Staat, der Menschen nach Vererbung beurteilt und bestimmten Gruppen mehr Rechte zuweist als anderen."[31]
  • "Diskrimination kann nicht durch mehr Diskrimination gelöst werden. Und genau das wäre eine Frauenquote. Sie würde Frauen benachteiligen, weil sie ihnen die Fähigkeit abspricht, einen derartigen Aufstieg aus eigener Kraft zu schaffen. Letztlich würden sie dadurch ja mit Behinderten verglichen, für die es ja auch eine gesetzliche Quote gibt."[32]
  • "Weiblich zu sein, reduziert die Wahrscheinlichkeit selbständig zu sein oder sich selbständig zu machen, um 77 % bzw. 80 %. Verheiratet sein macht die Selbständigkeit um 21 % unwahrscheinlicher als ledig zu sein." - Also sind verheiratete Frauen zu 100 % unselbständig?!?? - "Dass Offenheit Selbständigkeit um 29 % befördert und Extrovertiertheit einen Push von 19 % in Richtung Selbständigkeit ausübt, verblasst neben dieser Geschlechterungleichheit."[33]
  • "Über die Quote wirst du nicht als Mensch anerkannt, sondern als Funktion deines Geschlechts. Die Quote ist ein Kind des Feminismus, der Männer und Frauen eine permanente historische Schlacht gegeneinander schlagen sieht." - Gunnar Schupelius[34]
  • "Hinter dem Versprechen der Emanzipation steht nur noch die Vorteilsgewinnung, deshalb auch die Verkürzung jeder Diskussion auf die Quote. Gleichstellungspolitik funktioniert hier folgerichtig als Patronage der eigenen Anhängerschaft."[35]
  • "Anstatt über Mindestlöhne oder verringerte Arbeitszeiten zu reden, wird mit Frauenquoten Kastenpolitik betrieben."[36]

Managerinnen gegen Quote

  • Eine Frauenquote in Firmen würde nach Ansicht von Opel-Entwicklungschefin Rita Forst das Leistungsprinzip außer Kraft setzen. "Ich bin für mehr Frauen in Führungspositionen, aber nicht über eine künstliche Quote", sagte Forst den "VDI Nachrichten".[37]
  • Im Vorfeld des Frauengipfels der Bundesregierung hat Eon-Personalvorstand Regine Stachelhaus eine gesetzliche Frauenquote abgelehnt. "Eine gesetzlich festgelegte Frauenquote halten wir nicht für zielführend", sagte Stachelhaus der "Rheinischen Post".[38]
  • Die neue SAP-Personalchefin Angelika Dammann: Eine Quote lehnt sie strikt ab. "Ich bin gegen eine Quote, weil sie zu kurz greift."[39]
  • Nach einer Umfrage der Peronalberatung Odgers Berndtson lehnen 56 Prozent der Managerinnen die Frauenquote in der Wirtschaft strikt ab. Die Umfrage der Personalberatung LAB ist noch deutlicher: 77 Prozent der Managerinnen bewerten die Quote als "sinnlos".[40]

Deutschlandradio Kultur

Das Doppelgesicht der Quote. Die eigentlichen Opfer sind die Frauen - Deutschlandradio mit Norbert Bolz (1,96 MB)
Das Doppelgesicht der Quote. Die eigentlichen Opfer sind die Frauen - Deutschlandradio
Kontra Frauenquote Gespräch mit Klaus-Peter Müller, Kodex-Kommission

