Herwig Baumgartner

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Herwig Baumgartner (* 18. September 1952) ist Vater von vier Kindern und lebte bis 2001 zusammen mit seiner Familie in Wien. Durch einen Fehltritt seiner Frau, verlor er seine Familie und den Kontakt zu seinen Kindern; in zahlreichen Gerichtsverfahren zum Sorgerecht wurde er zum Väteraktivist. Als solcher hat er sein Leben dem Kampf gegen eine feministisch polarisierte Justiz in Kindrechtsangelegenheiten verschrieben.

Inhaltsverzeichnis

Hergang

Die Familie Baumgartner hatte ihren Lebensmittelpunkt in Wien. Bei einem Urlaub 2001 in Italien lernte die Mutter ihren späteren Liebhaber kennen.

Nach dem Urlaub verließ sie die Familie ging damals mit zweien ihrer 4 Kinder (zwei Mädchen) zu dem neuen Liebhaber in die Schweiz und ließ die zwei minderjährigen Buben (damals ca. 10 und 3 Jahre alt), dabei alleine in der Wiener Wohnung.

Baumgartner fand den Aufenthaltsort seiner Töchter in Neyruz, Schweiz heraus und stellt einen Rückführungsantrag auf Grundlage des Haager Kinderschutzübereinkommens (HKÜ). Dem wird von einem Schweizer Friedensrichter am 9. September 2001 stattgegeben und die beiden Mädchen sofort nach Österreich zurückgeführt. In den Schweizer Akten wird auch ein Verdacht des sexuellen Missbrauchs einer der Mädchen vermerkt und der österreichischen Justiz nahegelegt diesem Verdacht nachzugehen. Baumgartner selbst verdächtigte den Liebhaber. Doch die österreichische Justiz ignorierte den Verdacht.

Nachdem die Mutter auch einstweilig Alimente an den Vater zahlen musste, kehrte sie zurück nach Österreich und besuchte mehrmals ihre Kinder, da der Vater dies nicht blockierte. Bei diesen Besuchen muss es zu zahlreichen Konflikten gekommen sein. Die Mutter schlug nun mit Unterstützung einer Sozialarbeiterin des Jugendamtes und Hilfe des Frauenhauses zu. Als Baumgartner bei der Arbeit war, er hatte damals extra ein Kindermädchen engagiert, nahm sie alle vier Kinder und ging mit ihnen auf Anraten der Sozialarbeiterin ins Frauenhaus.

Es folgte ein Obsorgestreit beim Bezirksgericht Innere Stadt Wien. Das Jugendamt erstattete eine Stellungnahme, woraufhin, trotz vorheriger Entführung, am 29. November 2001 die Obsorge der Mutter zugeteilt wurde. Die begab sich auf Anraten des Jugendamts in ein Frauenhaus, was in Folge Kontaktabriss zwischen Baumgartner und seinen Kindern führte.

Danach folgte ein Gutachterstreit, bei dem drei Gutachterinnen abgelehnt und schließlich ein Gutachter die Familie inklusive der Großmutter väterlicherseits psychologisch eingeschätzen sollte. Die Mutter lehnte den Gutachter ab und stellte Strafanträge gegen den Gutachter. Die Großmutter wurde nur zwölf Minuten untersucht und zeigte das der Ärztekammer an, die zu dem Ergebnis kam, dass Gerichtsgutachten nicht ihre Aufgabe seien. Der weitere Verlauf war gekennzeichnet durch wechselnde Gutachter, wechselnde Richter, die Weigerung der Mutter, sich und die Kinder begutachten zu lassen, Strafanzeigen und andere Unregelmäßigkeiten.

Seit dem 29. November 2001 hatte Baumgartner keinen Kontakt mehr zu seinen Kindern. Das Besuchsrecht wurde bis heute nicht rechtsgültig entschieden und eine im Französischen Verfassungsrecht festgelegte gemeinsame Obsorge für die Kinder, die auch die Französische Staatsangehörigkeit besitzen, wird seit 2001 negiert. Baumgartner fing an, um den Kontakt zu seinen Kindern zu kämpfen.

Wegen seiner zunehmenden verbalen Entgleisungen wurde er in drei Strafverfahren zu insgesamt 27 Monaten Haft wegen "Justiz-Beschimpfungen", offiziell wegen "Gefährlicher Drohung" verurteilt, die er vollständig absaß. Seitdem führt er "Krieg"[1] gegen die Justiz.

