Scheidungsindustrie

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Die Scheidungsindustrie lebt parasitär von Scheidungen. Der Begriff wird oft als Synonym zu Helferinnenindustrie, ist aber wohl eher als Teil derselben zu begreifen.

Das Netzwerk der Scheidungsindustrie besteht aus Familienrichtern, Jugendamtmitarbeitern, Frauenhausbetreiberinnen, Rechtsanwälten, Amtspflegern, Gutachtern, Familienpflegern, Umgangspflegern.

Zitat: «Streit in Familien ist die Wagenschmiere, die den Karren der Scheidungsindustrie am Rollen hält. Öl ins Feuer zu gießen, Streit und Zwietracht in Familien zu säen, heißt im Wirtschaftsjargon "Märkte erschließen".», Gaspadin Gazprom[1]

In Deutschland leben Tausende von Professionellen, Rechtsanwälte, Jugendamtsmitarbeiter, Gutachter, Verfahrenspfleger, Familienrichter, Psychotherapeuten, Familienberater, Familientherapeuten, Umgangbegleiter davon, dass sich andere Menschen (Männer und Frauen) streiten, trennen - und weiter streiten.

Datei:Geschaeftsmodell der Scheidungsindustrie.jpg

Die Beteiligung eines Teils der am Elternkonflikt beteiligten Professionellen, nämlich die der Rechtsanwälte ist in der Regel nicht nur überflüssig, sondern sowohl für das Kindeswohl als auch das Elternwohl schädlich. Alle anderen Professionellen haben in der Regel einen wie auch im gearteten positiven Auftrag und sind direkt oder indirekt dem Kindeswohl verpflichtet. Nicht so bei den Anwälten, diese haben kontradiktorisch die wie auch immer gearteten Interessen ihrer Mandanten (Mutter oder Vater) zu vertreten. Die Anwälte bringen neben den Eltern selber das größte Eskalationspotential in den elterlichen Kampf ein. Der Auftrag des Anwalts lautet nicht Konfliktlösung, sondern einseitige Parteienvertretung. Und auch der Auftrag des Mandates/der Mandantin an den Anwalt lautet nicht Konfliktlösung, sondern Sieg für sich selbst und Niederlage für den anderen Elternteil.

Im Familienkonflikt gibt es aber systemisch betrachtet keine Lösung, bei der nur die Interessen einer Seite Berücksichtigung finden. Der Rechtsanwalt ist daher der Lösungsverhinderer per se, allerdings einer der mit staatlichem Segen und teils sogar aus Steuermitteln finanziert agiert.

Bei den anderen beteiligten Professionellen kann man erst einmal davon ausgehen, dass ihr Einsatz sinnvoll sein könnte. Nun ist es aber so, dass auch professionell Arbeitende wirtschaftliche Eigeninteressen haben. Das ist erst einmal was völlig normales. Wer als Psychologe eine eigene Praxis betreibt, muss die Miete bezahlen, hat Bürokosten und ein Gehalt braucht es schließlich auch noch, auch ein Kinderheim muss seine Betriebskosten erwirtschaften und eine Pflegefamilie benötigt das Pflegegeld für die Abdeckung des nicht unwesentlichen Aufwands. Doch dies birgt gleichzeitig die Gefahr, das nur wenig Interesse besteht, bei der Lösung von Konflikten mitzuwirken. So kann es passieren, dass ein Kinderheim Entwicklungsberichte über ein aufgenommenes Kind schreibt, in dem davor gewarnt wird, das Kind wieder in seine Herkunftsfamilie zurückzugeben, obwohl sich die Verhältnisse dort inzwischen deutlich verbessert haben können.

Die Pflegeeltern betrachten möglicherweise die leiblichen Eltern als ihre Feinde, weil diese ihnen das Kind und auch eine nicht unerhebliche Einkommensquelle wegnehmen können.[2]

Einzelnachweise

  1. WGvdL-Forum: Gaspadin Gazprom am 19. November 2011 - 14:26 Uhr
  2. Väternotruf: Scheidungsindustrie

Siehe auch

Weblinks

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