Literatur

Einzelnachweise

  1. Sieg der Frauen, Die Weltwoche 24/2011
  2. Frauenquote in Europa: Club der Cousinen, Wirtschaftswoche am 7. Februar 2011
  3. Bayern: CSU will Frauenquote auf Führungsebene einführen, Frankfurter Allgemeine Zeitung am 4. Oktober 2010
  4. SPD-Berlin: Dienstagsbrief vom 14. Februar 2012
  5. Agens: Vier Irrtümer einer Frauenquote. Ein Beitrag von Klaus Funken zur SPD–Quotenpolitik., 8. März 2012
  6. Gleichstellung: Indien beschließt Frauenquote, Die Zeit am 9. März 2010
  7. Parlament: Indien beschließt Frauenquote, Der Spiegel am 9. März 2010
  8. FRAUEN-WELTEN: Die Stunde der Frauen, Spiegel-Special 1/2008, 26. Februar 2008
  9. Niederlande: Frauen per Gesetz in die Chefetage, Süddeutsche Zeitung am 27. Oktober 2009
  10. Niederlande und Belgien: Frauenquote für Spitzenpositionen, FAZ am 14. März 2010
  11. Weibliche Vorstände: Belgien verordnet sich eine gesetzliche Frauenquote, Süddeutsche Zeitung am 1. Juli 2011
  12. Frauenquote in Frankreich: "Seid weniger machohaft!", Süddeutsche Zeitung am 21. Januar 2010
  13. Günter Ederer: Dummheit bestraft der Markt, AchGut-Blog am 5. Februar 2012
  14. Soziale Kompetenz von Frauen in Führungsposition
  15. Klaus Funken: Weiter auf dem Holzweg, Cuncti - Streitbar am 29. März 2012
  16. WGvdL-Forum: Wolfgang A. Gogolin am 20. September 2011 - 18:44 Uhr
  17. FemokratieBlog: Immer mehr Frauen finden Quoten ungerecht, 4. März 2012
  18. Andrea Seibel: Gleichberechtigung: Frauenquote führt zu Veränderungen - bei Frauen, Die Welt am 2. März 2012
  19. Frauenquote: Commerzbank-Aufsichtsrat greift Politik an, Focus am 14. November 2010
  20. Ein Traktat wider die Frauen-Karrierequote, Politically Incorrect am 1. Februar 2011
  21. "Das Ziel ist, den Mensch als Individuum zu bewerten - nicht als Mann oder Frau", Wirtschaftswoche am 3. Februar 2011
  22. "Das Ziel ist, den Mensch als Individuum zu bewerten - nicht als Mann oder Frau", Kommentar von Oliver in der Wirtschaftswoche am 3. Februar 2011 um 15:21 Uhr
  23. "Das Ziel ist, den Mensch als Individuum zu bewerten - nicht als Mann oder Frau", Kommentar von Wima in der Wirtschaftswoche am 3. Februar 2011 um 15:51 Uhr
  24. Alexander Ulfig: Kritische Artikel zur Frauenquote, Freie Welt am 15. Februar 2011
  25. Warum viele Frauen gegen die Quote sind, Wirtschaftswoche am 6. Februar 2011
  26. Wenn die Quote die Diskriminierung anheizt, Handelsblatt am 15. Februar 2011
  27. Frauenquote in Aufsichtsräten. Diskriminierung von Männern beklagt., FAZ am 18. Februar 2011
  28. Männerdiskriminierung findet schon statt, Mitteldeutsche Zeitung am 17. Februar 2011
  29. Chancengleichheit: Frauenquote ist der falsche Weg, vbw am 16. Februar 2011
  30. Luths kritisiert Quoten-Pläne der Bundesregierung, Hamburger Abendblatt am 3. Februar 2011
  31. Blaue Narzisse: Verfassungsbruch? Die Frauenquote hebt die Gleichheit der Menschen vor dem Gesetz auf, Peter Lehmann am 15. Februar 2011
  32. Fulanos Worte: Frauenquote gleich Idiotenquote, 7. Februar 2011
  33. Wie wär's mit einer Selbständigenquote, 7. Mai 2011 (Kommenter zum DIW-Wochenbericht)
  34. Senatoren-Suche: Qualität statt Quote, Berliner Zeitung am 18. November 2011
  35. Jan Fleischhauer: S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal: Wer hat Angst vor Alice Schwarzer?, Spiegel Online am 6. Februar 2012
  36. Kommentar von Omti in: Massenvergewaltigungen, Versklavung, Gendercide, Cuncti - Haltbar am 29. März 2012
  37. Opel-Managerin gegen Quote, Frankfurter Rundschau am 11. Februar 2011
  38. Eon-Personalvorstand gegen gesetzliche Frauenquote, mittelstandcafe.de am 29. März 2011
  39. Vor Treffen mit Ministern: SAP-Personalchefin lehnt Frauenquote ab, business-wissen.de am 29. März 2011
  40. Managerinnen gegen Frauenquote, Freie Welt am 9. Februar 2011
  41. Rezension: Qualifikation statt Quote, Humanistischer Pressedienst am 26. April 2012

Siehe auch

Weblinks

(mehr)
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