Frauen im Sport
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Frauen im Sport beschäftigt sich mit der Frage, wie sich der Anspruch auf gleichen Lohn mit den sportlichen Leistungen verhält.
Inhaltsverzeichnis |
Doppelte Standards
Doppelte Standards werden schon im Schulsport angelegt. Allen Bekenntnissen zur Gleichheit von Weibern und Männern zum Trotz werden Maiden bei gleichen Leistungen besser benotet als Jungen.[1]
Frauensport
Allgemein lässt sich wohl sagen: Bei gleichen Bedingungen für Männer und Frauen können sich Frauen im Sport im Schnitt weniger erfolgreich durchsetzen als Männer. Deshalb gibt es eigene Frauensportarten wie Frauenleichtathletik, Frauenfußball, Frauentennis und andere Sportarten mit teils abweichenden Regeln wie bei Männern und eigene Frauenligen beziehungsweise Frauenwettbewerbe. Es handelt sich also beim Frauenfußball oder Frauentennis nicht allein um Fußball oder Tennis spielende Frauen, sondern um eigene, von Fußball und Tennis verschiedene Sportarten. Es bleibt ein Geheimnis der Feministinnen und GleichstellungsfunktionärInnen, wie bei anderen Regeln von GleichbeRechtigung gesprochen werden kann. Letzlich wird unter dem verlogenen Schlagwort Gleichstellung immer mehr Männerdiskriminierung betrieben.
Biologische Unterschiede
- Muskelmasse und Körperfett
- Männer sind größer und schwerer, haben mehr Muskelmasse und weniger Körperfett. Der Körper eines normalgewichtigen Mannes besteht zu rund 40 Prozent aus Muskelgewebe. Fett macht nur 15 Prozent aus. Ganz anders die Frauen: Muskelgewebe macht etwa 30 Prozent und Fettgewebe etwa 25 Prozent aus. Selbst Spitzensportlerinnen haben noch einen höheren Fettanteil im Körper als Männer. Männer entwickeln dadurch eine größere Kraft und Schnelligkeit.
- Testosteron
- Mit der Pubertät ändert sich für Jungen und Mädchen ja bekanntlich vieles: Wenn die Jungenkörper beginnen, Testosteron zu bilden, überholen sie die Mädchen mit einem höheren Leistungsniveau. Denn das Testosteron bewirkt, dass sich bei Männern mehr Muskelmasse bildet. Die Testosteron-Konzentration ist bei Frauen wesentlich geringer.
- X-Beine
- Frauen laufen anders als Männer, weil Frauen ein breiteres Becken haben und ihr Körperschwerpunkt tiefer liegt als bei Männern, im Bereich des Beckens.
- Herz und Lunge
- Herz und Lunge sind bei Frauen kleiner als bei Männern. Das Atemvolumen ist geringer und der Herzschlag häufig schneller, zumindest solange Frau und Mann gleich gut trainiert sind. Nur eine sehr gut trainierte Frau wird unter Umständen ein größeres Atemvolumen entwickeln als ein schlecht trainierter Mann.
- Flexibilität
- Nicht überall sind Männer im Vorteil: Der Körperbau von Frauen hat beim Sport auch Vorteile. Mehr Flexibilität z.B. ist ein großer Vorteil für Sportarten wie Turnen, Tanzen oder Gymnastik. Und wahrscheinlich sind nach Erkenntnissen der Sportwissenschaftler bei extremen Ausdauerbelastungen Frauen belastungsfähiger.[2]
Reine Frauensportarten
Rollerderby
Rollerderby wird nur von Frauen gespielt und ist in besonderem Maße körperbetont. Bei diesem Mannschaftssport, der ein wenig wie Rugby auf Rollschuhen aussieht, wird auf Rollschuhen gerempelt und geschubst bis der Arzt kommt - und das in aufreizendem Outfit. Kurze und enge Hosen, kurze Röcke und Netzstrümpfe sind Pflicht.
Rollerderby gibt es mehrere Durchläufe (Jams). Dabei starten zunächst je Team vier Spielerinnen und bilden ein Rudel, das sogenannte "Pack". Hinter ihnen startet jeweils eine "Jammerin", die sich durch das Pack kämpfen muss, um so Punkte zu holen. Die gegnerische Mannschaft versucht das mit vollem Körpereinsatz zu verhindern. Dabei fahren die jungen Frauen immer auf einer ovalen Bahn. Dabei ist zwar Beißen, Kratzen und Beinstellen verboten, trotzdem kommt es oft genug zu spektakulären Stürzen. Dabei leben nicht wenige Spielerinnen eine zweite Persönlichkeit aus.[3]
Rollerderby ist eine uramerikanische Sportart, deren Anfänge im Chicago des Jahres 1935 liegen. Von den 1940er bis 1980er Jahren war Rollerderby populär mit ausverkauften Stadien mit bis zu 50.000 Zuschauern. Danach verlor sich das Interesse, bis es 1999 zu einem Comeback kam. Im Jahr 2006 wurde mit den Stuttgart Valley Rollergirlz das erste deutsche Team gegründet.
Schlammringen
Schlammcatchen (Mud wrestling) ist eine Form des Ringkampfes, der von Frauen ausgeübt wird. Für einen größeren Showeffekt sind die Kämpferinnen oft nackt oder nur leicht bekleidet.
Der Frauenringkampf im Schlamm erreichte in den 1930er Jahren in Kalifornien erstmals Bekanntheit und ist heute in den Vereinigten Staaten, in Fernost aber auch in Osteuropa populär.