Seit 2004 sind vier Beschwerden beim Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte anhängig.

Im September 2008 wird Baumgartner rückwirkend auf den 12. September 2007 mit der Diagnose Posttraumatische Belastungsstörung für berufsunfähig erklärt.

Am 3. November 2009 wurde Herwig Baumgartner mit einem Aufgebot von rund 30 Polizisten bei einem kleinen Strafprozess gegen ihn (Medienklage und üble Nachrede) im Gebäude des Landesgerichts für Strafsachen Wien verhaftet.

Gleichzeitig wurden alle Personalien von rund 20 Zuschauern im Gerichtssaal aufgenommen und es fanden mehrere Hausdurchsuchungen statt. Gegen 12 weitere Väter wurden im Rahmen der Ermittlungen gegen Herwig Baumgartner wegen Terrorverdacht und Verdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt.

Einer davon, der Vater Kurt Essmann, der viel Videomaterial über die Unzulänglichkeiten von Jugendamt und Gericht ins Netz stellte ("Aufstand der Väter" [2]), wurde später wegen einer Email an seine Familienrichterin verhaftet (Inhalt:"Jetzt reicht es, die Uhren gehen jetzt anders, ich lasse mir meine Tochter nicht von dieser Justiz wegnehmen") und kam nach vier Monaten erst wieder frei.[3]

In dem Prozess am 20. September 2010 vor dem Landgericht Linz wurde Baumgartner wegen Verleumdungen gegen Justizbeamte, Widerstand gegen die Staatsgewalt, gefährlichen Drohungen, Stalking und Nötigung zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher (nicht rechtskräftig) verurteilt.[4] Seitdem sitzt er wieder in Haft.

Der Abgeordnete Norbert Hofer (FPÖ) hat eine parlamentarische Anfrage an Justizministerin Claudia Bandion-Ortner eingebracht, in der er wissen will, welche terroristischer Straftaten diese Vereinigung begangen oder geplant haben soll und welche Beweise den Behörden dafür vorliegen.[5] Er spricht von einem Missbrauch des Terrorparagraphen. Die parallel laufenden Terrorismus-Verfahren tragen dasselbe Aktenzeichen wie jenes gegen Baumgartner.

9. September 2010: Das Verfahren gegen Familienväter auf Basis des Terrorparagraphen §246 STGB[6] und §278b STGB[7] wird wieder eingestellt. Der Abgeordnete Norbert Hofer will eine Anfrage[8] über die Verfahrenskosten an die Justizministerin einbringen.

Aktivitäten

In zahlreichen juristischen Prozessen, Diskussionen auf der Straße und vor allem in seinem Forum genderwahn.com [9], das inzwischen gesperrt wurde, sprach Baumgartner sich für Familie, das Recht von Kindern auf ihre Eltern und gegen die übertrieben feministische Unterwanderung der Gesellschaft aus - ein Prozess, den er als Genderwahn bezeichnet.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Vaterlos und Vaterliebe. Verfahren gegen Herwig Baumgartner abgeschlossen – Haft und Maßnahme, 21. September 2010
  2. YouTube: Kanal von dieiliasbeginnt (Kinderrechte in Österreich)
  3. Väteraktivist seit 3 Monaten im Hochsicherheitstrakt, ots.at am 27. September 2010
  4. Urteil: 4 Jahre Haft für Väter-Aktivisten. Verbissener Kampf um 4 Kinder in OÖ. Nun schlägt Justiz beinhart zurück., oe24.at am 21. September 2010
  5. Justiz: Väter-Aktivisten unter Terrorverdacht, Die Presse am 19. Februar 2010 (Die Linzer Polizei ermittelt gegen Väter, die in Scheidung lebend um ihre Kinder kämpfen, und wirft ihnen Beteiligung an einer terroristischen Organisation vor. Ein ähnlicher Vorwurf wird Tierschützern gemacht.)
  6. §246 STGB - Staatsfeindliche Verbindungen
  7. §278b STGB - Terroristische Vereinigung
  8. FPÖ Hofer: Terrorparagraph: Verfahren gegen Familienväter eingestellt!, ots.at am 9. September 2010
  9. http://www.genderwahn.com
  10. Buchbesprechung: Mord an Luca Elias

Weblinks

  • 13. Rang ergab am 20.1.2011 die Google-Suche nach "Herwig Baumgartner" für diesen Artikel.

Videos

Artikel

Siehe auch

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