Altersvorsorge
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Altersvorsorge ist ein wesentlicher Bestandteil der Frauenbevorzugung. Dies ergibt sich einerseits aus den höheren Einzahlungen der Männer und andererseits aus der längeren Rentenbezugsdauer der Frauen.
Wegen der geringeren Lebenserwartung von Männern müssen sie bei gleichen Auszahlungen monatlich weniger in die private Altersvorsorge investieren. Da das auf einer versicherungsmathematisch begründbaren Risikoabschätzung beruht, ist es auch nach dem Antidiskriminierungsgesetz erlaubt. Im Gegensatz dazu werden bei der staatlichen Riestervorsorge Unisextarife vorgeschrieben. In Beratungsgesprächen wird die Unisex-Problematik fast nie thematisiert.[1] Wir fordern die Wiedereinführung der geschlechtsbezogenen Tarife, da Männern nicht zugemutet werden kann, mit ihren Beiträgen den längeren Rentenbezug von Frauen, die mit ihnen in keinerlei Beziehung stehen, zu subventionieren.
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Renteneintrittsalter
An den Unisextarifen der gesetzlichen Rentenversicherung ist auf Grund der langen Beitragszeiten nicht zu rütteln. Die kürzere Lebensdauer der Männer führt jedoch bei Jahrgängen ab 1970 zu einer negativen, also grundgesetzwidrigen Verzinsung. Deshalb fordern wir, das Renteneintrittsalter der Männer um die gegenüber Frauen geringere Lebenserwartung zu senken. Dieser frühere Renteneintritt würde dann in dem Maße abgeschmolzen, in dem sich die Lebenserwartungen von Männern und Frauen angleichen.
Rentenbezugsdauer
Die unterschiedliche Rentenbezugsdauer von Mann und Frau ergibt sich einerseits aus der höheren Lebenserwartung und dem niedrigeren Renteneintrittsalter der Frau. Die durchschnittliche Rentenbezugsdauer beträgt:
- Männer: 16,48 Jahre,
- Frauen: 21,32 Jahre.[2]
Zitat: «Keine Ethik darf davon ausgehen, dass sich die Menschen auf Dauer gegen ihren ökonomischen Vorteil entscheiden.», Wirtschaftsethiker Karl Homann[3]
ÖGB-Frauenchefin Brigitte Ruprecht erklärt, warum ältere Frauen beim Pensionsantritt privilegiert gehören und man arme Männer vernachlässigen kann. In einem Interview sagte sie derStandard.at:
- "Die Frauen sind doppelt und dreifach belastet und haben niedrigere Einkommen, aber nicht dieselben Chancen am Arbeitsmarkt wie Männer." Deshalb sollen sie zumindest früher in Pension gehen dürfen.[4]
Kosten der Kinderaufzucht
Als Kinderloser erhält man eine bessere Altersversorgung von nachwachsenden fremden Kindern als die Eltern dieser Kinder. Das liegt daran, dass die Altersversorgung fast ausschließlich an die Beitragszahlungen gekoppelt ist und ein Elternpaar in der Regel auf weniger Beitragsjahre kommt als ein kinderloses Paar. Dies ist absurd, da es ja ohne Kinder überhaupt keine Altersversorgung gäbe. Die Absurdität entsteht dadurch, dass die umlagefinanzierten Sozialsysteme, die ausschließlich durch die Wirtschaftskraft der nachwachsenden Kinder gedeckt sind, so behandelt werden, als wären sie durch die gezahlten Beiträge kapitalgedeckt, obwohl dieses Kapital zwischenzeitlich längst von den Eltern der Beitragszahler verkonsumiert wurde. Die Rentenbeiträge stellen die Rückzahlung der Schulden der erwachsenen Kinder an ihre Eltern dar, weil diese für sie die Kosten ihrer Kindheit und Jugend getragen haben. Es ist ja unmittelbar einsichtig, dass jeder wirtschaftlich leistungsfähige Mensch in einer Lebensbilanz die Kosten seines gesamten Lebens, von der Geburt bis zum Tod, selbst tragen muss. Wer seine Kosten nicht selbst trägt, lebt auf Kosten von anderen. Die gezahlten Beiträge können deshalb keine Ansprüche an die nachfolgende Generation begründen, sondern nur das Aufziehen eigener Kinder.
Berechnet man die von den Steuer- und Sozialgesetzen erzeugten sogenannten externen ökonomischen Effekte der Kindererziehung, so ergibt sich, dass durch die heute gültigen Gesetze einer Familie mit zwei Kindern im Laufe des Lebens 200.000 Euro geraubt werden, während ein kinderloses Paar 400.000 Euro geschenkt bekommt. Kinderlosigkeit wird also durch den Staat mit 600.000 Euro pro Paar bzw. 300.000 Euro pro Person belohnt.[5]
Umverteilung
Es gibt Pläne, Rentenbezüge noch mehr als bisher von Männern auf Frauen umzuverteilen.[6]
Einzelnachweise
- ↑ Unisex-Tarife: Männer zahlen bei der Riester-Rente drauf, Finanzwirtschafter am 29. März 2010
- ↑ So lange kriegen die Deutschen Rente, BILD-Zeitungs-News am 15. Juli 2011
- ↑ Karl Homann: "Das ethische Programm der Marktwirtschaft"
- ↑ Frauen-Pensionen: "Hundstorfer ist ein Getriebener", Der Standard am 24. November 2011
- ↑ Kollaps Europa: Die verlorene, arbeitslose Jugend - Demografische Krise und sinkender Wohlstand, Interview mit Prof. Dr. Adrian, Teil II, Kopp-Verlag am 12. August 2011
- ↑ Michael Klein: Rentendiebstahl – Gender Pension Gap zu Ungunsten von Männern, 14. Januar 2012
Siehe auch
Weblinks
- Genderama: Beiträge mit Label Rente
- Albert Harald Kaltenecker: Die Brandstifter. Wie uns Politik und Parteien wirklich regieren. SüdWestBuch-Verlag 2012, ISBN 3-938719-41-9 (Die Rentenlügen: "Legenden und Rentenlotterie statt Alterssicherung", S. 71-81)