Synchronschwimmen
Synchronschwimmen (auch unter dem Namen "Wasserballett" oder "Reigenschwimmen" bekannt) gibt es seit Ende des 19. Jahrhunderts und wurde in den 1950er Jahren zu einer reinen Frauensportart. Synchronschwimmen ist eine olympische Disziplin für Frauen und wird meist in einer Gruppe von zwei bis meist acht Schwimmerinnen geschwommen.
Der Sport verlangt hohe körperliche Leistungen unter Luftmangel, rhythmisches Musikgefühl und Beweglichkeit. Die Fans der Sportart heben hervor, dass eine Synchronschwimmerin ähnliche Fähigkeiten haben müsse wie eine Bodenturnerin, eine Wettkampfschwimmerin, eine Eiskunstläuferin, ein Wasserballspieler und eine Tänzerin und das alles ohne festen Boden unter den Füßen. Obendrein seien dann noch Anmut und Beweglichkeit erforderlich und die Bewegungsabstimmung mit den anderen Mitgliedern der Gruppe sei besonders schwierig.
Badekappen sind zwar nicht verboten, werden aber eher gemieden. Stattdessen werden die Haare zu einem Dutt hochgesteckt und mit Gelatine an den Kopf fixiert. Der Dutt kann mit verschiedenen Kopfbedeckungen wie Krönchen oder Steckern verziert werden. Die Schwimmerinnen tragen alle den gleichen Badeanzug, oft bunt und mit Pailletten bestickt. Durch die verzierten Badeanzüge und die Kopfbedeckungen wird eine größere Affinität zu der Musik hergestellt und der Showeffekt vergrößert sich.
In Frankfurt gibt es die Besonderheit eines männlichen Synchronschwimmervereins. Es handelt sich um eine Gruppe homosexueller Synchronschwimmer.[4]
Unterwäschen-Football
Ähnlich wie Beach-Volleyball für Frauen scheint Unterwäschen-Football (Lingerie Football) eine neue Frauensportart zu sein.[5] Die Lingerie Football League (LFL) ist eine US-amerikanische professionelle Footballliga für Frauen. Es spielen sieben Spielerinnen pro Mannschaft auf einem 50 Yards langem Spielfeld. Die Besonderheit dieser Liga ist, dass die Spielerinnen nur in Unterwäsche sowie mit einem kurzen Schulterschutz und einem Helm spielen. Die Idee zur Lingerie Football League kam erstmals 2003, als der Lingerie Bowl das erste Mal in der Halbzeitpause des Super Bowls als Pay-per-View-Sendung ausgetragen wurde. Dieser war eine Alternative zur üblichen Halbzeits-Show und hatte einige Millionen Zuschauer. 2009 wurde aus dem einzigen Spiel eine ganze Liga mit zehn Mannschaften. Der Lingerie Bowl wird weiterhin in der Halbzeit des Super Bowls ausgetragen.[6]
Zitat: «Schauen Sie sich doch mal weibliche Sportlerinnen genau an: Die meisten von denen sind einfach nicht besonders attraktiv. Diese Frauen sind schwer zu vermarkten.», Mitch Mortaza[7]
Mortaza sieht für Frauensport einen sehr gewinnträchtigen Nischenbereich an der Schnittmenge zwischen Sex und Sport. Mit diesem Konzept haben sich in den USA bereits Schlamm-Catchen und Gladiatoren-Kämpfe etabliert, die über eine treue Fangemeinde verfügen und viel Geld einspielen. Folgerichtig sind Mortazas Football-Spielerinnen insofern Spitzensportlerinnen, als sie Wäsche mit Spitzenbesatz aufs Spielfeld tragen.[8] Die Teams tragen so klangvolle Namen wie "San Diego Seduction" (Verführung), "Dallas Desire" (Begierde), "Miami Caliente" (spanisch für "heiß") und "Philadelphia Passion" (Leidenschaft).
Unterschiede von Frauensport und Männersport
Tennis
- Gewinnsätze
- Im Damen-Tennis wird auf zwei Gewinnsätze gespielt, im Herren-Tennis hingegen auf drei Gewinnsätze.
- Pausenregelung
- Die Temperaturen werden bei den vier Grand-Slam-Turnieren als so genannte "Wet Bulb Globe Temperature" (WBGT) angegeben. Dieser Index setzt sich aus den Faktoren Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und Sonneneinstrahlung zusammen. Sollte der WBGT zu Beginn des Einspielens 30,1 Grad Celsius oder mehr betragen, steht den Frauen laut Turnier-Ordnung (Extreme Weather Policy) unter anderem im Falle eines Dreisatz-Matches auf Wunsch zwischen dem zweiten und dritten Durchgang eine zehnminütige Pause zu. Bei den Herren ist dies nicht vorgesehen.[9]
- Direkter Vergleich
- 2009 endete ein direkter Vergleich zwischen dem früheren Weltranglisten-Ersten Thomas Muster und der aktuellen heimischen Nummer 1 der Damen, Sybille Bammer, mit einem klaren Sieg für Muster. Der 42jährige Steirer setzte sich vor rund 3000 Zuschauern in der Salzburg-Arena klar mit 6:3, 6:2 durch.[10] Die 29jährige Linzerin hatte im Jahr 2007 ihren großen Durchbruch, während Thomas Muster seine aktive Karriere 1999 beendet hatte.
