Wolfgang Wippermann

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Wolfgang Wippermann (* 29. Januar 1945) ist ein deutscher Historiker.

1978 habilitierte er sich mit der Schrift "Die Bonapartismustheorie von Marx und Engels". Er ist außerplanmäßiger Professor am Friedrich-Meinecke-Institut (Abteilung Neuere Geschichte) an der Freien Universität Berlin. Zudem hat er einen Lehrauftrag an der Universität der Künste Berlin. Wippermanns Hauptforschungsgebiet ist die Ideologiegeschichte. Hierbei liegen seine Schwerpunkte auf dem Antiziganismus, den Faschismustheorien, der Geschichte des Kommunismus, Antisemitismus sowie auf der geschichtlichen Rolle des Teufelsglauben und den Verteufelungen von gesellschaftlichen Randgruppen bishin zu daraus resultierenden Verschwörungstheorien.

Der Berliner Historiker arbeitet seit Jahren eng mit der "antifaschistischen" Szene zusammen. Mit zahlreichen Autoren aus diesem Dunstkreis publizierte er ein Buch mit Kritik am Schwarzbuch des Kommunismus.[1]

Inhaltsverzeichnis

Standpunkte

Über das Schwarzbuch des Kommunismus urteilte Wippermann, dass es nur "eine ermüdende Reihung von Mordgeschichten" biete, eine "Dämonisierung des Kommunismus" betreibe und hinterfragt werden müsse, ob es sich "bei den Regimen in der Sowjetunion, China, Kambodscha etc. überhaupt um kommunistische bzw. sozialistische Systeme gehandelt habe". Ein weiteres kontroverses Thema ist Wippermanns engagiertes Auftreten gegen die Totalitarismus-These, die in seinem Verständnis besagt, dass die Verbrechen des Nationalsozialismus und des Stalinismus oder des Kommunismus als ganzes vergleichbar oder gleichzusetzen seien. Wippermann gefällt die Gleichsetzung von Faschismus und Kommunismus nicht.

Verfolgung Andersdenkender

Wippermann schwingt gerne die Nazikeule und beteiligt sich gerne, wenn es um die Verfolgung Andersdenkender ging. So sagte er im Deutschlandradio Kultur über den Kölner Kardinal Joachim Meisner, der sträflicherweise das Wort "entartet" benutzte wie Eva Herman das Wort "Autobahn": "Das ist Kulturkampf und das ist fundamentalistisch. Einen nationalsozialistischen Propagandabegriff darf man einfach nicht gebrauchen. Das geht nicht." Der "Faschismusexperte" fügte hinzu: "Meisner ist ein Mehrfachtäter." Der Kardinal habe "eine fatale Nähe zu Äußerungen von Ayatollahs und islamistischen Extremisten". Dann droht Wippermann: "Hier wird ein Kulturkampf geführt und wenn sie einen Kulturkampf haben wollen, dann sollen sie ihn bekommen. Wir müssen sehen, wo die Grenzen der Toleranz sind! Wir müssen etwas schärfer hier umgehen. Das geht nicht. Auch ein Kardinal hat sich unserer Ordnung zu beugen."

Wolfgang Wippermann spielte gerne die Rolle des "Faschismusexperten" und unangreifbaren Anklägers beim Schauprozess gegen Eva Herman vor dem Gericht Johannes B. Kerners. Zwei Tage später interviewte ihn die "Bild"-Zeitung, um sich und ihren Lesern noch einmal von allerhöchste Stelle erklären zu lassen, warum "Autobahnen nicht gehen".[1]

Nachdem Wolfgang Wippermann von etlichen Zuschauern dafür scharf kritisiert wurde, dass er in der Kerner-Show die Autorin Eva Herman in einer radikal rechten Ecke verortete, trat er nach: "Hitler hat die Autobahn gebaut und die Frauen geehrt. Die Arbeitslosen hatten Arbeit, und die Kriminellen waren alle weggesperrt. So hat die schweigende Mehrheit schon immer gedacht. Jetzt hat sie laut und offen gesprochen."[2]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Stephan Waitz: Wolfgang Wippermann: Stalins Mann in Berlin. Über einen zweifelhaften Chefhistoriker von ZDF und "Bild"-Zeitung, ef-magazin am 16. Oktober 2007
  2. Arne Hoffmann: Nachgetreten von linksaußen: Polemik gegen Eva Herman, Junge Freiheit am 14. März 2008

Weblinks

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