Frauenfußball
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Beim Frauenfußball (Weiberfußball) handelt es sich nicht allein um Fußball spielende Frauen, sondern um eine eigene Sportart, die zudem noch eine Randsportart ist. Frauenfußball wird in eigenen Frauenligen gespielt und es gibt separate Frauenwettbewerbe wie die Frauenfußball-Weltmeisterschaft.
- Frauenfußball ist Frauensport und von Fußball zu unterscheiden.
Inhaltsverzeichnis |
Leistungen
Ergebnis 3 : 0
Martin Hess, B-Jugend-Spieler beim VfB Stuttgart, zum 3:0-Sieg über die Fußball-Nationalmannschaft der Frauen:[1]
- Frage: In einem Vorbereitungsspiel über drei mal 15 Minuten hat die VfB-B-Jugend die Frauennationalmannschaft klar bezwungen, Sie schossen ein Tor. Mussten Sie an Ihre Grenzen gehen?
- Martin Hess: Es war nur ein Freundschaftsspiel, daher war kein übertrieben harter Einsatz nötig. Trotzdem haben wir engagiert gespielt und noch einige Chancen vergeben. Es wäre noch schöner gewesen, wenn wir höher gewonnen hätten. Das war im Übrigen auch die Vorgabe unseres Trainers.
- Frage: Hatten Sie mit einer solchen Überlegenheit gerechnet?
- Martin Hess: Nein, ich hatte sogar vermutet, dass wir verlieren würden. Aber nach fünf Minuten habe auch ich gemerkt, dass ein Sieg drin ist.
- Frage: Was fehlt den Frauen noch?
- Martin Hess: Vor allem fehlt ihnen Schnelligkeit. Sie sind zwar gut gebaut, spielen aber ohne Körpereinsatz. Technisch sind die Frauen so gut wie wir, auch am kämpferischen Einsatz mangelt es nicht.
Vor 400 Zuschauern in der Sportschule Ruit (Sommer 2003) waren die 14- bis 16-Jährigen eindeutig überlegen und trafen durch Martin Hess, Dirk Prediger und Frederico Decortes.[2][3]
Hintergrund: Kanzlerin Merkel hatte in einem Interview gesagt: "Davon [d.h. einem WM-Sieg, wie ihn die deutsche Frauen-Nationalmannschaft 2003 erstmals errungen hatte] können die Männer nur träumen." [4]
SWR-Sportreporter Thomas Bareiß hatte das Trainingsspiel der deutschen Frauen-Nationalmannschaft gegen die B-Jugend des VfB Stuttgart beobachtet. Sein Fazit:
- "Der größte Unterschied liegt, wen wundert es, in der Athletik. [...] Die Frauen hatten gegen die Jugendlichen keine Chance." [5]
Ergebnis 10 : 3 (7:2)[6]
Das Testspiel in Teltow gegen den Teltower FC, im Jahr 2007 Erstplatzierter der Landesklasse Staffel Mitte, endete vor etwa 50 Zuschauern mit einer zweistelligen Torbilanz - für die Teltower. Bei Temperaturen knapp unter Null kamen die Turbinen in der ersten Spielhälfte auf zwei Treffer durch Conny Pohlers und Anja Mittag. Die Teltower schafften es ganze sieben Mal den Ball einzunetzen. In der zweiten Halbzeit erhöhte Conny Pohlers das Potsdamer Konto auf drei, während die Teltower letztendlich auf einen Torestand von zehn kamen. Die Torschützen waren hier Andre Kather (6), Jörg Bartel (2), Renato Lötzsch und Mario Till.