- Preisgelder
- Beim Tennis-Turnier in Wimbledon wurde 2007 erstmals seit 123 Jahren bei dem bedeutenden Grand-Slam-Tennisturnier das gleiche Preisgeld für Damen und Herren gezahlt. Die Gleichbehandlung ist in Melbourne und New York schon seit Jahren selbstverständlich, 2006 hatten die French Open nachgezogen.[11]
- Wird ein Sieg "Zu Null" gewonnen, so spielt der männliche Sieger mit drei Sätzen (3:0) 50% mehr als der weibliche Sieger mit zwei Sätzen (2:0). Geht ein Spiel über die Distanz, so spielt der männliche Sieger mit fünf Sätzen (3:2) gar 66,6 % mehr als der weibliche Sieger mit drei Sätzen (2:1). Ganz konkret für den mit jeweils rund 70.000 Euro entlohnten Einzug ins Achtelfinale in Wimbledon 2007 benötigte der Titelverteidiger Roger Federer 9 Sätze mit 84 Spielen; er verdiente also rund 834 Euro pro Spiel. Vorjahressiegerin Amelie Mauresmo strich dagegen für 6 Sätze mit 46 Spielen 1.522 Euro pro Spiel ein.[11]
- Die Siegerin des Damenturniers - Serena Williams - absolvierte ihre sieben Spiele bis zum Turniersieg in 9,75 Stunden.[12] Die Arbeitsleistung für den Sieger des Herrenturniers - Roger Federer - betrug hingegen 15,75 Stunden.[13] Bei einem Gesamtstundenaufwand von 25,5 Stunden und 1.700.000 £ Preisgeld liegt der Stundensatz bei 66.666,67 £. Bei leistungsgerechter Bezahlung müsste Federer demnach 1.050.000 £, hingegen Williams nur 650.000 £ erhalten. Da nun aber für die Herren und die Damen das gleiche Preisgeld gilt, sieht der Stundenlohn geschlechterspezifisch folgendermaßen aus: Frau Williams erhält einen Stundenlohn von 87.179,49 £ und Herr Federer nur einen von 53.968,25 £. Obwohl Federer 1,62 mal länger gearbeitet hat, und zudem stärkere Gegner hatte als Williams, beträgt die Lohndiskriminierung zuungunsten des männlichen Siegers bei 38 %, d. h. der siegreiche Mann erhält 38 % weniger als die siegreiche Frau.
- Tennisspielerinnen erhalten dasselbe Geld für weniger Arbeit (weniger und kürzere Sätze), geringerer Leistung (Frauen sind chancenlos gegen jeden männlichen Top-500-Spieler), geringerer Produktivität (sie haben weniger Zuschauer bei niedrigeren Eintrittspreisen). In anderen Worten, die gleichen Preisgelder für Frauen sind quersubventioniert durch die Männer.[14]
- Kommentierung
- Die meisten der aktuellen Tennisstars drückten sich pudelig um eine klare Stellungnahme herum - offenbar aus Angst, als ein Feind der Gleichberechtigung zu gelten. Als eine der wenigen Ausnahmen nahm BBC-Kommentator Michael Stich kein Blatt vor den Mund. "Ich finde die Entscheidung nicht richtig", sagte der Wimbledonsieger von 1991.[11]
Fußball
Bundeskanzlerin Merkel lobte die Fußball-Nationalmannschaft der Frauen für den Gewinn der Weltmeisterschaft und sagte, die Männer könnten sich an ihnen ein Beispiel nehmen. In einem anderen Interview hatte Kanzlerin Merkel gesagt: "Davon [d.h. einem WM-Sieg, wie ihn die deutsche Frauen-Nationalmannschaft 2003 erstmals errungen hatte] können die Männer nur träumen." [15]
Ein Vorbereitungsspiel der deutschen Nationalmannschaft im Frauenfußball über drei mal 15 Minuten gegen die B-Jugend des VfB Stuttgart wurde klar mit 0:3 verloren.[16] Frauenfußball ist wohl doch eine andere Sportart als Fußball.
Wenn die Frauenzeitschrift EMMA nun das Bild einer muskulösen Athletin präsentiert, die in typisch männlichem Gehabe ein Siegestor feiert, und sie zur "Fußballweltmeisterin 1999" erhebt, dann fehlt ein kleines Wörtchen, welches das sehr auf Femisprech bedachte feministische Magazin sonst nie vergisst. Denn "die US-Stürmerin Brandi Chastain, die sich im Freudentaumel nach dem Siegestor der neuen Fußballweltmeisterinnen 1999 ihr Trikot über den Kopf reißt", wurde bloß Frauenfußballweltmeisterin und nicht Fußballweltmeisterin schlechthin; denn zu diesem Titel hätte ihre Weibschaft die beste Mannschaft besiegt haben müssen und nicht bloß eine andere Weibschaft, wie es der Fall bei dem von der EMMA mitgefeierten Ereignis war.[17]
Es ist bemerkenswert, dass auf diese Unterscheidung in diesem Fall keinen Wert gelegt wird, wo doch das politisch korrekte Neusprech unsere Tage sich nicht mit der Ansprache an die Bürger dieses Landes begnügen mag und verlangt, dass die Bürgerinnen nochmals extra benannt werden. Man möchte nicht bloß mitgemeint sein, lautet die feministische Begründung dazu. Wenn es aber um fußballspielende Frauen geht, da wird plötzlich so getan, als ob der Gewinn der Frauenweltmeisterschaft dasselbe wäre wie der Gewinn der Fußballweltmeisterschaft und die Männer sollen sich daran auch nicht "ein Beispiel nehmen". Frauen sollen also genau so wichtig genommen werden wie Männer, aber bitte nicht bei gleicher Leistung. Der rhetorische Taschenspielertrick besteht darin, in der Lohndiskriminierungslüge zu behaupten, Frauen würden im Vergleich zu Männern zu schlecht bezahlt, wobei gleichzeitig mit der Gleichsetzung von Frauenfußballweltmeisterschaft und Fußballweltmeisterschaft verschleiert werden muss, dass Frauen nicht daselbe leisten. Anstatt einmal keine Frauen-Meisterschaft, sondern eine echte Meisterschaft zu gewinnen, widmen sich Frauen lieber der "Einführung des Gender-Mainstreaming in Sportorganisationen".[18]
American Football
- American Football
- American Football ist eine aus den Vereinigten Staaten stammende Ballsportart, bei der zwei Mannschaften aus je elf Spielern versuchen, den Spielball in Form eines verlängerten Rotationsellipsoids in die gegnerische Endzone zu bringen oder ein Field Goal zu erzielen, um Punkte zu gewinnen. Football ist ein Teamsport, der Taktik und körperliche Kraft miteinander kombiniert.
