Piratenpartei Deutschland
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Die Piratenpartei Deutschland (PIRATEN) ist eine mit Disketten-Junkies und Nintendo-Radikalen sympathisierende Revolutionspartei. Sie wurde 2006 gegründet und schafft es seitdem, die Erwartungen ihrer Wähler an Wahlergebnisse konsequent zu unterbieten, sodass sie sich notgedrungen Mandate durch Parteiwechsel bereits gewählter Politiker verschaffen muss.[1]
Die Piratenpartei Deutschland (PIRATEN) ist eine am 10. September 2006 in Berlin gegründete deutsche Partei. Sie versteht sich in Anlehnung an die schwedische Piratpartiet als Partei der Informationsgesellschaft. Sie ist Teil der internationalen Bewegung der Piratenparteien und Mitglied der Pirate Parties International.[2]
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Parteiprogramm
Die Piratenpartei ist nicht mit dem Vorsatz angetreten, wie die etablierten Volksparteien ein Vollprogramm zu bieten. Das Parteiprogramm, das zuletzt auf dem Bundesparteitag am 20. und 21. November 2010 in Chemnitz verändert wurde, findet sich auf dem Wiki der Piratenpartei.[3]
Geschlechter- und Familienpolitik
Zitat: «Freie Selbstbestimmung von geschlechtlicher Identität.» - Parteiprogramm 2010[4]
Zitat: «Gesellschaftsstrukturen, die sich aus Geschlechterrollenbildern ergeben, werden dem Individuum nicht gerecht und müssen überwunden werden.» - Parteiprogramm 2010[4]
Zitat: «Ich kann mit diesen Aussagen nichts anfangen. Wie soll die Alternative aussehen? So wie bisher? Alle Optionen offen für die Frau und Erwartungsdruck, Zwang und Scham für den Mann, damit diese Freiheit der Frauen überhaupt erst möglich wird? Beseitigung und Kompensation von "strukturellen Benachteiligungen" der Frau und Eigenverantwortung für den Mann, der sich ja schließlich selbst für seine geschlechtliche Identität als Mann entschieden hat?»[5]
Mitglieder
Von Juni 2009 bis Oktober 2009 erfuhr die Piratenpartei einen starken Mitgliederzuwachs, so dass sich die Mitgliederzahl in etwa verzehnfachte. Als Gründe dafür gelten die gewachsene Bekanntheit nach der Europawahl, die Folge der Debatte um die damals geplante Zugangserschwerung zu Webseiten mit kinderpornographischem Inhalt sowie die Mobilisierung angesichts der anstehenden Bundestagswahl 2009. Seit Mitte April 2010 hatte die Partei mehr als 12.000 Mitglieder. Seit Anfang September 2009 ist sie nach eigenen Angaben die siebtgrößte Partei Deutschlands und die größte der nicht im Bundestag vertretenen Parteien. Seit Mai 2010 stagnierte die Mitgliederzahl jedoch.
Die Piratenpartei hat keine Frauenquote.
Zitat: «Und bei den Piraten sind nur Männer? Da sollte man mal mit den Augen eines jüngeren Mannes Politik-Medien betrachten: Dass Mädchen schlau, aber Jungen alle dumm sind, ist die Grundmelodie. Und da junge Männer die gefährlichste Spezies der Welt sind, sollen sie, nachdem sie an Unis allenfalls noch Jobs als Schwangerschaftsvertreter erhalten, jetzt auch noch in der Wirtschaft per Quote klein gehalten werden. Die eigenen Interessen zu vertreten gegen diese Allparteien-Gender-Ideologie ist legitim. Wohl deshalb sind so viele Frauen bei den Piraten aktiv, die von den alten Damen der Emanzipation nicht nur immer nur auf ihr Geschlecht reduziert werden wollen.» - Roland Tichy[6]
Arbeitsgruppe Männer
Die AG Männer war eine Arbeitsgruppe der Piratenpartei auf Bundesebene. Ihr Ziel war die Ausarbeitung männerpolitischer Ziele für das Programm der Piratenpartei.
