Christlich-Demokratische Union Deutschlands
Aus WikiMANNia
Hauptseite → Staat → Politik → Christlich-Demokratische Union Deutschlands
Die Christlich-Demokratische Union (CDU) ist zusammen mit ihrer Schwesterpartei CSU eine deutsche Volkspartei.
Obwohl sie im Vergleich zur SPD als weniger frauenfreundlich gilt, war sie interessanterweise oft Vorreiterin, wenn es darum ging, hohe Ämter mit Frauen zu besetzen:
- 1961 ernannte der damalige Kanzler Adenauer die erste westdeutsche Ministerin überhaupt (zuständig für Gesundheit), Elisabeth Schwarzhaupt.
- Während der ersten großen Koalition (1966-69) unter CDU-Kanzler Kiesinger saßen zum ersten Mal zwei Frauen im Kabinett (unter Willy Brandt war es wieder nur noch eine)
- Helmut Kohl ernannte 1982 die erste Ministerin für Bildung und Wissenschaft, nahm 1989 eine dritte Frau ins Kabinett (Gerda Hasselfeldt, für Wohnungsbau), bildete 1991 ein Kabinett mit vier Frauen (später kam Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger hinzu), und ernannte Angela Merkel 1994 zur ersten Umweltministerin.
- 2005 wurde Angela Merkel zur ersten Kanzlerin Deutschlands gewählt, nachdem sie bereits 2000 den Vorsitz der CDU übernommen hatte.
Inhaltsverzeichnis |
Positionen
Die CDU hat keine Frauenquote, sondern stattdessen ein Frauenquorum - es soll den Anteil an Frauen in bestimmten Positionen erhöhen, ohne jedoch zwingende Vorschriften über den Frauenanteil zu machen. Die Partei strebt einen Frauenanteil bei Ämtern und Mandaten von 33% an, obwohl der Frauenanteil unter den Mitgliedern nur bei 25,4% liegt.
Das Frauenquorum in der CDU wurde zunächst auf dem Bundesparteitag der CDU in Karlsruhe 1995 vorgeschlagen, konnte dort jedoch nicht die Mehrheit der Delegierten erreichen und wurde abgelehnt. Daraufhin wurde auf dem Bundesparteitag in Hannover 1996 erneut über das Frauenquorum abgestimmt, wobei eine Mehrheit für eine versuchsweise auf fünf Jahre befristete Einführung des Quorums erreicht wurde. Nach Ablauf der fünf Jahre wurde auf dem Bundesparteitag in Dresden 2001 erneut über das Frauenquorum abgestimmt und eine unbefristete Einführung beschlossen.
Angeblich ist die CDU familienfreundlicher eingestellt als die SPD, hat aber in den letzten Jahrzehnten abgesehen von Sonntagsreden wenig getan, um der Zerstörung von Familien entgegen zu wirken.
Zitate
- "Die vermerkelte CDU ist heute nichts weiter als eine sozialistische Blockpartei. Die gelernte FDJ-Jule Merkel hat gute Arbeit geleistet, Honecker wäre sehr zufrieden mit ihr."[1]
- "Konservative muss man [auch in der CDU] mit der Lupe suchen."[2]
- "Auf den Parteitag, an dem sich ein namhafter C-Politiker hinstellt und sagt 'Ich bin konservativ und das ist auch gut so' werden wir wohl noch einige Zeit warten müssen."[2]
Einzelnachweise
- ↑ Margrit Steer am 29. Juni 2011 um 13:12 Uhr, Kommentar in Junge Freiheit
- ↑ 2,0 2,1 Die Ruinenpartei: außen prächtig, innen wüst und leer, Junge Freiheit am 8. Juli 2011
Siehe auch
- Frauen in der Politik
- Markus Grübel
- Ursula von der Leyen
- Angela Merkel
- Annette Schavan
- Wolfgang Schäuble
- Kristina Schröder
Weblinks
- Genderama: Beiträge mit Label CDU
- Gerd Langguth: Die Kritik an Merkels Führungsstil ist kurzsichtig, Die Welt am 27. Juni 2011
- Gerd Langguth: Schwarz-gelbe Ideenlosigkeit: Deutschland, Land ohne Ideen, The European am 17. Juni 2011
- Gerd Langguth im Interview "Es gibt kein Patentrezept", n-tv.de am 28. Mai 2011