- Weibliche Beifallsführer (Cheerleader) sind ein fester Bestandteil des Sports, der einem Team zu mehr Medienaufmerksamkeit, Sendezeit, lokaler Unterstützung und besserem Image verhelfen kann.
- American Football ist, abgesehen von den weiblichen Cheerleadern, ein reiner Männersport. Eine Abart des American Football nennt sich "Ladiesbowl".
- Cheerleading
- Cheerleading ist eine Sportart, die aus Elementen des Turnens, der Akrobatik, des Tanzes sowie aus Anfeuerungsrufen besteht. Die primäre Aufgabe der Cheerleader (Beifallsführer) ist es, bei sportlichen Veranstaltungen und Wettkämpfen die eigene Sportmannschaft anzufeuern und das Publikum zu animieren. Neben American Football ist Cheerleading vor allem beim Basketball verbreitet.
- Darüber hinaus wird Cheerleading inzwischen auch als selbstständiger Wettkampfsport betrieben. Es finden eigene Cheerleader-Meisterschaften auf nationaler und internationaler Ebene für die organisierten Squads statt. Diese Squads arbeiten konsequent auf die Meisterschaften hin und sehen darin inzwischen ihre Hauptaufgabe. Seit den 1980er Jahren ist Cheerleading auch in Deutschland populär und wird von der Cheerleadervereinigung Deutschland organisiert.
- In den USA ist das Cheerleading zwar meist als Teilzeitarbeit klassifiziert, jedoch verlangt es einen beträchtlichen Zeitaufwand für Training, Spiele, Auftritte, Foto-Shootings und Wohltätigkeitsveranstaltungen. Neben ihrer Hauptaufgabe, dem Anfeuern und Animieren während der Football-Spiele werden Cheerleader für Auftritte an Schulen, Veranstaltungen, Konferenzen eingesetzt. Ein wichtiges jährliches Ereignis ist die Veröffentlichung des Kalenders der Gruppe, welcher Teammitglieder für jeden Monat in Badebekleidung, Unterwäsche oder Uniformen zeigt. Cheerleader sind eine Hauptstütze der American-Football-Kultur, darüber hinaus treten sie regelmäßig für US-Militäreinheiten in Übersee auf.[19]
- Charakteristisch sind die beim Cheerleading verwendeten Tanzwedel (Pompon).
- Ladiesbowl
- Im Juni/Juli 2010 fand etwas hochtrabend "Internationale Meisterschaft der Frauen im American Football" genannt in Stockholm eine erste Weltmeisterschaft statt.[20]
Boxen
Amateurboxen
- Kampfzeit
- Männer: 3 mal 3 Minuten (effektiv), mit 2 Pausen zu je einer Minute
- Frauen: 4 mal 2 Minuten (effektiv), mit 3 Pausen zu je einer Minute
- Kampfabbruch
- RSC-OS ("Referee stopped contest - Outscored") - Der Gegner liegt mit großem Punktabstand zurück und wird aus dem Kampf genommen. Diese Regel gilt in der letzten Runde nicht.
- Männer: 20 Punkte
- Frauen: 15 Punkte
- RSC-H ("Referee stopped contest - Headblows") - Der Gegner wird nach mehreren Wirkungstreffern aus dem Kampf genommen. Das ist ebenfalls das Ergebnis, falls der Boxer mehrmals angezählt werden muss.
- Männer, falls dreimal innerhalb einer Runde oder viermal innerhalb des gesamten Kampfes angezählt werden muss
- Frauen, falls zweimal innerhalb einer Runde oder dreimal innerhalb des gesamten Kampfes angezählt werden muss[21]
Profiboxen
- Kampfzeit
- Männer: 12 Runden à 3 Minuten
- Frauen: 10 Runden à 2 Minuten[22]
Frauenboxen
Im deutschen Frauenboxen ist Regina Halmich bekannt, die von 1995 bis 2007 ungeschlagene Weltmeisterin der WIBF (Women's International Boxing Federation) war.
Halmich bestritt 2001 und 2007 zwei Show-Boxkämpfe gegen den Fernsehmoderator Stefan Raab in dessen Sendung TV total. Möglicherweise sollte damit die feministische Illusion der Power-Frau inszeniert werden. Unbeantwortet bleibt allerdings bis heute die Frage, wie es wohl zur Hauptsendezeit ankäme, wenn eine Frau von einem Mann durch den Boxring geprügelt würde.
Was für Halmich eine "megageile Show" ist, wertet ein nüchterner Experte wie der ehemalige Klitschko-Trainer Fritz Sdunek als "Klamauk". Der "Tagesspiegel" bescheinigt Halmich, den Spagat zwischen Leistung und Entertainment geschafft zu haben. Halmich ließ sich nackt für "Playboy" und "Max" fotografieren. Die höchste Auflage im Jahr 2007 brachte dem Fachmagazin "Boxsport" das Heft, das Halmich in schwarzen Dessous und High Heels auf dem Titelblatt zeigt.[23]
Schach
- Spielklassen
- Die FIDE vergibt nach klar definierten Anforderungen folgende Titel auf Lebenszeit: Candidate Master (CM), FIDE-Meister (FM), Internationaler Meister (IM) und Großmeister (GM). Es gibt eigene Titel für Frauen: WCM (Woman Candidate Master), WFM (Woman FIDE Master), WIM (Woman International Master) und WGM (Woman Grand Master). Die Qualifikationskriterien für diese Titel sind gegenüber denen der allgemeinen Klasse reduziert. Nona Gaprindaschwili war die erste Frau, die 1978 den allgemeinen Großmeistertitel erhielt.