Laut Außenreporter Jan zeigten die Turbinen etliche schöne Spielzüge, jedoch war die Abwehr gegen solch bullige Stürmer wie Renato Lötzsch hoffnungslos überfordert. Laut Resumee von Turbine-Coach Schröder zeigten die Mädelz viele gute Kombinationen und spielten auch den technisch besseren Fußball. Dem stimmte auch Teltows Trainer Thoß zu, mit den drei Gegentoren war er gar nicht zufrieden, ebenso mit der Tatsache, dass die Kicker zuviel durch die Athletik rausholten und zu wenig spielerische Elemente einfließen ließen.[7]
Ergebnis 3 : 0
Nach starker Leistung gewann die Mannschaft von Trainer Rafael Löbbert überraschend mit 3:0 gegen die mit Nationalspielerinnen gespickte Damen-Mannschaft des 1. FC Köln. Durch Tore von Frank Dreyer, Sebastian Tüns und Sergey Wels vergoldeten die Fortunen das überaus gelungene "Finale" der Dreharbeiten, dessen Abschluss auf dem Weihnachtsmarkt in Düsseldorf gefeiert wurde. Zu einer Neuauflage kann es durchaus kommen, haben die Kölnerinnen doch Revanche bei einem Spiel in Seppenrade eingefordert.[8]
Der WDR sendete in einer ersten Folge von "Experiment Fußball" unter dem Titel "Landeier gegen Profi-Damen". Die dritte Mannschaft des SV Fortuna Seppenrade kommt aus dem ländlichen Münsterland und hat viele Bauernsöhne in ihren Reihen. Die Jungs müssen gegen Bundesliga-Kickerinnen antreten. Die Damen des 1. FC Köln werden ihre Gegner sein. Beide Mannschaften haben von der Kölner Sporthochschule einen Leistungscheck und Trainingsplan bekommen, eine Ernährungsberatung und Motivationstraining. Wir zeigen, wie sich Profi-Sportler richtig ernähren, erklären den Weg der Banane im Körper, wie Muskeln funktionieren, was beim Spiel im Kopf passiert und wie Spieler professionell motiviert und gecoacht werden.[9]
Ergebnis 2 : 0
Die U16 der Eintracht Frankfurt hat 2003 ein Testspiel gegen die deutsche Frauen-Nationalmannschaft mit 2:0 gewonnen. Die DFB-Auswahl trat mit allen Stars wie Birgit Prinz (Fußballerin des Jahres) und Steffi Jones an. Die Tore für die Eintracht erzielte der erst 13 Jahre alte Stürmer Kirubel Hailu.[7]
Ergebnis 11 : 0
Die Fußballerinnen aus der Bundesliga, die sich selbst "Die Löwinnen" nennen, hatten gegen die Jungs einer U15-Mannschaft nicht den Hauch einer Chance. Der männliche Trainer der Weibermannschaft kommentierte dazu: "Einigen Spielerinnen sind ihre Grenzen aufgezeigt worden, das war aber durchaus der Sinn." Ihm war wichtig, dass seine Truppe Zweikampfverhalten demonstriert und den richtigen Willen zeigt.[10]
Feminismus
Die feministischen Frauen sind besser-Floskeln finden sich auch im Frauenfußball: "Ich finde Frauenfußball ist besser, da geht es noch um Fußball und nicht nur ums Geld." [11] Die Minderleistung der Frauen, siehe Beispiele oben, wird idealisiert: "Es geht Frauen nicht nur ums Geld." Da klingt so ähnlich wie das feministische Schönsprech bei Minderleistungen von Frauen im oberen Management: "Es gibt für Frauen auch ein Leben neben dem Job." oder beim Schach: "Es gibt ein Leben neben dem Schach."
Das hindert Feministinnen aber nicht, an anderer Stelle wieder das Klagelied der angebliche Lohndiskriminierung anzustimmen. Ein Beispiel für gleichen Lohn für weniger Leistung wird im Abschnitt Frauentennis gezeigt. Und wo Frauenbevorzugung praktiziert wird, ist Männerverächtlichmachung nicht weit: "Na, Jungs, nur nicht neidisch werden, die Damen sind super, ob beim Boxen oder beim Fußball und außerdem sehen sie besser aus!" [12]
Anlässlich der Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland wurde im Spiegel-Forum kommentiert:
- "Frauenfußball, das ist so sehr Fußball wie Männerballett Ballett ist." [13]
Frauenfußball-Weltmeisterschaft
Frauenfußball ist nur eine Randsportart, aber anlässlich der Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland wird mit allen propagandistischen Tricks ein Hype aufgebaut. Firmen werden mit Sonderkondistionen Tickets für die Frauenfußball-Weltmeisterschaft aufgedrängt, damit diese sie unter ihren Mitarbeitern verteilen, damit die Zuschauerränge nicht leerbleiben. In den öffentlich-rechtlichen Medien wird überverhältnismäßig oft über diese Randsportart berichtet. Sogar das kostenlose monatliche Apothekenmagazin für Kinder, medizini, wird in der Juni-Ausgabe zum Sonderbotschafter des Frauenfußballs.