Die AG Männer setzte sich aktiv für die Belange von Jungen und Männern ein. So wollte sie ein Gleichgewicht in der Gleichstellungspolitik schaffen, welche bisher nur einseitig die Interessen von Mädchen und Frauen vertritt. Sie wandte sich gegen die Ausgrenzung von Vätern im Familienrecht, gegen die Zwangsverpflichtung von Männern zur Wehrpflicht bzw. Zivildienst und gegen die Benachteiligung von Jungen in Bildung und Erziehung. Sie forderte eine bessere Gesundheitsversorgung für Männer. Zudem wollte sie, dass auch Jungen und Männer als Gewaltopfer wahrgenommen und besser unterstützt werden.[7][8]
Arne Hoffmann und ChrisTine waren Mitglieder der AG Männer. Kevin Fuchs war AG-Koordinator bis Juni 2011.[9]
Die AG Männer wurde offenbar beendet, die entsprechende Seite im PiratenWiki am 21. Januar 2012 gelöscht[10], die Webseite der AG Männer ist offline.[11]
Arbeitsgruppe Frauen
Es gibt bei der Piratenpartei nicht nur eine AG Männer, sondern auch eine AG Frauen[12], die bei Frauen ein "überdurchschnittlich erhöhtes Schutzinteresse" feststellt und beklagt, dass Frauen in "in Führungs- bzw. Entscheidungpositionen deutlich unterrepräsentiert" sind und eine AG Gender[13], die durch Piratinnen mit der Parole "Klarmachen zum Gendern"[14] vertreten wird.
Ute Hauth, von der Ortsgruppe Konstanz, wurde am 4. Juni mit 70,8 Prozent der Stimmen zur Beisitzerin im Landesvorstand der Piratenpartei Baden-Württemberg gewählt.[15] Ihre Kommentare über Twitter:
- "Unsere Veranstaltung war gut, weil oder obwohl sich der Referent von MANNdat blamiert hat." [16]
- "Es hat sich gelohnt gezielt auch anderes Publikum als Befürworter von MANNdat einzuladen." [17]
- "Danke, jetzt [sind] wir MANNdat hoffentlich los." [18]
Frauenarbeitskreis
Die Piratin im Berliner Abgeordnetenhaus, Julia Schramm, hat einen Frauenarbeitskreis gegründet. Zu dem Treffen kamen überraschenderweise viele Mitglieder, die, so Schramm, "nicht klassischerweise als Frauen erkennbar" waren. Sie trugen offenbar Bärte. Sie beriefen sich auf die Gendertheorie, nach der "Geschlecht" nur eine gesellschaftliche Konstruktion ist, eine Idee. Diese Piraten behaupteten, sie seien Frauen. Ihr Wesen, innen, sei weiblich, den Bart und die tiefe Stimme hätten nur die Gesellschaft konstruiert.[19]
Zitate
- "Auch ich hätte gern mehr Frauen auf der Liste gehabt, aber viele Mitstreiterinnen haben sich von sich aus dagegen entschieden, zu kandidieren." - Susanne Graf[20]
- "Ohne Männer würde es überhaupt keine Piraten geben!" - roser parks[21]
- "Die Piraten übergrünen Grün auf der Grünspur." - AndreasKs[22]
- "Die Gender Studies sind eng verwandt mit der Queer-Bewegung. Die wiederum ist innerhalb der Piratenpartei gut organisiert, so einfach ist das." - Kevin Fuchs[23]
- "Die Partei macht sich mit der AG Männer für die rechte Szene anschlussfähig. Man kann mit einem Klick von der Seite der AG Männer zu "eigentümlich frei" gelangen. Das ist ein ultrarechtes Organ. Ich lese Ihnen das "Zitat des Tages" von dieser Seite vor: "Die muslimische Invasion Europas brächte nicht nur Nachteile: Feminismus, Gender Studies und Regietheater würden immerhin verschwinden." - Regina Frey, Politikwissenschaftlerin. Sie leitet das "Gender-Büro"[24]
- "Die Piraten wollen in ein Parlament, deren politische Rhetorik von Tabus vermint ist wie einst der Todesstreifen der innerdeutschen Grenze." - Rainer[25]
- "Als Piraten in See gestochen und als Gummiboot-Helden gestrandet!" [26]
- "Die Piraten sind im Endeffekt orange lackierte Grüne, und die sind schon grün lackierte Rote.