- Für den Internationalen Meister (IM) wurden von der FIDE wurden als Qualifikationskriterien festgelegt: Man muss in mindestens zwei internationalen Schachturnieren eine vom Spielstärkeniveau (der sogenannten Kategorie) des Turniers abhängige Mindestpunktezahl (die sogenannte IM-Norm) erreichen. Diese IM-Norm entspricht einer Elo-Leistung von mindestens 2450. Eine weitere Voraussetzung ist eine Wertungszahl (sog. Elo-Zahl) von mindestens 2400 Punkten. Für die Verleihung des Internationalen Meistertitel für Frauen (Abkürzung WIM) gelten um 200 Elo-Punkte geringere Voraussetzungen.[24]
- Für den Titel Internationaler Großmeister (GM) muss in mindestens zwei internationalen Schachturnieren eine vom Spielstärkeniveau (der Durchschnittswert der Wertungszahlen aller Turnierteilnehmer) des Turniers abhängige Mindestpunktezahl (die so genannte Großmeister-Norm) erreicht werden. Diese GM-Norm entspricht einer Elo-Leistung von mindestens 2600. Zusätzlich vergibt die FIDE seit 1976 auch einen eigenen Großmeistertitel für Frauen (Woman Grand Master, WGM). Die Anforderungen für Frauen sind analog zu denen für Männer, allerdings genau um 200 Elo-Punkte tiefer angesetzt.[25]
- Fazit: Einer Frau wird der Titel einer Großmeisterin mit einer Spielstärke verliehen, mit der ein männlicher Schachspieler international keinen Blumentopf gewinnen würde.
- Weltspitze
- Die weltbesten Großmeister im Schach werden auch Super-Großmeister genannt. Es handelt sich dabei nicht um einen offiziellen Titel des Weltschachbundes (FIDE), er wird allerdings seit den 1980er Jahren verwendet, um die Spieler der engeren Weltspitze zu bezeichnen. In der Regel sind damit die Schachspieler mit einer Elo-Zahl von 2700 und höher gemeint. Im Jahr 2010 bestand der Kreis der Super-Großmeister aus 37 Spielern. Die einzige weibliche Spielerin, die 2700er-Grenze erstmals erreichte, war bislang Judit Polgár Anfang 2003. Inzwischen hat sie diese Marke aber wieder unterschritten.[26]
- Pokale
- Bei den meisten Tunieren gibt es Pokale, auf denen "Bestes Mädchen des Turniers" oder "Beste Dame des Turniers" steht. Eine Frau braucht kein Tunier gewinnen, um einen Pokal zu gewinnen. Einen Pokal für den besten Jungen oder den besten Mann gibt es offenbar nicht.[27]
Snooker
- Bei dieser Version eines Billardspiels gibt es keine offizielle Trennung der Geschlechter. Das Spiel fordert strategisches Denken und Feinmotorik. Unter den ersten 100 der Weltrangliste ist keine Frau zu finden.[28] Damit Frauen bei diesem Spiel überhaupt erscheinen, gibt es in den meisten Vereinen Frauenligen, oder Frauen werden bei inoffiziellen Wettkämpfen zu Beginn des Matches 20 Punkte Vorsprung vor einem männlichen Konkurrenten gewährt. Trotzdem: "Die meisten Frauen hören wieder auf, wenn sie nur mit Männern spielen müssen."[29]
Leichtathletik
- 100m Sprint
- Weltrekord Herren: 9,58 Sekunden
- Weltrekord Frauen: 10,49 Sekunden (+9,5%)
- 100/110m Hürden
- Weltrekord Herren: 12,87 Sekunden
- Weltrekord Frauen: 12,21 Sekunden
- Laufstrecke Herren: 110-Meter mit zehn 106,7 Zentimeter hohen Hürden
- Laufstrecke Frauen: 100-Meter mit zehn 84,0 Zentimeter hohen Hürden
- 5000m Langlauf
- Weltrekord Herren: 12:37,35 Minuten
- Weltrekord Frauen: 14:11,15 Minuten (+12,4%)
- Marathonlauf
- Bei Olympischen Spielen wird die Marathonstrecke seit 1896 von den Männern gelaufen und von Frauen seit 1984.