Während Ingeborg Harms in einem FAZ-Artikel über den russischen Spieler Sergej Arschawin schreibt
- "Typisch für ihn sein Glückslauf mit dem glasigen Gesicht und dem vor die Lippen gelegten Finger: Eine religiöse Geste? Ein Hostienkuss? Eine Warnung an den Überschwang? Oder der Wunsch nach Stille, nach dem Einhalten des Jubels, der den magischen Moment unter sich begraben würde?
- Nur spekulieren Spieler Arschawin nicht auf die eitle Gunst einer höheren Gewalt; sie sind der Rundarena gewachsen mit ihrem Immanenzpathos und ihrer abgedichteten Fatalität. Sie setzen ihren Glauben in die Ausweglosigkeit und zielen ohne Zögern auf eine Verdichtung, die wunderbare Transfigurationen bereithält."
sucht man vergleichbare Worte für eine weibliche Fußballgöttin vergeblich. Stattdessen hat die brasilianische Nationalspielerin Andrioli die Gunst der Medien damit zu erreichen versucht, dass sie sich nackend für ein Männermagazin beim Auszupfen des letzten Härchens ihrer Scham ablichten ließ.[14]
Selbst im "Tatort" werden wichtige Botschaften in Gespräche platziert: "Nach der WM ist Deutschland die Zukunft im Frauenfußball.", als hätte ein PR-Drehbuchschreiber mitgewirkt.[15] Die offizielle Facebook-Seite der Frauen-Nationalmannschaft heißt "Sommermärchen reloaded". Das Gegenteil von Märchen heißt Realität.[16] Nach der 0:1-Niederlage gegen die Japanerinnen sind die deutschen Spielerinnen in derselben angelangt.[17] Die Häme nach der Hochjubelung ließ nicht lange auf sich warten. In einer TAZ-Kolumne heißt es "Schämt euch, ihr Schlampen!".[18]
Gender-Fußball
Die Steigerung von Frauenfußball ist Gender-Fußball. Die Regel-Neuerung besagt: Jede Mannschaft muss mindestens ein Mädchen aufbieten. Wenn dieses innerhalb der sieben Spielminuten keinen Treffer landet, waren alle Jungs-Tore umsonst. Umgesetzt wurden die "gendergerechten" Fußballregeln bei der Mannheimer Straßenfußball-WM. Ausgerichtet wurde der Wettbewerb für 12- bis 15-jährige Mädchen und Jungen von Jugendarbeit Mobil, der städtischen Jugendförderung sowie der Sportkreisjugend und acht anderen Jugendeinrichtungen.[19] Das ist wieder ein Beispiel für Frauenpolitik: Erst viel von "starken Frauen" reden, behaupten Frauen könnten alles genauso gut wie Männer und noch viel besser, auch Fußball spielen, von Geschlechterdemokratie orakeln, dann kreißt der Berg und heraus kommt wieder eine neue Frauenbevorzugung. So will man den Jungen lehren, Mädchen als gleichberechtigte Mitspieler ernstzunehmen. Damit ist der Grundgedanke von Gender Mainstreaming und Frauenquoten auch bei unseren Kleinsten angekommen.[20]
Foulspiel und Gewalt
Es wird gerne erweckt, dass es beim Frauenfußball weniger hart zuginge als beim Männerfußball. Diese Bilder allerdings lassen das Gegenteil vermuten.[21]
Zitate
- Auf die Frage, ob er ein Spiel bei der Fußball-WM der Frauen anschauen würde: "Es gibt doch auch Paralympics, die man sich auch ansieht. Das ist doch so, dass dort ein Mensch nicht die ganz große Leistung bringen kann, aber unter sich sind sie alle ähnlich und deswegen ist es trotzdem spannend." - Nico Rosberg, Formel 1-Rennfahrer[22]
- "Frauenfußball in der Bundesliga, das ist wie Kreisklasse bei den Männern."
