Brigitte Zypries
Aus WikiMANNia
Hauptseite → Personen-Portal → Brigitte Zypries
Brigitte Zypries (* 16. November 1953 in Kassel) ist eine deutsche Politikerin (SPD). Sie war 2002-09 Bundesministerin der Justiz. Ihre Kollegin Ursula von der Leyen konnte sie nicht leiden, was auf Gegenseitigkeit beruhte.[1]
Aufsehen erregte Brigitte Zypries mit ihrem Vorstoß im Januar 2005, heimliche Vaterschaftstests verbieten zu lassen. Täter, die ohne schriftliche Einwilligung der Betroffenen genetische Spuren testen lassen, sollten mit bis zu einem Jahr Haft bestraft werden. Für das Verbot spräche ihrer Ansicht nach, dass derartige Tests "ein schwerwiegender Eingriff in das informationelle Selbstbestimmungsrecht" darstellten. Gegner des Verbotes - Grüne Abgeordnete und die CDU-Opposition - führten dagegen an, dass durch eine offene Anfechtung der Vaterschaft vor Gericht - die einzige Alternative zu heimlichen Tests - Familien ohne Not beschädigt werden können, falls sich der "Kuckuckskind-Verdacht" als falsch herausstellt.
Der sächsische Justizminister und frühere Richterbund-Vorsitzende Geert Mackenroth (CDU) über den Reformstau in der Rechtspolitik:
- "Die große Justizreform ist mausetot. Ihr Kerngedanke war, dass man umfassende Strukturverbesserungen nicht nur als Möglichkeit zum Sparen, sondern vor allem als Innovation für eine zukunftsfähige Justiz begreift. [...] Als schließlich Bundesjustizministerin Brigitte Zypries noch sagte, gegen den Widerstand der Anwälte gehe das aber ganz schlecht, war dieser Punkt schon mal erledigt."[2]
Einzelnachweise
- ↑ Der Krieg der Zicken: Frau gegen Frau, Süddeutsche Zeitung am 1. Mai 2011
- ↑ Dietmar Hipp: Justizreform: Dann kippt das System, Spiegel am 29. Mai 2006 (Warum die Justizreform eben doch nicht kommen wird.)
Siehe auch
Wikilinks
- Webpräsenz: Brigitte Zypries
- Kandidaten-Watch: Brigitte Zypries