- Weltrekord Herren: 2:03:59 Stunden
- Weltrekord Frauen: 2:15:25 Stunden (+9,2%)
- Weitsprung
- Weltrekord Herren: 8,95 Meter
- Weltrekord Frauen: 7,52 Meter (-16%)
- Kugelstoßen
- Weltrekord Herren: 23,12 Meter
- Weltrekord Frauen: 22,63 Meter
- Grundmaße und Gewicht Herren: 110 und 130 Millimeter; 7,257 kg
- Grundmaße und Gewicht Frauen: 95 und 110 Millimeter; 4,000 kg
- Diskuswurf
- Weltrekord Herren: 74,08 Meter
- Weltrekord Frauen: 76,80 Meter
- Durchmesser/Höhe und Gewicht Herren: 21,9 bis 22,1 cm; 4,4 bis 4,6 cm; 2,0 kg
- Durchmesser/Höhe und Gewicht Frauen: 18,0 bis 18,2 cm; 3,7 bis 3,9 cm; 1,0 kg
- Mehrkampf
- Zehnkampf Herren: 100 m, Weitsprung, Kugelstoßen, Hochsprung, 400 m, 110 m Hürden, Diskuswerfen, Stabhochsprung, Speerwerfen, 1500-Meter-Lauf
- Siebenkampf Frauen: 100 m Hürden, Hochsprung, Kugelstoßen, 200 Meter, Weitsprung, Speerwerfen, 800-Meter-Lauf
Turnen
|
| Paul Hunt ist ein Gymnastiktrainer aus Murray, Utah (USA). Durch sein turnerisches Können ist er in der Lage das "Mädchenturnen" zu parodieren.[30] |
Radsport
Im Straßenradsport werden die Wettbewerbe für Männer und Frauen meist voneinander getrennt ausgeführt, im Mountainbikebereich gibt es Wettkampfformen, bei denen Männer und Frauen gemeinsam starten, aber getrennt gewertet werden.[31]
- Olympische Spiele Straßenrennen
- Renndistanz Frauen: 104 km
- Renndistanz Männer: 222 km
- Olympische Spiele Einzelzeitfahren
- Renndistanz Frauen: 26,1 km
- Renndistanz Männer: 52,2 km
- Olympische Spiele Cross Country
- Renndistanz Frauen: 31,8 km
- Renndistanz Männer: 47,7 km[32]
- Bahnradsport Einerverfolgung
- Renndistanz Frauen: 3000m
- Renndistanz Männer: 4000m
- Bahnradsport Mannschaftsverfolgung
- Renndistanz Frauen: 3000m (Mannschaftsstärke: 3 Fahrerinnen)
- Renndistanz Männer: 4000m (Mannschaftsstärke: 4 Fahrer)
- Bahnradsport Punktefahren
- Renndistanz Frauen: 5 bis 26 km
- Renndistanz Männer: 10 bis 50 km
Schwimmen
- 100m Brust
- Weltrekord Herren: 58,58 Sekunden, 27. Juli 2009
- Weltrekord Frauen: 64,45 Sekunden, 7. August 2009
- 100m Schmetterling
- Weltrekord Herren: 49,82 Sekunden, 1. August 2009
- Weltrekord Frauen: 56,06 Sekunden, 27. Juli 2009
- 100m Freistil
- Weltrekord Herren: 46,91 Sekunden, 30. Juli 2009
- Weltrekord Frauen: 52,07 Sekunden, 31. Juli 2009 (+11,0%)
- 800m Freistil
- Weltrekord Herren: 7:32,12 Minuten, 29. Juli 2009
- Weltrekord Frauen: 8:14,10 Minuten, 16. August 2008 (+9,3%)
- 4*100m Freistil-Staffel
- Weltrekord Herren: 3:08,24 Minuten, 11. August 2008
- Weltrekord Frauen: 3:31,72 Minuten, 26. Juli 2009 (+12,5%)
Reiten
Reitsport ist wohl die einzige Sportart, in der Frauen (zumindest teilweise) den Männern vergleichbare Leistungen erbringen.
Vielseitigkeitsreiten (Military)
Die Vielseitigkeitsprüfung ist ein Teilbereich des Reitsports, der früher Military genannt wurde. Bei der olympischen Premiere in Stockholm 1912 (auch mit Mannschaftswettbewerb) durften nur Offiziere teilnehmen, ab Antwerpen 1920 auch so genannte Herrenreiter. Frauen sind in die Mannschaften integriert und nahmen erstmals in Tokio 1964 teil.[33]
Ursprünglich entstammt die Military dem Militär und seiner damaligen Bedürfnisse. Sie entstand aus dem Ausbildungsprogramm der Kavallerie und stellte eine Art Abschlussprüfung für Reiter und Pferd nach erfolgter Ausbildung dar. Von besonderer Bedeutung war diese Leistungsprüfung auch für die Zuchtauswahl hinsichtlich der Zucht von Pferden für den militärischen Bedarf. Inzwischen wurde diese Sportart den Bedürfnissen von Frauen angepasst worden. Weil Reiter Anforderungen verschiedentlich nicht gewachsen waren, hat man das Format bei den Olympischen Spielen in Athen 2004 geändert, um die Gefahr von schweren Unfällen durch das Aufeinandertreffen technisch schwieriger Passagen mit stark ermüdeten Pferden (und Reitern) zu vermeiden. Dieser Modus verbreitet sich zunehmend auch bei nicht-olympischen Spitzenwettbewerben. Dies ist ein Beispiel dafür, dass die Gleichstellung von Mann und Frau mit einer Absenkung von Leistungsanforderungen verbunden ist.
Die deutsche Reiterin Bettina Hoy hätte 2004 die Vielseitigkeitsprüfung gewonnen, wenn sie die Zeitmessung nicht zu früh ausgelöst hätte.[34] Von 1964 und 2008 haben Frauen bei Olympischen Spielen 4 Silber- und 4 Bronze-Medaillen gewonnen.[35]
Springreiten
Springreiten ist eine Disziplin des Pferdesports, bei dem Pferd und Reiter einen aus mehreren Hindernissen bestehenden Parcours in einer festgelegten Reihenfolge überwinden.