- "Ich glaube, nach dieser WM wird das alles sehr schnell in sich zusammenbrechen." Grund dafür seien der Misserfolg und die fehlende Aussicht auf ein ähnliches Ereignis. - Der Hype war doch nur möglich, weil in Deutschland gespielt wurde." - Dieter Weber, Frauenfußball-Manager[23]
Einzelnachweise
- ↑ 3:0-Sieg über die Fußball-Nationalmannschaft der Frauen, Pforzheimer Zeitung am 18. November 2003
- ↑ Fußball-Forum: Weltmeisterinnen verlieren gegen B-Jugend
- ↑ Frauenfußball-WM: Die Fintenweiber, TAZ am 8. September 2007
- ↑ Angela Merkel im Fußball-Interview: "Topfit zum entscheidenden Zeitpunkt - dann ist alles drin", 2. Januar 2006
- ↑ Frauenfußball: Raus aus der Nische, SWR am 11. September 2009
- ↑ Frauenfußball: Die Verbandsliga-WM, Focus-Leserkommentar am 6. Oktober 2007
- ↑ 7,0 7,1 WGvdL-Forum: roser parks am 8. September 2009 - 21:24 Uhr
- ↑ Bundesliga-Frauen des 1. FC Köln verlieren gegen Seniorenmannschaft von Seppenrade, Westfälische Nachrichten am 23. Dezember 2009
- ↑ Experiment Fußball, WDR am 12. April 2010 um 7:20 Uhr
- ↑ FCR 2001 Duisburg: Abreibung kein Grund zu Sorge, Reviersport am 8. Februar 2012
- ↑ Freizeitfreunde: Diskussion über Frauenfußball, Anonymous am 12. Oktober 2009 um 15:16 Uhr
- ↑ Freizeitfreunde: Diskussion über Frauenfußball, Schöne am 12. November 2009 um 21:31 Uhr
- ↑ Spiegel-Forum: Kommentar Nr. 38 Zitat obacht! am 27. Mai 2011 um 06:11 Uhr
- ↑ Ellen Kositza: Frauenfußball, Sezession im Netz am 8. Juni 2011
- ↑ TV-Kolumne "Tatort: Im Abseits" - Sommer ohne Märchen, Focus am 20. Juni 2011
- ↑ Frauen-WM: Sommer ohne Märchen, Spiegel Online am 27. Mai 2011
- ↑ Frauen-WM: Japanerinnen schalten Deutschland aus, D-News am 9. Juli 2011
- ↑ Trikottausch 14: Teamcheck Objektiv - Schämt euch, ihr Schlampen!, TAZ-Kolumne am 10. Juli 2011
- ↑ Sport: Ohne Mädchen-Tore zählen die Jungs-Treffer nicht. Die Mannheimer Straßenfußball-WM hat ihre eigenen Regeln, Morgenweb am 18. Juli 2011
- ↑ Arne Hoffmann: Gender-Fußball: Ohne Mädchen-Tore zählen die Jungentreffer nicht, 18. Juli 2011
- ↑
Brutal Soccer Fight - jdothorn (Länge: 0:54 Min.), Daily Motion: Brutales Revanchefoul: Fußballerin verprügelt Gegnerin - ↑ WGvdL: Nico Rosberg sagt die Wahrheit über Frauenfussball, 27. Juni 2011
- ↑ Vermarktung des deutschen Frauenfußballs: Nun drohen Ernteausfälle, TAZ am 11. Juli 2011
Siehe auch
Weblinks
- 34. Rang ergab am 10.7.2011 die Google-Suche nach "Frauenfußball" für diesen Artikel.
- Daniel Brühl: "Fußball ist im Ursprung ein Frauensport", Fussball-Nachrichten am 22. Februar 2011
- Homosexualität im Frauenfußball: "Eine Festlegung ist total albern", Süddeutsche Zeitung am 10. Januar 2011
- Frauenfußball: "Das Treten ist männlich", Focus am 15. Mai 2010
- Fußball ist alles - auch lesbisch!, LAG Lesben in NRW e.V.
- Neues Sommermärchen? Alles Quatsch, Spiegel am 30. Juni 2011
- WGvdL-Forum: Betrifft: Frauenfußball-WM, Kicker am 17. Juni 2011 (Die Titanic hat das Problem erkannt)
- FemokratieBlog: Für Frauenfußball wird bei Kindern gespart, 21. Juni 2011
- Das Gelbe Forum: Das elfte Gebot: Eine Polemik wider den sogenannten Frauenfußball am 17. Juni 2011