Die Piratenpartei ist eine Protest- und Kasperpartei, die junge Leute ködert, indem sie auf aktuelle Themen wie Tauschbörsen anspringt.
Die Grünen sind nun zu etabliert, zu spießig und muffig geworden, da kommen die Piraten ganz recht.
Dazu noch ein pseudo-kämpferischer Name, schon hat man es bei den Pseudo-Protestlern geschafft." [27]
Einzelnachweise
- ↑ Stupidedia: Piratenpartei Deutschland
- ↑ Wikipedia: Piratenpartei Deutschland
- ↑ PiratenWiki: Parteiprogramm
- ↑ 4,0 4,1 PiratenWiki: Parteiprogramm: Geschlechter- und Familienpolitik
- ↑ MANNdat-Forum: Gendern ist (im) Programm, Thorsten am 8. Juni 2011 - 00:14 Uhr
- ↑ Roland Tichy: FDP oder Piraten?, Wirtschaftswoche am 28. April 2012
- ↑ AG Männer: Männerpolitische Initiative der Piratenpartei
- ↑ PiratenWiki: AG Männer
- ↑ AG Männer: Ab 1. Juni bin ich nicht mehr AG-Koordinator, Kevin Fuchs am 6. März 2011
- ↑ PiratenWiki: AG Männer, am 21. Januar 2012
- ↑ ag-maenner.de ist nicht erreichbar, getestet am 29. Januar 2012
- ↑ PiratenWiki: AG Frauen
- ↑ PiratenWiki: AG Gender
- ↑ PiratenWiki: Piratinnen - Klarmachen zum Gendern
- ↑ Piratenpartei Baden-Württemberg mit neuem Vorstand, Pressemitteilung am 4. Juni 2011
- ↑ Twitter am 27. Mai 2011 um 13:53 Uhr
- ↑ Twitter am 27. Mai 2011 um 13:55 Uhr
- ↑ Twitter am 3. Juni 2011 um 03:59 Uhr
- ↑ Die Piratinnenfrage: Die Grenzen der Genderpolitik, Tagesspiegel am 24. September 2011
- ↑ Jüngste Piraten-Abgeordnete: "Man muss kein Nerd sein", Spiegel am 20. September 2011 (Susanne Graf im Interview mit Spiegel Online)
- ↑ WGvdL-Forum: roser parks am 20. September 2011 - 07:41 Uhr
- ↑ MANNdat-Forum: Piratenpartei, AndreasKs am 17. September 2011 - 13:23 Uhr
- ↑ Arne Hoffmann: Piratenpartei: "Die Katze ist endlich aus dem Sack", ef-magazin am 20. Juni 2011 (Kevin Fuchs erklärt nach seinem Austritt, warum er in den Piraten keine Zukunft mehr sieht)
- ↑ Politologin über Piratenpartei: "Die Antifeministen dominieren", Die TAZ am 21. September 2011
- ↑ WGvdL-Forum: Rainer am 15. April 2012 - 23:36 Uhr
- ↑ Das Gelbe Forum: Piraten wollt Ihr sein? Gummiboot-Helden seid Ihr!, Hasso am 30. April 2012 - 12:29 Uhr
- ↑ Kommentar vom 14. April 2012, 01:15 Uhr auf: "Die Piraten" - Erschreckende Wahrheiten, die JEDER kennen sollte, Altermedia am 13. April 2012
Siehe auch
- Wikipedia: Julia Schramm, Marina Weisband
Weblinks
- Webpräsenz: piratenpartei.de, Forum
- Arne Hoffmann: Piratenpartei: "Die Katze ist endlich aus dem Sack", ef-magazin am 20. Juni 2011 (Interview mit Kevin Fuchs)
- AG Männer: Männerbewegung: Wo bleiben die Schwulen?, Matthias Buser am 7. Juni 2011
-
Piraten Berlin: Voll auf Kurs, aber ohne jeden Plan - rbb, klipp&klar - Berlin-Wahl 2011
-
Piratenpartei Berlin: Interview Susanne Graf