Das olympische Springreiten wurde ebenfalls noch nie von einer Frau gewonnen, von 1964 und 2008 gab es lediglich 2 Silber- und 3 Bronze-Medaillen für weibliche Reiter.[36]
Dressurreiten
Dressurreiten ist eine Disziplin des Pferdesports, bei der die natürlichen Veranlagungen des Pferdes durch gymnastische Übungen gefördert und verfeinert werden. Das Dressurreiten hat das rittige Pferd zum Ziel, das auf minimale Signale ("Hilfen") hin zum exakten Ausführen einer gewünschten Aufgabe ("Lektion") veranlasst werden kann. Die dressurmäßige Ausbildung des Pferdes stellt die Grundlage jeder reiterlichen Betätigung dar und findet ihre Vollendung in der Hohen Schule.[37] Frauen nehmen seit 1952 an dieser olympischen Disziplin teil.[38]
Allein in der Dressur haben Frauen in 12 Olympischen Spielen zwische 1964 und 2008 neunmal gewonnen und dazu 8 Silber- und 4 Bronze-Medaillen geholt.[39]
Beach-Volleyball
Beim Beachvolleyball müssen Frauen Höschen tragen, die an den Seiten maximal fünf Zentimeter breit sein dürfen.[40] Wenn der feministische Mythos von den starken Frauen wahr wäre, dann liegt die Frage nahe, warum diese starken Frauen nicht einfach für die Abschaffung dieser "sexistischen" Regel gesorgt haben. Aber wahrscheinlicher ist, dass die Kleiderordnung das ist, wonach es aussieht: Ein Eingeständnis dafür, dass Frauen-Beachvolleyball eine Randsportart ist, deren einzige Attraktivität darin besteht, den weiblichen Körper zur Schau zu stellen.
Fazit
Es scheint so, als wären Frauen von allen Sportarten lediglich im Dressurreiten den Männern wirklich ebenbürtig.
Es fällt auf, dass Erfolge der Frauen eher groß geredet und die der Männer klein geredet werden, um eine scheinbare Vergleichbarkeit der Leistungen herzustellen. Manchmal sind diese Übertreibungen direkt lächerlich. Anlässlich der Weltmeisterschaft 1986, wo die Dänin Anne Grethe Jensen im Dressurreiten, die Engländerin Virginia Leng in der Military und die Kanadierin Gail Greenough im Springreiten gewannen, schrieb "Der Spiegel" überschwänglich:
- "Im Vergleich mit den Männern holen die Frauen mächtig auf. Die Reiterinnen haben die männliche Konkurrenz sogar schon abgehängt. Ein Grund sei die echte Gleichberechtigung im Reitsport. Heute galoppieren die Amazonen, die im Turniersport reihenweise Männer besiegen, den im Sport beharrlich vordringenden Frauen als Vorhut voran. Zwar halten sich in vielen Sportarten immer noch Vorurteile vom schwachen Geschlecht, doch an der Chauvi-Front bröckelt es zusehends."[38]
Die echte Gleichberechtigung im Reitsport besteht vermutlich darin, dass das Pferd die Hauptlast im Sportwettbewerb trägt. Vollends lächerlich wird die Berichterstattung aber bei den Worten:
- "Die Reitersprache nennt sie respektvoll Amazonen nach jenen legendären Wesen, denen im Altertum nachgesagt wurde, dass sie Männer nur zur Zeugung von Nachwuchs benutzten und sonst erbarmungslos mit Pfeilen erlegten."[38]
Man fragt sich, ob folgender Text über männliche Reiter von den "beharrlich vordringenden Frauen" akzeptiert würde:
- "Die Millitärsprache nennt sie respektvoll Krieger, denen nachgesagt wurde, dass sie Frauen nur vergewaltigen und zur Aufzucht ihres Nachwuchs benutzten."
Schließlich schrieb der Spiegel
- "Einem direkten Vergleich setzen sich die Männer außer im Turniersport nur im Segeln und Schießen aus."[38]
In dem Bericht wird so getan, als wenn Männer Frauen als Konkurrenz fürchten und sich in Männerbastionen abschotten müssten. Tatsächlich ist es wohl eher so, dass Frauen sich in Frauenveranstaltungen wie Frauenschach und Frauenfußball flüchten.
Diskriminierungen
Obwohl die objektiven Befunde eindeutig belegen, dass Frauen weniger leisten als Männer und sich dies auch ganz praktisch und greifbar darin zeigt, dass Frauensport in eigenen Frauenligen betrieben wird, kann die Lebenswirklichkeit auch anders gedeutet werden.
Anlässlich der Weltmeisterschaft im Frauenfußball hat die Fraktion "Die Linke" im Deutschen Bundestag in einer "Kleine Anfrage" (Drucksache 17/6004) an die Bundesregierung folgende Weltsicht formuliert:
- Diskriminierungen im Sport - Grenzen der sexuellen Vielfalt
- "Im Sport scheinen stereotype Vorstellungen von Geschlecht und Sexualität sehr lange zu verharren. Diskriminierungen reproduzieren sich hier deutlicher als in anderen Bereichen, weil Sport als eine Domäne der (heterosexuellen) Männlichkeit gilt. 'Im Sport ist das Männliche Richtschnur und Messlatte aller Dinge, dem das Weibliche hierarchisch untergeordnet ist. Heteronormativität geht hier mit patriarchalen Vorstellungen vom Wert und den Eigenarten der beiden Geschlechter eine fatale produktive Allianz ein.' (Tatjana Eggeling. Schwule und Lesben im Sport, in: Eggeling/Feddersen, Queer Lectures 1 bis 4, Hamburg, 2008, 51).[41]
Nun ist es so, dass vom Schachbrett bis zum Fußballplatz, vom Boxring bis zur Rennstrecke, vom Schwimmstadion bis zur Skisprungschanze und überall da, wo sonst noch Leistungssport betrieben wird, gilt: über sportlichen Erfolg entscheidet letztlich nur eines: Leistung, nichts als Leistung.
Die Antwort der Bundesregierung (Drucksache 17/6204) ist auch bemerkenswert:
- Diskriminierungen im Sport - Grenzen der sexuellen Vielfalt
- "Der Sport ist ein Spiegelbild der Gesellschaft. Die Bundesregierung geht daher davon aus, dass Vorkommnisse von Homophobie im Sport tatsächlich eine ebenso hohe Häufigkeit aufweisen wie in der übrigen Gesellschaft. Der Sport nimmt sicher eine wichtige gesellschaftliche Stellung beim Umgang mit Homosexualität ein, weil er gerade für die Jugend einen starken Vorbildcharakter hat, aber er ist nicht das einzige Feld, auf dem gegen Homophobie und Transphobie vorgegangen werden muss."[41]
Von Leistung ist erstaunlicherweise in der Antwort der Bundesregierung nichts zu finden. Offenbar ist für die Bundesregierung der Leistungsaspekt im Sport nicht mehr so wichtig, dafür nimmt der "Umgang mit Homosexualität" einen wichtigen Stellenwert ein. Nun bleibt nur noch die Frage, wie sich der Bürger vor diesem Hintergrund das vorbildhafte Vorgehen "gegen Homophobie und Transphobie" praktisch vorzustellen hat.
Einzelnachweise
- ↑ Michael Klein: Jungen werden im deutschen Schulsystem benachteiligt, 23. Mai 2011
- ↑ Medizin für das 21. Jahrhundert: Männersport un Frauensport: Wie Äpfel und Birnen, 17. November 2009; Als Originalquelle ist die Apotheken-Umschau angegeben.
- ↑ Rollerderby ist reiner Frauensport: Rempeln auf Rollschuhen in kurzen Röcken, RP Online am 14. November 2009
- ↑ Wikipedia: Synchronschwimmen
- ↑
How To Play Lingerie Football
Lingerie Football League - Season 2 Teaser
Girls of the Lingerie Football League
Lingerie Football League - San Diego Seduction
Lingerie Football League! Breasts and Football! - ↑ Wikipedia: Lingerie Football League
- ↑ Frauen-Football: Die Dessous-Liga, FAZ am 17. November 2009
- ↑ Unterwäsche-Liga: Jetzt wird American Football sexy, Die Welt am 22. Mai 2009
- ↑ US Open in New York - Kohlschreiber in Runde zwei, Sportschau am 1. September 2010
- ↑ Thomas Muster gewinnt den Geschlechterkampf gegen Sybille Bammer, Die Presse am 29. November 2009
- ↑ 11,0 11,1 11,2 Streit: Gleiches Wimbledon-Preisgeld sorgt für Diskussion, Die Presse am 2. Juli 2007
- ↑ Wimbledon 2009 Spieler - Profil Serena Williams
- ↑ Wimbledon 2009 Spieler - Profil Roger Federer
- ↑ Human Stupidity: Women's tennis: higher pay for weaker play, less work, less spectators, less advertising dollars
- ↑ Angela Merkel im Fußball-Interview: "Topfit zum entscheidenden Zeitpunkt - dann ist alles drin", 2. Januar 2006
- ↑ B-Jugend des VfB Stuttgart: 3:0-Sieg über die Fußball-Nationalmannschaft der Frauen, Pforzheimer Zeitung am 18. November 2003
- ↑ Der Sprung über die letzte Hürde, EMMA im Mai/Juni 2003
- ↑ Der Maskulist: Frauen und Sport, 25. Juli 2003, S. 2
- ↑ Wikipedia: National Football League Cheerleading
- ↑ Mainz im Schweden-Fieber: Touch Down für fünf Frauen, Der Mainzer im Juni 2010
- ↑ Wikipedia: Boxen
- ↑ International Women's Boxing Federation
- ↑ Geschichte: Die Kraft ist weiblich, Tagesspiegel am 24. November 2007
- ↑ Wikipedia: Internationaler Meister
- ↑ Wikipedia: Großmeister (Schach)
- ↑ Wikipedia: Super-Großmeister
- ↑ WGvdL-Forum: Damenschach, Stolzer Papa am 6. November 2009 - 12:28 Uhr
- ↑ Die offizielle Snooker-Weltrangliste, gültig für die Saison 2007/08
- ↑ Snooker in Deutschland: Kick mit dem Queue, Spiegel Online am 11. Mai 2005
- ↑ WGvdL: Filme Männer
- ↑ Wikipedia: Radrennen
- ↑ Wikipedia: Olympische Sommerspiele 1996
- ↑ Wikipedia: Vielseitigkeitsreiten
- ↑ Wikipedia: Bettina Hoy
- ↑ Wikipedia: Liste der Olympiasieger: Vielseitigkeit Einzel
- ↑ Wikipedia: Liste der Olympiasieger: Springreiten Einzel
- ↑ Wikipedia: Dressurreiten
- ↑ 38,0 38,1 38,2 38,3 Reiten: Ladies first, Spiegel am 18. August 1986
- ↑ Wikipedia: Liste der Olympiasieger: Dressurreiten Einzel
- ↑ Männersport - Frauensport. Zur Geschlechtergerechtigkeit im Sport., Badische Zeitung am 5. November 2008
- ↑ 41,0 41,1 Linksfraktion: Drucksache 17/6004
Siehe auch
Weblinks
- 17. Rang ergab am 19.7.2011 die Google-Suche nach "Frauen im Sport" für diesen Artikel.
- 88. Rang ergab am 19.7.2010 die Google-Suche nach "Frauensport" für diesen Artikel.
- Der Maskulist: Frauen und Sport, 25. Juli 2003
- Die gebürtige Inderin Monisha Kaltenborn über Frauen und Formel 1:
- Allein unter Männern, Welt am 8. Mai 2011
| | Dieser Artikel wurde am 2. Dezember 2010 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen. |
